Bundesweit viele Ansteckungen So sieht das Infektionsgeschehen derzeit bei Kindern in OWL aus Das Robert-Koch-Institut registriert in einzelnen Regionen Deutschlands besonders viele Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen. Anneke Quasdorf Bielefeld/Gütersloh. Laut RKI steigen die Inzidenzen bei den Kindern und Jugendlichen in Deutschland regional zur Zeit sehr stark an. Ein Blick in die Region Ostwestfalen-Lippe zeigt allerdings: Die Entwicklung beobachten die Kreise hier nicht. Inzidenzen von über 500 hatte RKI-Chef Lothar Wieler für manche Landkreise vermeldet. Demgegenüber sieht es in OWL verhältnismäßig ruhig aus. Im Kreis Höxter beispielsweise gab es in der Altersgruppe null bis 19 Jahre am 14. Oktober 12 Corona-Fälle. Dazu vermeldet der Leiter des Gesundheitsamtes Ronald Woltering: „Im Kreis ist die Zahl der Infektionen in dieser Altersgruppe aktuell rückläufig. Inwieweit dies auch auf die Herbstferien zurückzuführen ist, lässt sich aus den aktuellen Infektionszahlen nicht ableiten." Auch in Lippe sind die Zahlen rückläufig. Hier liegen die Werte deutlich höher als im Kreis Höxter. Stand 14. Oktober vermeldet der Kreis 108 Corona-Fälle in der entsprechenden Altersgruppe. Hier ist aber zu erkennen, dass die Zahlen seit einem Höchststand Mitte September von 271 Fällen stetig zurückgehen. Ein Sprecher dazu auf Anfrage: „Wir gehen davon aus, dass die Inzidenzwerte im Bereich 0 bis 19 Jahre aufgrund der Ferien zurückgehen, denn die Testkonzepte in den Einrichtungen sehen regelmäßige Testungen im Schulbetrieb vor. Gleichwohl kommt es aktuell auch weiterhin regelmäßig zu Infektionen in Familienverbünden.""Inzidenz kann stark schwanken" Ingo Nürnberger, Krisenstabsleiter der Stadt Bielefeld, macht in diesem Zusammenhang allerdings auch darauf aufmerksam, wie schnell die Inzidenz bei den Kindern und Jugendlichen stark schwanken könne. „Die Inzidenz in der Gruppe null bis vier Jahre lag zum Beispiel am Sonntag bei 6,0. Heute liegt sie bei 41 – bei sieben Fällen. Das liegt einfach daran, dass die Altersgruppen sehr klein sind." In Bielefeld beträgt die Inzidenz bei den Fünf- bis Neunjährigen am 14. Oktober 77, bei den 10 bis 14-Jährigen liegt sie deutlich höher bei 128. „Hier wird natürlich durch die Ferienspiele und Freizeitunternehmungen auch am meisten getestet." In Gütersloh bezeichnet eine Sprecherin das Infektionsgeschehen bei den Kindern der Altersgruppe 0 bis 19 als „nicht auffällig". "Bei uns ist das Infektionsgeschehen diffus mit Schwerpunkt durch Arbeitsmigration, hier sowohl neu Eingereiste als auch Rückkehrer."
Bundesweit viele Ansteckungen

So sieht das Infektionsgeschehen derzeit bei Kindern in OWL aus

Ein Kind geht mit Maske in eine Schule. Die Corona-Infektionszahlen sind bei Jungen und Mädchen in OWL unauffällig. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Bielefeld/Gütersloh. Laut RKI steigen die Inzidenzen bei den Kindern und Jugendlichen in Deutschland regional zur Zeit sehr stark an. Ein Blick in die Region Ostwestfalen-Lippe zeigt allerdings: Die Entwicklung beobachten die Kreise hier nicht.

Inzidenzen von über 500 hatte RKI-Chef Lothar Wieler für manche Landkreise vermeldet. Demgegenüber sieht es in OWL verhältnismäßig ruhig aus.

Im Kreis Höxter beispielsweise gab es in der Altersgruppe null bis 19 Jahre am 14. Oktober 12 Corona-Fälle. Dazu vermeldet der Leiter des Gesundheitsamtes Ronald Woltering: „Im Kreis ist die Zahl der Infektionen in dieser Altersgruppe aktuell rückläufig. Inwieweit dies auch auf die Herbstferien zurückzuführen ist, lässt sich aus den aktuellen Infektionszahlen nicht ableiten."

Auch in Lippe sind die Zahlen rückläufig. Hier liegen die Werte deutlich höher als im Kreis Höxter. Stand 14. Oktober vermeldet der Kreis 108 Corona-Fälle in der entsprechenden Altersgruppe. Hier ist aber zu erkennen, dass die Zahlen seit einem Höchststand Mitte September von 271 Fällen stetig zurückgehen. Ein Sprecher dazu auf Anfrage: „Wir gehen davon aus, dass die Inzidenzwerte im Bereich 0 bis 19 Jahre aufgrund der Ferien zurückgehen, denn die Testkonzepte in den Einrichtungen sehen regelmäßige Testungen im Schulbetrieb vor. Gleichwohl kommt es aktuell auch weiterhin regelmäßig zu Infektionen in Familienverbünden."
"Inzidenz kann stark schwanken"

Ingo Nürnberger, Krisenstabsleiter der Stadt Bielefeld, macht in diesem Zusammenhang allerdings auch darauf aufmerksam, wie schnell die Inzidenz bei den Kindern und Jugendlichen stark schwanken könne. „Die Inzidenz in der Gruppe null bis vier Jahre lag zum Beispiel am Sonntag bei 6,0. Heute liegt sie bei 41 – bei sieben Fällen. Das liegt einfach daran, dass die Altersgruppen sehr klein sind."

In Bielefeld beträgt die Inzidenz bei den Fünf- bis Neunjährigen am 14. Oktober 77, bei den 10 bis 14-Jährigen liegt sie deutlich höher bei 128. „Hier wird natürlich durch die Ferienspiele und Freizeitunternehmungen auch am meisten getestet."

In Gütersloh bezeichnet eine Sprecherin das Infektionsgeschehen bei den Kindern der Altersgruppe 0 bis 19 als „nicht auffällig". "Bei uns ist das Infektionsgeschehen diffus mit Schwerpunkt durch Arbeitsmigration, hier sowohl neu Eingereiste als auch Rückkehrer."

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