So kommen Geimpfte in OWL an ihren digitalen Corona-Impfnachweis Ab Donnerstag können Geimpfte ihren Schutz auch digital nachweisen, als Alternative zum gelben Impfausweis. Antworten auf die wichtigsten Fragen für Betroffene. Carolin Nieder-Entgelmeier Berlin/Bielefeld. Ab heute können Bürger, die bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, ihre Immunisierung mit einem digitalen Impfzertifikat über das Handy nachweisen. Der digitale Impfnachweis wird nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab Donnerstag in Deutschland ausgerollt und über Apps verfügbar sein. Doch wie gelangen Geimpfte in OWL an ihren digitalen Nachweis? Wir liefern Antworten auf die wichtigsten Fragen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums führt Deutschland den digitalen Impfnachweis als eine zusätzliche Möglichkeit zur Dokumentation der Corona-Schutzimpfung ein. „Geimpfte sollen damit Informationen wie Impfzeitpunkt und Impfstoff künftig auch personalisiert auf ihren Smartphones digital speichern können", erklärt ein Ministeriumssprecher. Das Angebot ist freiwillig und kostenlos. „Wenn Geimpfte keinen digitalen Impfnachweis besitzen, ist der Impfnachweis über das bekannte gelbe Heft weiterhin möglich und gültig." Ab Juli soll der digitale Impfnachweis laut Spahn auch für das grenzüberschreitende Reisen in der EU genutzt werden können. Der digitale Impfnachweis wird nach Angaben des Gesundheitsministeriums dort generiert, wo die Impfung erfolgt, also entweder in der Arztpraxis oder in einem Impfzentrum. „Nach Eingabe oder Übernahme der Daten wird ein 2D-Barcode erstellt, den die Nutzer direkt mit dem Handy abscannen können oder auf einem Ausdruck mitbekommen und später einscannen können", erklärt der Sprecher. Dafür benötigen Geimpfte eine App, wie zum Beispiel die Cov-Pass-App oder die Corona-Warn-App, die laut Ministerium kostenfrei zum Download bereitgestellt werden. Nutzer scannen den 2D-Barcode und die App generiert daraus den digitalen Impfnachweis als QR-Code. Das Impfzertifikat enthält nach Angaben des Ministeriums nur Informationen zum Impfstatus, den Namen des Geimpften und sein Geburtsdatum. „Für Dienstleister, die den Impfstatus überprüfen möchten, wird es eine App zur Prüfung des Impfzertifikats geben", sagt der Sprecher. Damit könne der Impfstatus ähnlich wie ein Barcode eines Flug- oder Bahntickets gescannt werden. Das Gesundheitsministerium prüft aktuell verschiedene Möglichkeiten, um auch nachträglich digitale Impfnachweise zu erstellen. „Grundsätzlich soll die nachträgliche Ausstellung dort erfolgen, wo man geimpft worden ist. Wenn in den Impfzentren entsprechende Kontaktdaten vorliegen, sollen die QR-Codes möglichst automatisch per Post zugesandt werden", erklärt der Sprecher. „Außerdem könnten Ärzte und Apotheker nachträglich Impfnachweise ausstellen." Doch bislang hat sich dazu nur der Apothekerverband geäußert. Ob und in welcher Form Ärzte und Impfzentren nachträglich digitale Impfnachweise erstellen, ist nicht klar. Apotheken beginnen nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ab Montag mit der Ausstellung digitaler Impfnachweise. „Wir wollten so schnell wie möglich ein Werkzeug entwickeln, mit dem Apotheken sicher und rechtsverbindlich einen Impfnachweis digitalisieren können. Über das wohnortnahe Apothekennetz bringen wir den Impfnachweis am besten zu den Menschen", sagt der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes, Thomas Dittrich. „In den ersten Tagen wird die Zahl der Apotheken, die das Angebot machen, wahrscheinlich noch begrenzt sein. Wir gehen aber davon aus, dass die Zahl der Apotheken sehr schnell im vierstelligen Bereich liegt." Auch in Westfalen-Lippe rechnet der Apothekerverband mit reger Teilnahme. „Wir gehen davon aus, dass die meisten Apotheken vor Ort bereit sind, diese Aufgabe zu übernehmen. Die Zahl der Nachfragen beim Verband zeigt, dass die Bereitschaft und das Interesse der Apotheken groß sind", erklärt Verbandssprecherin Nina Grunsky. Da sich Apotheker jedoch erst seit Mittwoch für die Aufgabe anmelden können, könne der Verband noch keine Zahlen nennen. Auf dem Portal mein-apothekenmanager.de, auf dem Nutzer aktuell nach Apotheken suchen können, die Corona-Schnelltests anbieten, sollen Geimpfte laut Grunsky in den nächsten Tagen auch Apotheken finden können, die digitale Impfnachweise ausstellen. „Die Apotheker prüfen zum einen die Impfdokumentation durch den Impfpass oder die Impfbescheinigung sowie die Identität der geimpften Person durch den Personalausweis oder Pass", erklärt Grunsky. Welche Nachweise Genesene mitbringen müssen, die für einen vollständigen Impfschutz nur einmal gegen das Coronavirus geimpft werden, sei noch nicht klar. Zudem sollten Geimpfte nach Angaben Grunskys darauf achten, dass sie Apotheken aufsuchen, die sich in der Nähe des Impfzentrums oder der Arztpraxis befinden, in der die Impfung verabreicht wurde. „In der Regel soll die Ausstellung des Impfnachweises durch die Apotheken nur erfolgen, wenn die Impfung in räumlicher Nähe, also in derselben Kommune oder im selben Kreis stattgefunden hat", erklärt Grunsky. Damit soll Missbrauch verhindert werden, weil Apotheker die Ärzte und Impfzentren in ihrer Umgebung kennen." In begründeten Einzelfällen sind Abweichungen aber möglich."

So kommen Geimpfte in OWL an ihren digitalen Corona-Impfnachweis

Als Alternative zum gelben Impfpass ist in Deutschland ab morgen als Nachweis der Corona-Schutzimpfung auch der digitale Impfnachweis möglich, zum Beispiel über die Cov-Pass-App. © picture alliance

Berlin/Bielefeld. Ab heute können Bürger, die bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, ihre Immunisierung mit einem digitalen Impfzertifikat über das Handy nachweisen. Der digitale Impfnachweis wird nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab Donnerstag in Deutschland ausgerollt und über Apps verfügbar sein. Doch wie gelangen Geimpfte in OWL an ihren digitalen Nachweis? Wir liefern Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums führt Deutschland den digitalen Impfnachweis als eine zusätzliche Möglichkeit zur Dokumentation der Corona-Schutzimpfung ein. „Geimpfte sollen damit Informationen wie Impfzeitpunkt und Impfstoff künftig auch personalisiert auf ihren Smartphones digital speichern können", erklärt ein Ministeriumssprecher. Das Angebot ist freiwillig und kostenlos. „Wenn Geimpfte keinen digitalen Impfnachweis besitzen, ist der Impfnachweis über das bekannte gelbe Heft weiterhin möglich und gültig." Ab Juli soll der digitale Impfnachweis laut Spahn auch für das grenzüberschreitende Reisen in der EU genutzt werden können.

Der digitale Impfnachweis wird nach Angaben des Gesundheitsministeriums dort generiert, wo die Impfung erfolgt, also entweder in der Arztpraxis oder in einem Impfzentrum. „Nach Eingabe oder Übernahme der Daten wird ein 2D-Barcode erstellt, den die Nutzer direkt mit dem Handy abscannen können oder auf einem Ausdruck mitbekommen und später einscannen können", erklärt der Sprecher. Dafür benötigen Geimpfte eine App, wie zum Beispiel die Cov-Pass-App oder die Corona-Warn-App, die laut Ministerium kostenfrei zum Download bereitgestellt werden. Nutzer scannen den 2D-Barcode und die App generiert daraus den digitalen Impfnachweis als QR-Code.

Das Impfzertifikat enthält nach Angaben des Ministeriums nur Informationen zum Impfstatus, den Namen des Geimpften und sein Geburtsdatum. „Für Dienstleister, die den Impfstatus überprüfen möchten, wird es eine App zur Prüfung des Impfzertifikats geben", sagt der Sprecher. Damit könne der Impfstatus ähnlich wie ein Barcode eines Flug- oder Bahntickets gescannt werden.

Das Gesundheitsministerium prüft aktuell verschiedene Möglichkeiten, um auch nachträglich digitale Impfnachweise zu erstellen. „Grundsätzlich soll die nachträgliche Ausstellung dort erfolgen, wo man geimpft worden ist. Wenn in den Impfzentren entsprechende Kontaktdaten vorliegen, sollen die QR-Codes möglichst automatisch per Post zugesandt werden", erklärt der Sprecher. „Außerdem könnten Ärzte und Apotheker nachträglich Impfnachweise ausstellen." Doch bislang hat sich dazu nur der Apothekerverband geäußert. Ob und in welcher Form Ärzte und Impfzentren nachträglich digitale Impfnachweise erstellen, ist nicht klar.

Apotheken beginnen nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ab Montag mit der Ausstellung digitaler Impfnachweise. „Wir wollten so schnell wie möglich ein Werkzeug entwickeln, mit dem Apotheken sicher und rechtsverbindlich einen Impfnachweis digitalisieren können. Über das wohnortnahe Apothekennetz bringen wir den Impfnachweis am besten zu den Menschen", sagt der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes, Thomas Dittrich. „In den ersten Tagen wird die Zahl der Apotheken, die das Angebot machen, wahrscheinlich noch begrenzt sein. Wir gehen aber davon aus, dass die Zahl der Apotheken sehr schnell im vierstelligen Bereich liegt."

Auch in Westfalen-Lippe rechnet der Apothekerverband mit reger Teilnahme. „Wir gehen davon aus, dass die meisten Apotheken vor Ort bereit sind, diese Aufgabe zu übernehmen. Die Zahl der Nachfragen beim Verband zeigt, dass die Bereitschaft und das Interesse der Apotheken groß sind", erklärt Verbandssprecherin Nina Grunsky. Da sich Apotheker jedoch erst seit Mittwoch für die Aufgabe anmelden können, könne der Verband noch keine Zahlen nennen.

Auf dem Portal mein-apothekenmanager.de, auf dem Nutzer aktuell nach Apotheken suchen können, die Corona-Schnelltests anbieten, sollen Geimpfte laut Grunsky in den nächsten Tagen auch Apotheken finden können, die digitale Impfnachweise ausstellen.

„Die Apotheker prüfen zum einen die Impfdokumentation durch den Impfpass oder die Impfbescheinigung sowie die Identität der geimpften Person durch den Personalausweis oder Pass", erklärt Grunsky. Welche Nachweise Genesene mitbringen müssen, die für einen vollständigen Impfschutz nur einmal gegen das Coronavirus geimpft werden, sei noch nicht klar.

Zudem sollten Geimpfte nach Angaben Grunskys darauf achten, dass sie Apotheken aufsuchen, die sich in der Nähe des Impfzentrums oder der Arztpraxis befinden, in der die Impfung verabreicht wurde. „In der Regel soll die Ausstellung des Impfnachweises durch die Apotheken nur erfolgen, wenn die Impfung in räumlicher Nähe, also in derselben Kommune oder im selben Kreis stattgefunden hat", erklärt Grunsky. Damit soll Missbrauch verhindert werden, weil Apotheker die Ärzte und Impfzentren in ihrer Umgebung kennen." In begründeten Einzelfällen sind Abweichungen aber möglich."

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Regionales