Schwimmen ja, planschen nein: Freibäder im Lübbecker Land ziehen durchwachsene Zwischen-Bilanz Ingrun Waschneck Lübbecker Land (nw). Pünktlich zu den Sommerferien haben jetzt alle vier Freibäder im Lübbecker Land geöffnet. Doch so eben mal hingehen und sich im kühlen Nass erfrischen – das geht in diesem Jahr nicht. Aufgrund der Corona-Krise mussten Hygiene- und Sicherheitskonzepte für die Bäder konzipiert und umgesetzt werden, das brauchte Zeit. Zudem müssen sich Besucher auch vorher anmelden. Die Redaktion hat in den Freibädern nachgefragt, welche ersten Erfahrungen dort unter den neuen Bedingungen gemacht wurden. Lübbecke „Die meisten unserer Gäste sind froh, dass das Gehlenbecker Freibad wieder geöffnet hat, und zeigen Verständnis für die Einschränkungen“, sagt Thorsten Keiser. Maskenpflicht in den Gebäuden und unter Vordächern sowie das Schwimmen auf „Autobahnen“ werden akzeptiert. „Wir haben sogenannte Wellenbrecherleinen in das Becken gelegt“, sagt der Bäderbetriebsleiter, „dadurch entsteht nicht so viel Wellengang beim Schwimmen im Kreis.“ Einige Badegäste hätten ihm gesagt, dass das Schwimmen in eine Richtung viel angenehmer sei als sonst. Um den Hygienevorschriften nachzukommen, sei extra eine Reinigungskraft eingestellt worden, die alle halbe Stunde Kontaktflächen desinfiziere. „Zudem achtet ein Security-Dienst am Ein- und Ausgang sowie auf den Liegewiesen auf die Einhaltung der Vorschriften“, berichtet Keiser. Einen Wermutstropfen gebe es jedoch: „Das Planschbecken ist gesperrt und die Kinder dürfen auch kein Schwimmspielzeug wie Ringe oder Bälle mitbringen.“ ´ Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag, 6.30 bis 9 Uhr, 11 bis 19 Uhr, Dienstag, 13 bis 19 Uhr. Wochenende und Feiertag, 11 bis 19 Uhr. Anmeldung erforderlich unter www.wbl-luebbecke.de/freibad-gehlenbeck Espelkamp 265 Gäste dürfen sich zeitgleich im Espelkamper Waldfreibad aufhalten. „Wir kontrollieren die Zahl mit Hilfe eines QR-Codes, den es über unsere Webseite gibt und der an der Kasse vorgezeigt werden muss“, erklärt Marcel Bernert. Die Schwimmzeiten seien in Blöcke aufgeteilt, geschwommen wird auf zwei Bahnen, auf einer hin und auf der anderen zurück. „In den Zeiten dazwischen werden Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten ausgeführt“, so der Schwimmmeister. Die Badegäste hätten Verständnis für dieses „Schwimmen in Zeit-Blöcken“ geäußert. „Man muss schon ein bisschen mehr schauen, denn nicht alle halten sich an die Regeln, die die Pandemie erfordert“, sagt Bernert. Meist reiche aber ein freundlicher Hinweis. ´ Öffnungszeiten: Täglich 12 bis 14 Uhr sowie 15 bis 19 Uhr. Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag zusätzlich 6.30 bis 10 Uhr. Anmeldung erforderlich unter www.waldfreibad-espelkamp.de Rahden Auch das Rahdener Freibad ist nicht durchgehend geöffnet. Pro Tag gibt es drei Zeitfenster, in denen die Besucher schwimmen können. „Leider halten sich nicht alle an die Abstandsregeln im Becken, egal ob Jung oder Alt“, sagt Mike Fonas. So müsse er immer wieder darauf hinweisen. Auch die große Rutsche dürfe im Moment nur von einer Person zur Zeit benutzt werden. „Obwohl es verständlicherweise mit mehreren natürlich auch mehr Spaß macht.“ Schade findet Fonas auch, dass Kinder in diesem Sommer keine Schwimmtiere, Tauchringe oder Bälle mitbringen dürfen. Wenn er dann doch mal etwas sagen müsse, „werde ich schon mal angepflaumt.“ Geduldig erkläre er dann aber die Gründe und dann zeigten die meisten Badegäste Verständnis. Das Freibad gilt als Sportstätte, werde von vielen aber als Freizeiteinrichtung gesehen. „Gerade jetzt haben wir aufgrund von Corona noch zusätzliche Vorgaben, die wir einhalten müssen“, sagt der Fachangestellte für Bäderbetriebe. „Ich würde mich freuen, wenn wir gut durch die Sommersaison kommen würden.“ ´ Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 6 bis 9 Uhr, 13 bis 17 Uhr, 18 bis 20 Uhr, Wochenende, 9 bis 12 Uhr, 13 bis 17 Uhr, 18 bis 20 Uhr. Ein Formular ist im Eingang auszufüllen. www.rahden.de/tourismus-freizeit/freizeit-sport-erlebnis/frei-und-hallenbad Preußisch Oldendorf Schon seit dem 31. Mai ist das Freibad täglich mit jeweils drei Zeit-Blöcken geöffnet. „Wir haben mit 100 Besuchern pro Block angefangen, um zu sehen, wie es funktioniert“, sagt Stefan Mochmann. Wenn sich alle an die Regeln hielten, könnten auch noch mehr Gäste eingelassen werden. „Weil wir früher als andere Freibäder angefangen haben, sind auch einige Frühschwimmer aus Lübbecke oder Bad Essen zu uns gekommen“, so der Geschäftsführer des Miet-Schwimmmeister-Service Heino Kruse. „Die Leute waren froh, dass wir so früh aufgemacht haben.“ Über ein Kontaktformular, das an der Kasse ausliegt oder im Internet heruntergeladen werden kann, wird der Eintritt geregelt. Geschwommen werde im „Kreisverkehr“. Einigen Besuchern, die zum ersten Mal ins Freibad kommen, „muss man das zunächst erklären“, trotz der Hinweise auf den Aushängen. Gelegentlich werde auch mit einer Durchsage über die Lautsprecher an die Regeln erinnert. ´ Öffnungszeiten: Montag, 6 bis 9 Uhr, 13 bis 15 Uhr, 16 bis 20 Uhr; Dienstag bis Freitag, 6 bis 10 Uhr, 11 bis 15 Uhr, 16 bis 20 Uhr. Wochenende und Feiertag, 8 bis 10 Uhr, 11 bis 15 Uhr, 16 bis 20 Uhr. Das erforderliche Formular gibt es unter www.fb-pr-oldendorf.de

Schwimmen ja, planschen nein: Freibäder im Lübbecker Land ziehen durchwachsene Zwischen-Bilanz

Im Preußisch Oldendorfer Freibad darf die Rutsche ins Nichtschwimmerbecken benutzt werden. Im Hintergrund das Schwimmerbecken, das in drei Bahnen aufgeteilt ist. Foto: Ingrun Waschneck © Ingrun Waschneck

Lübbecker Land (nw). Pünktlich zu den Sommerferien haben jetzt alle vier Freibäder im Lübbecker Land geöffnet. Doch so eben mal hingehen und sich im kühlen Nass erfrischen – das geht in diesem Jahr nicht. Aufgrund der Corona-Krise mussten Hygiene- und Sicherheitskonzepte für die Bäder konzipiert und umgesetzt werden, das brauchte Zeit.

Zudem müssen sich Besucher auch vorher anmelden. Die Redaktion hat in den Freibädern nachgefragt, welche ersten Erfahrungen dort unter den neuen Bedingungen gemacht wurden.

Lübbecke

„Die meisten unserer Gäste sind froh, dass das Gehlenbecker Freibad wieder geöffnet hat, und zeigen Verständnis für die Einschränkungen“, sagt Thorsten Keiser. Maskenpflicht in den Gebäuden und unter Vordächern sowie das Schwimmen auf „Autobahnen“ werden akzeptiert. „Wir haben sogenannte Wellenbrecherleinen in das Becken gelegt“, sagt der Bäderbetriebsleiter, „dadurch entsteht nicht so viel Wellengang beim Schwimmen im Kreis.“ Einige Badegäste hätten ihm gesagt, dass das Schwimmen in eine Richtung viel angenehmer sei als sonst.

Um den Hygienevorschriften nachzukommen, sei extra eine Reinigungskraft eingestellt worden, die alle halbe Stunde Kontaktflächen desinfiziere. „Zudem achtet ein Security-Dienst am Ein- und Ausgang sowie auf den Liegewiesen auf die Einhaltung der Vorschriften“, berichtet Keiser. Einen Wermutstropfen gebe es jedoch: „Das Planschbecken ist gesperrt und die Kinder dürfen auch kein Schwimmspielzeug wie Ringe oder Bälle mitbringen.“

´ Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag, 6.30 bis 9 Uhr, 11 bis 19 Uhr, Dienstag, 13 bis 19 Uhr. Wochenende und Feiertag, 11 bis 19 Uhr. Anmeldung erforderlich unter www.wbl-luebbecke.de/freibad-gehlenbeck

Espelkamp

265 Gäste dürfen sich zeitgleich im Espelkamper Waldfreibad aufhalten. „Wir kontrollieren die Zahl mit Hilfe eines QR-Codes, den es über unsere Webseite gibt und der an der Kasse vorgezeigt werden muss“, erklärt Marcel Bernert.

Die Schwimmzeiten seien in Blöcke aufgeteilt, geschwommen wird auf zwei Bahnen, auf einer hin und auf der anderen zurück. „In den Zeiten dazwischen werden Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten ausgeführt“, so der Schwimmmeister. Die Badegäste hätten Verständnis für dieses „Schwimmen in Zeit-Blöcken“ geäußert. „Man muss schon ein bisschen mehr schauen, denn nicht alle halten sich an die Regeln, die die Pandemie erfordert“, sagt Bernert. Meist reiche aber ein freundlicher Hinweis.

´ Öffnungszeiten: Täglich 12 bis 14 Uhr sowie 15 bis 19 Uhr. Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag zusätzlich 6.30 bis 10 Uhr. Anmeldung erforderlich unter www.waldfreibad-espelkamp.de

Rahden

Auch das Rahdener Freibad ist nicht durchgehend geöffnet. Pro Tag gibt es drei Zeitfenster, in denen die Besucher schwimmen können. „Leider halten sich nicht alle an die Abstandsregeln im Becken, egal ob Jung oder Alt“, sagt Mike Fonas. So müsse er immer wieder darauf hinweisen. Auch die große Rutsche dürfe im Moment nur von einer Person zur Zeit benutzt werden. „Obwohl es verständlicherweise mit mehreren natürlich auch mehr Spaß macht.“

Schade findet Fonas auch, dass Kinder in diesem Sommer keine Schwimmtiere, Tauchringe oder Bälle mitbringen dürfen. Wenn er dann doch mal etwas sagen müsse, „werde ich schon mal angepflaumt.“ Geduldig erkläre er dann aber die Gründe und dann zeigten die meisten Badegäste Verständnis. Das Freibad gilt als Sportstätte, werde von vielen aber als Freizeiteinrichtung gesehen. „Gerade jetzt haben wir aufgrund von Corona noch zusätzliche Vorgaben, die wir einhalten müssen“, sagt der Fachangestellte für Bäderbetriebe. „Ich würde mich freuen, wenn wir gut durch die Sommersaison kommen würden.“

´ Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 6 bis 9 Uhr, 13 bis 17 Uhr, 18 bis 20 Uhr, Wochenende, 9 bis 12 Uhr, 13 bis 17 Uhr, 18 bis 20 Uhr. Ein Formular ist im Eingang auszufüllen. www.rahden.de/tourismus-freizeit/freizeit-sport-erlebnis/frei-und-hallenbad

Preußisch Oldendorf

Schon seit dem 31. Mai ist das Freibad täglich mit jeweils drei Zeit-Blöcken geöffnet. „Wir haben mit 100 Besuchern pro Block angefangen, um zu sehen, wie es funktioniert“, sagt Stefan Mochmann. Wenn sich alle an die Regeln hielten, könnten auch noch mehr Gäste eingelassen werden. „Weil wir früher als andere Freibäder angefangen haben, sind auch einige Frühschwimmer aus Lübbecke oder Bad Essen zu uns gekommen“, so der Geschäftsführer des Miet-Schwimmmeister-Service Heino Kruse. „Die Leute waren froh, dass wir so früh aufgemacht haben.“

Über ein Kontaktformular, das an der Kasse ausliegt oder im Internet heruntergeladen werden kann, wird der Eintritt geregelt. Geschwommen werde im „Kreisverkehr“. Einigen Besuchern, die zum ersten Mal ins Freibad kommen, „muss man das zunächst erklären“, trotz der Hinweise auf den Aushängen. Gelegentlich werde auch mit einer Durchsage über die Lautsprecher an die Regeln erinnert.

´ Öffnungszeiten: Montag, 6 bis 9 Uhr, 13 bis 15 Uhr, 16 bis 20 Uhr; Dienstag bis Freitag, 6 bis 10 Uhr, 11 bis 15 Uhr, 16 bis 20 Uhr. Wochenende und Feiertag, 8 bis 10 Uhr, 11 bis 15 Uhr, 16 bis 20 Uhr. Das erforderliche Formular gibt es unter www.fb-pr-oldendorf.de

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Regionales