Schlägerei, Trinkgelage und mehr: Könnte ein Alkoholverbot die Lösung sein? Nicole Sielermann Bad Oeynhausen. Schlägereien in der Klosterstraße und am ZOB, Anmachen im Kurpark, Trinkgelage entlang der Herforder Straße - Bad Oeynhausens Innenstadt hat im Ansehen gelitten. Immer mehr Bürger gehen mit einem mulmigen Gefühl durch die Stadt, meiden vor allem nach Einbruch der Dämmerung bestimmte Orte. Grund zur Sorge aber besteht aus Sicht von Andreas Jürgensmeyer, Leiter der Bad Oeynhausener Polizeiwache, nicht. "Objektiv betrachtet ist die Kurstadt sicher", bilanziert er beim Blick auf die Einsatzzahlen. Das subjektive Sicherheitsgefühl jedoch leide. "Und zwar allein durch die Anwesenheit bestimmter Gruppen in der Innenstadt. Dessen sind wir uns bewusst", sagt Jürgensmeyer. Der Erste Polizeihauptkommissar hat reagiert. Und vor allem an den Wochenenden nachts das Personal aufgestockt. "Es wirkt", bilanziert er. Die Kneipenszene lockt die Jugend Bad Oeynhausen ist tagsüber die Stadt der Älteren, abends und nachts die der Jugend. "Bad Oeynhausen hat eine Kneipenszene wie kaum eine andere Stadt." Zudem liege der Bahnhof mitten in der Stadt. Wo gebe es das schon? "Das Angebot bestimmt die Nachfrage, lockt die Jugend." Und die seien es meist, die Ärger machten: "Weniger die Altersgruppe 60 plus." Somit sind es nach Ansicht der Polizei vor allem Zugereiste, die in den Abendstunden die Innenstadt und die Kneipen füllen. "Wir haben festgestellt, dass Bad Oeynhausen seinen Status als isolierte Stadt verloren hat. Die Menschen kommen aus Löhne, Porta, Minden oder sogar Bückeburg." Und zwar mit dem Zug. Und landen quasi direkt in der Kneipenmeile. Viele junge Menschen, die dafür sorgten, dass Bad Oeynhausen nach Einbruch der Dunkelheit ein anderes Gesicht bekomme als tagsüber. Während es rund um den ZOB durch die häufige Präsenz der Polizei deutlich ruhiger geworden ist - subjektiv und objektiv - ist nun ein anderer Bereich in den Fokus gerückt. Der Augustaplatz nebst Herforder Straße. "Die Trinker-Szene hat sich verlagert", sagt Jürgensmeyer. Und zwar direkt in die erste Reihe der Fußgängerzone. "Die Kioske dort bieten eine gute Nachschubversorgung und somit keine Veranlassung, den Ort zu verlassen", erklärt er. Wobei Jürgensmeyer eines klarstellt: "Die Trinkerszene ist nicht die Gruppe, die uns am meisten Sorgen macht." Auch wenn sie durchaus dazu beitrügen, dass die Bürger und Gäste sich nicht wohlfühlten. "Wenn morgens um 9 die erste Dose Bier aufgerissen wird, dann ist das kein polizeiliches Problem." Das würde es erst, wenn Menschen belästigt, angepöbelt oder Dinge zerstört würden. 30 Mal Widerstand gegen die Staatsgewalt Der Alkohol. Der ist immer wieder ein großes Thema bei den polizeilichen Einsätzen in der Innenstadt. "Ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum würde natürlich einiges vereinfachen", ist Andreas Jürgensmeyer überzeugt. Denn Alkohol sei noch immer das Mittel, das zu Stress führe. Untereinander, aber auch gegenüber der Polizei. Waren es 2020 18 Widerstände gegen die Staatsgewalt, liegt die Zahl im Jahr 2021 bisher bereits bei 30. Tendenz steigend. "Fehlender Alkohol würde viele Situationen befrieden." Weshalb der Wachleiter auch im Austausch mit Bürgermeister Lars Bökenkröger (CDU) steht. Nur die Stadt könnte ein solches Verbot aussprechen. Macht es aber nicht (siehe Infokasten). Trinkerszene, Jugendgruppen und Banden - sie alle geraten eher untereinander in Stress. Übergriffe auf "normale" Passanten sind nicht an der Tagesordnung. "Wir haben gerade bei den Körperverletzungen eine hohe Aufklärungsquote", sagt Jürgensmeyer. Und die zeige: "Es sind in erster Linie alles sogenannte Beziehungstaten. Man kannte sich und geriet unter Alkohol in Stress." Der 60-jährige Polizist wehrt sich gegen Vorwürfe, dass die Ordnungshüter die Lage schönredeten. "Tun wir nicht. Es gibt definitiv keinen Kriminalitätsschwerpunkt. Punkt." Zum Beweis hat er Einsätze ausgewertet. 103 Einsätze verzeichnet die Polizei bis zum 4. Oktober 2021 für den Bereich ZOB und Bahnhofstraße. Herausgerechnet sind da schon sämtliche Verkehrsdelikte. Bleiben Diebstahl, Schlägereien oder hilflose Personen. "Zum Vergleich: In Minden am ZOB und am Markt liegt die Zahl im gleichen Zeitraum bei 484." Allerdings mit Verkehrsdelikten. Aber wer die Örtlichkeiten in der Kreisstadt kennt, weiß, dass der Bereich nahezu autofrei ist. Wer sich benimmt, darf im Kurpark bleiben Dass gerade die Schlägereien aus dem Sommer in Bad Oeynhausen die Menschen sensibilisierten, ängstlicher machten in Sachen Sicherheitsgefühlt - für den Wachleiter verständlich: "Alles was im öffentlichen Raum passiert ist auch im Fokus - weil es immer genug Publikum in der Innenstadt gibt, das die Szenen mitbekommt." Gravierender allerdings seien beispielsweise auch in der Kurstadt die hohen Fallzahlen häuslicher Gewalt - "die dem Großteil der Bürger gar nicht auffallen." Eben weil sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit passierten. Mehr als 100 Einsätze rund um den ZOB, kaum Einsätze, so Andreas Jürgensmeyer, dagegen im Siel und im Kurpark. "Natürlich treffen sich auch dort Jugendliche." Die auch bereits Ansagen bekommen haben. Wer sich benimmt, darf zum Beispiel im Kurpark bleiben. "Bisher ist uns der Dialog gut gelungen. Aus polizeilicher Sicht ist der Park relativ ruhig." Zudem habe das Staatsbad die Security-Einsätze im Park erhöht. "Der Kurpark hat tagsüber das Bild des mondänen Parks, wo die ältere Generation den Sonntagsspaziergang macht." Doch der Park locke mit seiner Schönheit eben alle Generationen - zu unterschiedlichen Tageszeiten. "Er hat viele versteckte Ecken, ist idyllisch und schön - ich kann verstehen, dass sich dort - auch abends - die Menschen treffen." Immer wieder geht es in Gesprächen, auch in diesem, um das subjektive Sicherheitsgefühl. "Das ist", so ist der Wachleiter überzeugt, "geschlechtsunabhängig und von Mensch zu Mensch individuell." Natürlich sei auch das "Fremde" zu berücksichtigen, die Migrantengruppen, die früher nicht in Bad Oeynhausen gelebt haben und somit auch nicht dort unterwegs waren. Doch Fremdes ist nicht per se schlecht. Es ist oft nur unbekannt. Und macht deshalb einigen Angst. "Überall gibt es Spitzbuben - in allen Nationalitäten" winkt der Fachmann ab. "Wir haben das Personal aufgestockt" Weil es aber Aufgabe der Polizei sei, dass sich die Menschen in Bad Oeynhausen sicher fühlten, hat Andreas Jürgensmeyer reagiert und zeigt mit seinem Personal Präsenz. Mehr als vorher. Streifen durch den Kurpark oder durch die Fußgängerzone gehören inzwischen zum Dienst dazu. "Wir haben das Personal, auch mithilfe umliegender Dienststellen, aufgestockt um die Präsenz zu erhöhen. Das schreckt ab." Und wird wahrgenommen. Erste Reaktionen zeigten, dass sich die Menschen aufgrund der Uniformierten sicherer fühlten. Eine solche polizeiliche Aufstockung aber brauche Augenmaß und Fingerspitzengefühl. Ein Zuviel sei kontraproduktiv: "Dann laufe ich Gefahr, dass die Menschen sagen, wenn so viel Polizei hier unterwegs ist, dann muss es hier ja auch gefährlich sein", erklärt er. Auch Jürgensmeyer selbst war schon mit auf Tour. Um sich ein Bild der Lage zu machen. "Voll", lautet seine Bilanz. Und meint damit die Stadt. Vermutlich aber trifft genau dieses Wort auch auf den Großteil der Gäste zu. "Es waren zum Beispiel in der Klosterstraße sehr viele Gruppen mit Alkohol auf der Straße." Hoffnung, dass mit Einzug des schlechteren Wetters der Alkoholkonsum im öffentlichen Raum und damit auch die Einsätze geringer werden, hegt Andreas Jürgensmeyer nicht. Im Gegenteil. "Haben Sie mal geschaut, welche Weihnachtsmärkte stattfinden?", fragt er und winkt gleich ab. "Wenige. Bad Oeynhausen ist mit Abstand der größte im Kreisgebiet." Weshalb die Polizeiwache bereits jetzt mit den Planungen beginnt. "Darauf bereiten wir uns personell vor." Auch zusammen mit dem Ordnungsamt. Denn jüngst wurde die Ordnungspartnerschaft zwischen Stadt und Polizei wieder aufgenommen. Eine Win-Win-Situation, wie Jürgensmeyer die ersten Einsätze beurteilt. "Wir haben verbindliche Termine und Tage und dafür eine gemeinsame Dienstplanung", erklärt er. Nicht nur in der Innenstadt sind die Duos unterwegs, auch in den Ortsteilen werden Problembereiche angefahren. Nicht nur, aber auch fürs subjektive Sicherheitsgefühl.

Schlägerei, Trinkgelage und mehr: Könnte ein Alkoholverbot die Lösung sein?

Andreas Jürgensmeyer ist der Leiter der Polizeiwache Bad Oeynhausen und war jüngst selbst mit auf Streife, um sich ein Bild von der Lage in der Kurstadt zu machen. © Nicole Sielermann

Bad Oeynhausen. Schlägereien in der Klosterstraße und am ZOB, Anmachen im Kurpark, Trinkgelage entlang der Herforder Straße - Bad Oeynhausens Innenstadt hat im Ansehen gelitten. Immer mehr Bürger gehen mit einem mulmigen Gefühl durch die Stadt, meiden vor allem nach Einbruch der Dämmerung bestimmte Orte. Grund zur Sorge aber besteht aus Sicht von Andreas Jürgensmeyer, Leiter der Bad Oeynhausener Polizeiwache, nicht.

"Objektiv betrachtet ist die Kurstadt sicher", bilanziert er beim Blick auf die Einsatzzahlen. Das subjektive Sicherheitsgefühl jedoch leide. "Und zwar allein durch die Anwesenheit bestimmter Gruppen in der Innenstadt. Dessen sind wir uns bewusst", sagt Jürgensmeyer. Der Erste Polizeihauptkommissar hat reagiert. Und vor allem an den Wochenenden nachts das Personal aufgestockt. "Es wirkt", bilanziert er.

Die Kneipenszene lockt die Jugend

Bad Oeynhausen ist tagsüber die Stadt der Älteren, abends und nachts die der Jugend. "Bad Oeynhausen hat eine Kneipenszene wie kaum eine andere Stadt." Zudem liege der Bahnhof mitten in der Stadt. Wo gebe es das schon? "Das Angebot bestimmt die Nachfrage, lockt die Jugend." Und die seien es meist, die Ärger machten: "Weniger die Altersgruppe 60 plus."

Somit sind es nach Ansicht der Polizei vor allem Zugereiste, die in den Abendstunden die Innenstadt und die Kneipen füllen. "Wir haben festgestellt, dass Bad Oeynhausen seinen Status als isolierte Stadt verloren hat. Die Menschen kommen aus Löhne, Porta, Minden oder sogar Bückeburg." Und zwar mit dem Zug. Und landen quasi direkt in der Kneipenmeile. Viele junge Menschen, die dafür sorgten, dass Bad Oeynhausen nach Einbruch der Dunkelheit ein anderes Gesicht bekomme als tagsüber.

Während es rund um den ZOB durch die häufige Präsenz der Polizei deutlich ruhiger geworden ist - subjektiv und objektiv - ist nun ein anderer Bereich in den Fokus gerückt. Der Augustaplatz nebst Herforder Straße. "Die Trinker-Szene hat sich verlagert", sagt Jürgensmeyer. Und zwar direkt in die erste Reihe der Fußgängerzone. "Die Kioske dort bieten eine gute Nachschubversorgung und somit keine Veranlassung, den Ort zu verlassen", erklärt er.

Wobei Jürgensmeyer eines klarstellt: "Die Trinkerszene ist nicht die Gruppe, die uns am meisten Sorgen macht." Auch wenn sie durchaus dazu beitrügen, dass die Bürger und Gäste sich nicht wohlfühlten. "Wenn morgens um 9 die erste Dose Bier aufgerissen wird, dann ist das kein polizeiliches Problem." Das würde es erst, wenn Menschen belästigt, angepöbelt oder Dinge zerstört würden.

30 Mal Widerstand gegen die Staatsgewalt

Der Alkohol. Der ist immer wieder ein großes Thema bei den polizeilichen Einsätzen in der Innenstadt. "Ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum würde natürlich einiges vereinfachen", ist Andreas Jürgensmeyer überzeugt. Denn Alkohol sei noch immer das Mittel, das zu Stress führe. Untereinander, aber auch gegenüber der Polizei. Waren es 2020 18 Widerstände gegen die Staatsgewalt, liegt die Zahl im Jahr 2021 bisher bereits bei 30. Tendenz steigend. "Fehlender Alkohol würde viele Situationen befrieden." Weshalb der Wachleiter auch im Austausch mit Bürgermeister Lars Bökenkröger (CDU) steht. Nur die Stadt könnte ein solches Verbot aussprechen. Macht es aber nicht (siehe Infokasten).

Trinkerszene, Jugendgruppen und Banden - sie alle geraten eher untereinander in Stress. Übergriffe auf "normale" Passanten sind nicht an der Tagesordnung. "Wir haben gerade bei den Körperverletzungen eine hohe Aufklärungsquote", sagt Jürgensmeyer. Und die zeige: "Es sind in erster Linie alles sogenannte Beziehungstaten. Man kannte sich und geriet unter Alkohol in Stress." Der 60-jährige Polizist wehrt sich gegen Vorwürfe, dass die Ordnungshüter die Lage schönredeten. "Tun wir nicht. Es gibt definitiv keinen Kriminalitätsschwerpunkt. Punkt."

Zum Beweis hat er Einsätze ausgewertet. 103 Einsätze verzeichnet die Polizei bis zum 4. Oktober 2021 für den Bereich ZOB und Bahnhofstraße. Herausgerechnet sind da schon sämtliche Verkehrsdelikte. Bleiben Diebstahl, Schlägereien oder hilflose Personen. "Zum Vergleich: In Minden am ZOB und am Markt liegt die Zahl im gleichen Zeitraum bei 484." Allerdings mit Verkehrsdelikten. Aber wer die Örtlichkeiten in der Kreisstadt kennt, weiß, dass der Bereich nahezu autofrei ist.

Wer sich benimmt, darf im Kurpark bleiben

Dass gerade die Schlägereien aus dem Sommer in Bad Oeynhausen die Menschen sensibilisierten, ängstlicher machten in Sachen Sicherheitsgefühlt - für den Wachleiter verständlich: "Alles was im öffentlichen Raum passiert ist auch im Fokus - weil es immer genug Publikum in der Innenstadt gibt, das die Szenen mitbekommt." Gravierender allerdings seien beispielsweise auch in der Kurstadt die hohen Fallzahlen häuslicher Gewalt - "die dem Großteil der Bürger gar nicht auffallen." Eben weil sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit passierten.

Mehr als 100 Einsätze rund um den ZOB, kaum Einsätze, so Andreas Jürgensmeyer, dagegen im Siel und im Kurpark. "Natürlich treffen sich auch dort Jugendliche." Die auch bereits Ansagen bekommen haben. Wer sich benimmt, darf zum Beispiel im Kurpark bleiben. "Bisher ist uns der Dialog gut gelungen. Aus polizeilicher Sicht ist der Park relativ ruhig." Zudem habe das Staatsbad die Security-Einsätze im Park erhöht.

"Der Kurpark hat tagsüber das Bild des mondänen Parks, wo die ältere Generation den Sonntagsspaziergang macht." Doch der Park locke mit seiner Schönheit eben alle Generationen - zu unterschiedlichen Tageszeiten. "Er hat viele versteckte Ecken, ist idyllisch und schön - ich kann verstehen, dass sich dort - auch abends - die Menschen treffen."

Immer wieder geht es in Gesprächen, auch in diesem, um das subjektive Sicherheitsgefühl. "Das ist", so ist der Wachleiter überzeugt, "geschlechtsunabhängig und von Mensch zu Mensch individuell." Natürlich sei auch das "Fremde" zu berücksichtigen, die Migrantengruppen, die früher nicht in Bad Oeynhausen gelebt haben und somit auch nicht dort unterwegs waren. Doch Fremdes ist nicht per se schlecht. Es ist oft nur unbekannt. Und macht deshalb einigen Angst. "Überall gibt es Spitzbuben - in allen Nationalitäten" winkt der Fachmann ab.

"Wir haben das Personal aufgestockt"

Weil es aber Aufgabe der Polizei sei, dass sich die Menschen in Bad Oeynhausen sicher fühlten, hat Andreas Jürgensmeyer reagiert und zeigt mit seinem Personal Präsenz. Mehr als vorher. Streifen durch den Kurpark oder durch die Fußgängerzone gehören inzwischen zum Dienst dazu. "Wir haben das Personal, auch mithilfe umliegender Dienststellen, aufgestockt um die Präsenz zu erhöhen. Das schreckt ab." Und wird wahrgenommen. Erste Reaktionen zeigten, dass sich die Menschen aufgrund der Uniformierten sicherer fühlten. Eine solche polizeiliche Aufstockung aber brauche Augenmaß und Fingerspitzengefühl.

Ein Zuviel sei kontraproduktiv: "Dann laufe ich Gefahr, dass die Menschen sagen, wenn so viel Polizei hier unterwegs ist, dann muss es hier ja auch gefährlich sein", erklärt er. Auch Jürgensmeyer selbst war schon mit auf Tour. Um sich ein Bild der Lage zu machen. "Voll", lautet seine Bilanz. Und meint damit die Stadt. Vermutlich aber trifft genau dieses Wort auch auf den Großteil der Gäste zu. "Es waren zum Beispiel in der Klosterstraße sehr viele Gruppen mit Alkohol auf der Straße."

Hoffnung, dass mit Einzug des schlechteren Wetters der Alkoholkonsum im öffentlichen Raum und damit auch die Einsätze geringer werden, hegt Andreas Jürgensmeyer nicht. Im Gegenteil. "Haben Sie mal geschaut, welche Weihnachtsmärkte stattfinden?", fragt er und winkt gleich ab. "Wenige. Bad Oeynhausen ist mit Abstand der größte im Kreisgebiet." Weshalb die Polizeiwache bereits jetzt mit den Planungen beginnt. "Darauf bereiten wir uns personell vor." Auch zusammen mit dem Ordnungsamt.

Denn jüngst wurde die Ordnungspartnerschaft zwischen Stadt und Polizei wieder aufgenommen. Eine Win-Win-Situation, wie Jürgensmeyer die ersten Einsätze beurteilt. "Wir haben verbindliche Termine und Tage und dafür eine gemeinsame Dienstplanung", erklärt er. Nicht nur in der Innenstadt sind die Duos unterwegs, auch in den Ortsteilen werden Problembereiche angefahren. Nicht nur, aber auch fürs subjektive Sicherheitsgefühl.

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