Popstar Pink liefert vor 45.000 Fans in Hannover pompöse Party mit pikanten Protestnoten Thomas Kühlmann Hannover (mt). Der traditionelle Triathlon besteht bekanntlich aus Schwimmen, Radfahren und Laufen – Popstar Pink hat indes ihre eigene Dreikampf-Herausforderung kreiert: Energiegeladene Bühnen-Performance mit körperlichen Höchstschwierigkeiten, perfekter Gesang und obendrauf ein Kostüm-Marathon. Auch in Hannover liefert sie beim ausverkauften Konzert vor 45.000 Fans in der HDI-Arena eine pompöse Party ab, bei der es an nichts mangelt. Die waghalsige Show nimmt schon beim Opener „Get the party started“ Fahrt auf, als sie, an einem Kronleuchter hängend, auf die Bühne schwebt und sich sogleich in Tanzeinlagen mit ihren männlichen und weiblichen Performance-Mitstreitern auf der Bühne stürzt. Die ist überwiegend in pink gehalten, dazu gesellt sich eine Light-Show mit bunten Spots, die jede Bewegung des drahtigen Energiebündels passend untermalen. Dabei gönnt sich die Künstlerin zu Beginn des Auftritts keine ruhige Minute. Ständig in Bewegung, entweder mit Tanzschritten bestechend oder bisweilen auch kopfüber bei vielen Salti-Einlagen über der Bühne im Gurtzeug hängend – die Zuschauer kommen ob der Power der US-Amerikanerin aus dem Staunen nicht heraus. Obwohl sie im September ihren 40. Geburtstag feiert, ist bei Pink kein Anzeichen von Müdigkeit zu erkennen. Sechs Mal wechselt sie die Kostüme während der etwa zweistündigen Darbietung – auch das eine Leistung, die sich nicht jeder während eines Auftritts zumutet. Für Pink kein Problem. Auch die Botschaften in ihren Songs sind angesagter denn je. In vielen Liedern singt sie über ihre Kindheit in zerrütteten Familienverhältnissen, als sie, rebellisch und auch aufgrund reichhaltigen Drogen- und Alkoholkonsums, sich plötzlich auf der Straße wiederfindet und sich durchboxen muss. Ihre Prämisse: „Ich bin dankbar, wenn ich auch nur ein Mädchen davor bewahrt habe, sich anders, hässlich oder machtlos zu fühlen.“ Anlass für diese klare Haltung ist eine Unterhaltung mit ihrer achtjährigen Tochter Willow Age, die eines Tages zu ihr kommt und ihr vermittelt, sich hässlich und wie ein Junge mit langen Haaren zu fühlen.“ Pink widerspricht ihr. Tosender Applaus der Fans ist der Dank für diese Belehrung in einer Konzertphase, in der sich die Künstlerin mit mehreren Akustiknummern gerade einmal eine kleine Verschnaufpause gönnt. Dafür fliegen ihr nicht nur symbolisch die Herzen der Zuschauer zu, sondern auch jede Menge Geschenke. Ein liebevoll gebackener Käsekuchen wird ihr ebenso überreicht wie ein pinkes Kuscheltier, für das kurzerhand ein Name gefunden werden muss. Pink bedankt sich spontan, in dem sie bereitwillig Selfies von sich mit den Fans schießt. Das Finale ist dann wieder spektakulär. Bei „So what“ schwebt der Superstar über den Massen, lässt sich dank einer Seilkonstruktion von einem Ende des Stadions zum anderen „chauffieren“, um mit dem finalen „Glitter in the air“ nur in T-Shirt und Jogginghose „Good bye“ zu sagen, bevor der Nachwuchs schon auf sie wartet und die verdiente Kuscheleinheit bekommt. Fotostrecke auf MT.de

Popstar Pink liefert vor 45.000 Fans in Hannover pompöse Party mit pikanten Protestnoten

Schwebte an einem Kronleuchter für ihre pompöse Party in Hannover auf die Bühne: Popstar Pink. MT- © Foto: Thomas Kühlmann

Hannover (mt). Der traditionelle Triathlon besteht bekanntlich aus Schwimmen, Radfahren und Laufen – Popstar Pink hat indes ihre eigene Dreikampf-Herausforderung kreiert: Energiegeladene Bühnen-Performance mit körperlichen Höchstschwierigkeiten, perfekter Gesang und obendrauf ein Kostüm-Marathon. Auch in Hannover liefert sie beim ausverkauften Konzert vor 45.000 Fans in der HDI-Arena eine pompöse Party ab, bei der es an nichts mangelt.

Die waghalsige Show nimmt schon beim Opener „Get the party started“ Fahrt auf, als sie, an einem Kronleuchter hängend, auf die Bühne schwebt und sich sogleich in Tanzeinlagen mit ihren männlichen und weiblichen Performance-Mitstreitern auf der Bühne stürzt. Die ist überwiegend in pink gehalten, dazu gesellt sich eine Light-Show mit bunten Spots, die jede Bewegung des drahtigen Energiebündels passend untermalen. Dabei gönnt sich die Künstlerin zu Beginn des Auftritts keine ruhige Minute. Ständig in Bewegung, entweder mit Tanzschritten bestechend oder bisweilen auch kopfüber bei vielen Salti-Einlagen über der Bühne im Gurtzeug hängend – die Zuschauer kommen ob der Power der US-Amerikanerin aus dem Staunen nicht heraus. Obwohl sie im September ihren 40. Geburtstag feiert, ist bei Pink kein Anzeichen von Müdigkeit zu erkennen. Sechs Mal wechselt sie die Kostüme während der etwa zweistündigen Darbietung – auch das eine Leistung, die sich nicht jeder während eines Auftritts zumutet. Für Pink kein Problem.

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Auch die Botschaften in ihren Songs sind angesagter denn je. In vielen Liedern singt sie über ihre Kindheit in zerrütteten Familienverhältnissen, als sie, rebellisch und auch aufgrund reichhaltigen Drogen- und Alkoholkonsums, sich plötzlich auf der Straße wiederfindet und sich durchboxen muss. Ihre Prämisse: „Ich bin dankbar, wenn ich auch nur ein Mädchen davor bewahrt habe, sich anders, hässlich oder machtlos zu fühlen.“ Anlass für diese klare Haltung ist eine Unterhaltung mit ihrer achtjährigen Tochter Willow Age, die eines Tages zu ihr kommt und ihr vermittelt, sich hässlich und wie ein Junge mit langen Haaren zu fühlen.“ Pink widerspricht ihr.

Tosender Applaus der Fans ist der Dank für diese Belehrung in einer Konzertphase, in der sich die Künstlerin mit mehreren Akustiknummern gerade einmal eine kleine Verschnaufpause gönnt. Dafür fliegen ihr nicht nur symbolisch die Herzen der Zuschauer zu, sondern auch jede Menge Geschenke. Ein liebevoll gebackener Käsekuchen wird ihr ebenso überreicht wie ein pinkes Kuscheltier, für das kurzerhand ein Name gefunden werden muss. Pink bedankt sich spontan, in dem sie bereitwillig Selfies von sich mit den Fans schießt. Das Finale ist dann wieder spektakulär. Bei „So what“ schwebt der Superstar über den Massen, lässt sich dank einer Seilkonstruktion von einem Ende des Stadions zum anderen „chauffieren“, um mit dem finalen „Glitter in the air“ nur in T-Shirt und Jogginghose „Good bye“ zu sagen, bevor der Nachwuchs schon auf sie wartet und die verdiente Kuscheleinheit bekommt.

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