Bielefeld Chaotische Zustände: Polizeieinsatz bei Neustart der Bielefelder Westendparty Jens Reichenbach Bielefeld. OWLs größte Studierendenparty – die bekannte Westendparty – feierte am Mittwochabend ihren Neustart nach der großen Pandemie-Pause. Die Begeisterung dafür war offenbar größer als erwartet. Kurz vor Mitternacht riefen einige der Wartenden die Polizei um Hilfe. Laut Polizeisprecherin Hella Christoph herrschten in der Warteschlange vor dem Lokschuppen chaotische Verhältnisse: „Einige äußerten die Sorge, es könnte eine Panik ausbrechen." Lokschuppen-Veranstalter Sascha Berg bestätigt: „Es waren deutlich mehr als reingepasst hätten. Mit einem Mal waren so viele Wartende vor der Tür, dass wir prophylaktisch räumen lassen mussten." Wie Hella Christoph mitteilte, hatten die Veranstalter vermutet, dass 1.000 Partygänger zur Kultparty am späten Mittwochabend erscheinen würden. „Es waren aber doch deutlich mehr", bestätigt die Polizeisprecherin. Polizei twittert: "Die Westendparty ist wegen Überfüllung geschlossen" Besonders attraktiv könnte das Angebot für Studierende gewesen sein: Bis 0.30 Uhr gilt traditionell für Hochschüler Eintritt frei. Die Warteschlange vor dem Lokschuppen reichte zu diesem Zeitpunkt bereits bis hinunter zur Stadtheider Straße. „Drinnen war alles ganz ruhig", sagt die Polizeisprecherin. „Aber draußen war es nicht sehr geordnet und sehr voll." Um 0.30 Uhr twittert die Polizei: „Aus aktuellem Anlass: Einlass in den Lokschuppen für die Westendparty ist wegen Überfüllung geschlossen. Es kommt bereits zu starkem Gedränge. Bitte sehen Sie von weiterem Zustrom in den Bereich ab. Bitte machen Sie Platz für Einsatzkräfte." Die gleiche Nachricht verbreitet die Behörde auch über ihren Facebook-Kanal: Ab der Rampe mussten alle Wartenden nach Hause gehen Inzwischen hatten die Beamten versucht, die Lage vor Ort zu regeln und die Warteschlange zu sortieren. Schließlich entschieden sich die Veranstalter nach Absprache mit der Polizei, einen Teil der Wartenden nach Hause zu schicken. „Wir haben alle, die noch auf der Rampe und auf dem Parkplatz bis zur Straße standen nach Hause geschickt", erklärt der geschäftsführende Gesellschafter des Lokschuppens. „Das tut mir leid, weil es ja noch sehr früh am Abend war. Bevor wir aber Probleme im oder vor dem Laden bekommen, gab es für uns keine Alternative." Bisherige Partys verliefen ohne Probleme Natürlich wurden nur Besucher unter der Beachtung der 3G-Regeln (geimpft, genesen oder getestet) eingelassen. Am benachbarten Parkplatz stand sogar eine Teststation zur Verfügung. Nur eine Minderheit benötigte noch einen Test. "Mit Abstand die meisten sind geimpft", so Berg. Die Begeisterung für die Rückkehr der Kult-Party war offenbar größer als gedacht. „Wir haben ja schon im September mehrere Partys veranstaltet. Alle ausverkauft, keinerlei Probleme. Deshalb haben wir mit einem solchen Ansturm nicht gerechnet." Die Polizei verhinderte, das Abgewiesene zurückkehren konnten Offenbar war es eine der Corona-Nachwirkungen, für die keiner bisher Erfahrungen habe, sagt der Betriebsleiter. Er vermutet, dass nach der langen Zeit des Distanzlernens wieder sehr viel mehr Studierende in der Stadt sind. „Richtig erklären können wir diesen Ansturm trotzdem nicht." Nach Angaben der Polizei gab es anschließend keine Schwierigkeiten mehr. „Um 1.30 Uhr war wieder alles ruhig", so Christoph. Sascha Berg betont: „Ich war begeistert, wie schnell die Polizei geräumt hat und dass die Beamten auch nach der Räumung vor Ort geblieben ist. Sonst hätten die Besucher ja nachher zurückkehren können. Aber das war nicht der Fall."
Bielefeld

Chaotische Zustände: Polizeieinsatz bei Neustart der Bielefelder Westendparty

Die berühmte Westendparty findet die regelmäßig im Lokschuppen statt. © Mirko Friebe

Bielefeld. OWLs größte Studierendenparty – die bekannte Westendparty – feierte am Mittwochabend ihren Neustart nach der großen Pandemie-Pause. Die Begeisterung dafür war offenbar größer als erwartet. Kurz vor Mitternacht riefen einige der Wartenden die Polizei um Hilfe. Laut Polizeisprecherin Hella Christoph herrschten in der Warteschlange vor dem Lokschuppen chaotische Verhältnisse: „Einige äußerten die Sorge, es könnte eine Panik ausbrechen."

Lokschuppen-Veranstalter Sascha Berg bestätigt: „Es waren deutlich mehr als reingepasst hätten. Mit einem Mal waren so viele Wartende vor der Tür, dass wir prophylaktisch räumen lassen mussten." Wie Hella Christoph mitteilte, hatten die Veranstalter vermutet, dass 1.000 Partygänger zur Kultparty am späten Mittwochabend erscheinen würden. „Es waren aber doch deutlich mehr", bestätigt die Polizeisprecherin.

Polizei twittert: "Die Westendparty ist wegen Überfüllung geschlossen"


Besonders attraktiv könnte das Angebot für Studierende gewesen sein: Bis 0.30 Uhr gilt traditionell für Hochschüler Eintritt frei. Die Warteschlange vor dem Lokschuppen reichte zu diesem Zeitpunkt bereits bis hinunter zur Stadtheider Straße. „Drinnen war alles ganz ruhig", sagt die Polizeisprecherin. „Aber draußen war es nicht sehr geordnet und sehr voll."

Um 0.30 Uhr twittert die Polizei: „Aus aktuellem Anlass: Einlass in den Lokschuppen für die Westendparty ist wegen Überfüllung geschlossen. Es kommt bereits zu starkem Gedränge. Bitte sehen Sie von weiterem Zustrom in den Bereich ab. Bitte machen Sie Platz für Einsatzkräfte."

Die gleiche Nachricht verbreitet die Behörde auch über ihren Facebook-Kanal:

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Ab der Rampe mussten alle Wartenden nach Hause gehen

Inzwischen hatten die Beamten versucht, die Lage vor Ort zu regeln und die Warteschlange zu sortieren. Schließlich entschieden sich die Veranstalter nach Absprache mit der Polizei, einen Teil der Wartenden nach Hause zu schicken. „Wir haben alle, die noch auf der Rampe und auf dem Parkplatz bis zur Straße standen nach Hause geschickt", erklärt der geschäftsführende Gesellschafter des Lokschuppens.

„Das tut mir leid, weil es ja noch sehr früh am Abend war. Bevor wir aber Probleme im oder vor dem Laden bekommen, gab es für uns keine Alternative."

Bisherige Partys verliefen ohne Probleme

Natürlich wurden nur Besucher unter der Beachtung der 3G-Regeln (geimpft, genesen oder getestet) eingelassen. Am benachbarten Parkplatz stand sogar eine Teststation zur Verfügung. Nur eine Minderheit benötigte noch einen Test. "Mit Abstand die meisten sind geimpft", so Berg.

Die Begeisterung für die Rückkehr der Kult-Party war offenbar größer als gedacht. „Wir haben ja schon im September mehrere Partys veranstaltet. Alle ausverkauft, keinerlei Probleme. Deshalb haben wir mit einem solchen Ansturm nicht gerechnet."

Die Polizei verhinderte, das Abgewiesene zurückkehren konnten

Offenbar war es eine der Corona-Nachwirkungen, für die keiner bisher Erfahrungen habe, sagt der Betriebsleiter. Er vermutet, dass nach der langen Zeit des Distanzlernens wieder sehr viel mehr Studierende in der Stadt sind. „Richtig erklären können wir diesen Ansturm trotzdem nicht."

Nach Angaben der Polizei gab es anschließend keine Schwierigkeiten mehr. „Um 1.30 Uhr war wieder alles ruhig", so Christoph. Sascha Berg betont: „Ich war begeistert, wie schnell die Polizei geräumt hat und dass die Beamten auch nach der Räumung vor Ort geblieben ist. Sonst hätten die Besucher ja nachher zurückkehren können. Aber das war nicht der Fall."

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