Spenge Polizei sucht nach DNA-Spuren im Bankraub-Tunnel Die Ermittler hoffen Spuren von den Tätern zu finden. Die hatten einen acht Meter langen unterirdischen Zugang gegraben, um in die Volksbank in Spenge einzubrechen. Ekkehard Wind Spenge. Passanten bleiben vor der Volksbank in Spenge stehen und schauen neugierig auf das weiße Zelt, mit dem die Polizei den Tatort abschirmt. Am Tag zuvor war hier ein rund acht Meter langer Tunnel entdeckt worden. Unbekannte Täter haben ihn in wochenlanger Arbeit gegraben, um in das Volksbankgebäude an der Poststraße einzudringen. Durch einen Zufall flog das Vorhaben auf. Experten aus Bielefeld Die Ermittlungen der Polizei Herford laufen auf Hochtouren. Bei ihrer Arbeit werden sie von Experten des Bielefelder Polizeipräsidiums unterstützt. "Die Kollegen müssen dabei vorsichtig vorgehen, denn man weiß nicht, wie stabil der Tunnel ist", sagte Herfords Polizeisprecherin Simone Lah-Schnier am Mittwoch. Die Polizei hat daher im Vorfeld einen Architekten zu Rate gezogen. Die Ermittler suchen nach Fußabdrücken und möglichen DNA-Spuren an diversen Werkzeugen, die sie im Tunnel vorfanden. Der Coup flog auf In dem rund acht Meter langen Tunnel waren die Täter schon bis zur Hauswand des Volksbank-Gebäudes vorgestoßen. "Die eigentliche Wand war noch nicht angebohrt", sagte die Polizeisprecherin. Dies hatten die Täter offenbar in den nächsten Tagen vor, wird vermutet. Doch aus dem sorgfältig geplanten filmreifen Coup wurde nichts. Durch Absackungen des Pflasters in der Pkw-Zufahrt direkt neben dem Volksbank-Gebäude war der Einbruchsversuch aufgeflogen. Zunächst ging man von einem Schaden am Kanal aus. Eine Fachfirma stieß bei ihren Reparaturarbeiten in rund zwei Metern Tiefe dann aber auf den Tunnel der Bankräuber. Von einem benachbarten Strom-Trafo-Häuschen des Unternehmens Westfalen Weser verschafften sich die Täter einen unterirdischen Zugang in zwei Metern Tiefe. Die Arbeiten blieben unentdeckt. Im Tunnel fanden die Ermittler ein hochprofessionelles Bohrgerät. Mit einem Kernbohrer haben die Unbekannten ihren Tunnel offenbar vorangetrieben und standen kurz davor, die Hauswand zu durchbrechen.
Spenge

Polizei sucht nach DNA-Spuren im Bankraub-Tunnel

So sieht es in dem Tunnel aus, den die Täter gegraben haben. © Polizei Kreis Herford

Spenge. Passanten bleiben vor der Volksbank in Spenge stehen und schauen neugierig auf das weiße Zelt, mit dem die Polizei den Tatort abschirmt. Am Tag zuvor war hier ein rund acht Meter langer Tunnel entdeckt worden. Unbekannte Täter haben ihn in wochenlanger Arbeit gegraben, um in das Volksbankgebäude an der Poststraße einzudringen. Durch einen Zufall flog das Vorhaben auf.

Experten aus Bielefeld

Die Ermittlungen der Polizei Herford laufen auf Hochtouren. Bei ihrer Arbeit werden sie von Experten des Bielefelder Polizeipräsidiums unterstützt. "Die Kollegen müssen dabei vorsichtig vorgehen, denn man weiß nicht, wie stabil der Tunnel ist", sagte Herfords Polizeisprecherin Simone Lah-Schnier am Mittwoch. Die Polizei hat daher im Vorfeld einen Architekten zu Rate gezogen. Die Ermittler suchen nach Fußabdrücken und möglichen DNA-Spuren an diversen Werkzeugen, die sie im Tunnel vorfanden.

Den Tunnel-Tatort hat die Polizei durch ein Zelt abgeschirmt. - © Ekkehard Wind
Den Tunnel-Tatort hat die Polizei durch ein Zelt abgeschirmt. - © Ekkehard Wind

Der Coup flog auf

In dem rund acht Meter langen Tunnel waren die Täter schon bis zur Hauswand des Volksbank-Gebäudes vorgestoßen. "Die eigentliche Wand war noch nicht angebohrt", sagte die Polizeisprecherin. Dies hatten die Täter offenbar in den nächsten Tagen vor, wird vermutet. Doch aus dem sorgfältig geplanten filmreifen Coup wurde nichts. Durch Absackungen des Pflasters in der Pkw-Zufahrt direkt neben dem Volksbank-Gebäude war der Einbruchsversuch aufgeflogen. Zunächst ging man von einem Schaden am Kanal aus. Eine Fachfirma stieß bei ihren Reparaturarbeiten in rund zwei Metern Tiefe dann aber auf den Tunnel der Bankräuber.

Von einem benachbarten Strom-Trafo-Häuschen des Unternehmens Westfalen Weser verschafften sich die Täter einen unterirdischen Zugang in zwei Metern Tiefe. Die Arbeiten blieben unentdeckt. Im Tunnel fanden die Ermittler ein hochprofessionelles Bohrgerät. Mit einem Kernbohrer haben die Unbekannten ihren Tunnel offenbar vorangetrieben und standen kurz davor, die Hauswand zu durchbrechen.

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