Polizei im Sondereinsatz: 1.000 Menschen im Bielefelder Bürgerpark - Siegfriedplatz geräumt Charlotte Mahncke,Alexandra Buck Bielefeld. Die Polizei ist am Freitagabend mit einem Großaufgebot vor allem im Bürgerpark und dem Kunsthallenpark unterwegs gewesen. Auch zum Siegfriedplatz rückten die Beamten aus. Rund 1.000 Personen hatten sich gegen 23 Uhr im Bürgerpark versammelt, um das schönes Wetter zu genießen und Alkohol zu trinken. Polizei und Ordnungsamt versuchten, dafür zu sorgen, dass der Sommerspaß nicht aus dem Ruder läuft. Beamte patrouillieren: "Schwerpunkteinsatz" wirkt Immer wieder patrouillierten die Polizeibeamten durch den Park, kontrollierten und ermahnten einzelne Gruppen. Wobei deutlich wurde, dass niemand so recht weiß, welche Regeln denn nun genau gelten. Einige der jungen Leute beschwerten sich, sie seien nicht wirklich über die aktuellen Vorschriften aufgeklärt. Der Park war gegen Mitternacht komplett voll, es war sehr laut und es wurde gepöbelt - auffällig war, dass hier besonders große Gruppen unterwegs waren. Ruhiger ging es im Kunsthallenpark zu, dort saßen meist kleinere Gruppen beieinander, es war aber auch sehr voll, geschätzt 200 Leute waren da. Siegfriedplatz um 1 Uhr geräumt Wie die Polizeileitstelle am Samstagmorgen auf Anfrage von nw.de berichtet, blieb die Lage nach ersten Erkenntnissen mutmaßlich aufgrund des "Schwerpunkteinsatzes", also der massiven Präsenz von Ordnungskräften, in der Nacht insgesamt ruhig. Wegen Randale oder allzu wilder Pöbeleien wie etwa in den Vorwochen mussten die Beamten nicht eingreifen. Allerdings mussten Hunderte, die sich gegen 1 Uhr am frühen Samstagmorgen noch auf dem Siegfriedplatz im Bielefelder Westen aufhielten, das Areal verlassen (Video: Paul Brinkmann). Die Beamten schritten wegen Ruhestörung ein, hieß es vor Ort. Die aktuellen Corona-Regeln im Freien Die aktuelle Regellage stellt sich übrigens wie folgt dar: Laut Coronaschutzverordnung gilt seit dem 12. Juni, dass Treffen im öffentlichen Raum ohne Begrenzung erlaubt sind für Angehörige aus fünf Haushalten, außerdem für bis zu 100 Personen aus beliebig vielen Haushalten - aber mit Test. Nach dem Kunsthallenpark im vergangenen Sommer entwickelte sich jüngst der Bürgerpark zum Problemort: Lautstarke Feiern und mächtig viel Müll sorgen seit Wochen für viel Verdruss bei den Anwohnern des Parks zwischen Stapenhorst- und Wertherstraße direkt neben der Oetkerhalle. Besonders zu nächtlicher Stunde wird es immer problematischer im Bürgerpark. Das mussten bereits am vergangenen Wochenende Polizei und Ordnungsamt feststellen - zum wiederholten Mal. Anwohner mit den Nerven am Ende Die Einsatzkräfte konnten am ersten Wochenende mit Corona-Lockerungen den vielen Einsätzen in der Stadt zum Teil nicht mehr nachkommen. Verärgerte Anwohner, die den Notruf getätigt hatten, warteten vergeblich auf einen Streifenwagen. Ihr Problem konnte nicht zeitnah gelöst werden. So, wie sich die Situation darstellte, standen zu wenig Beamte bereit, um für die Bürger berechtigte Probleme zu lösen. Immer mehr Jugendliche und Heranwachsende zogen in den Bürgerpark, um dort zu feiern, zu trinken und zu lärmen. Es soll seinerzeit auch zum Einsatz von Pyrotechnik gekommen sein. Die Anwohner berichten von untragbaren Zuständen: "Hier ist nachts teilweise nicht mehr an Schlafen zu denken aktuell. Egal ob in der Woche oder am Wochenende. Und wenn ich morgens mit dem Hund zum Oetkerpark gehe, ist es eigentlich nur ein Spießrutenlauf zwischen Müll und Scherben. Auch im Park", berichtet eine Frau.

Polizei im Sondereinsatz: 1.000 Menschen im Bielefelder Bürgerpark - Siegfriedplatz geräumt

Die Polizei ist vor Ort. © Charlotte Mahncke

Bielefeld. Die Polizei ist am Freitagabend mit einem Großaufgebot vor allem im Bürgerpark und dem Kunsthallenpark unterwegs gewesen. Auch zum Siegfriedplatz rückten die Beamten aus.

Rund 1.000 Personen hatten sich gegen 23 Uhr im Bürgerpark versammelt, um das schönes Wetter zu genießen und Alkohol zu trinken. Polizei und Ordnungsamt versuchten, dafür zu sorgen, dass der Sommerspaß nicht aus dem Ruder läuft.

Beamte patrouillieren: "Schwerpunkteinsatz" wirkt

Volles Haus am Bürgerpark. - © Charlotte Mahncke
Volles Haus am Bürgerpark. - © Charlotte Mahncke

Immer wieder patrouillierten die Polizeibeamten durch den Park, kontrollierten und ermahnten einzelne Gruppen. Wobei deutlich wurde, dass niemand so recht weiß, welche Regeln denn nun genau gelten. Einige der jungen Leute beschwerten sich, sie seien nicht wirklich über die aktuellen Vorschriften aufgeklärt.

Der Park war gegen Mitternacht komplett voll, es war sehr laut und es wurde gepöbelt - auffällig war, dass hier besonders große Gruppen unterwegs waren. Ruhiger ging es im Kunsthallenpark zu, dort saßen meist kleinere Gruppen beieinander, es war aber auch sehr voll, geschätzt 200 Leute waren da.

Siegfriedplatz um 1 Uhr geräumt

Wie die Polizeileitstelle am Samstagmorgen auf Anfrage von nw.de berichtet, blieb die Lage nach ersten Erkenntnissen mutmaßlich aufgrund des "Schwerpunkteinsatzes", also der massiven Präsenz von Ordnungskräften, in der Nacht insgesamt ruhig. Wegen Randale oder allzu wilder Pöbeleien wie etwa in den Vorwochen mussten die Beamten nicht eingreifen.

Allerdings mussten Hunderte, die sich gegen 1 Uhr am frühen Samstagmorgen noch auf dem Siegfriedplatz im Bielefelder Westen aufhielten, das Areal verlassen (Video: Paul Brinkmann). Die Beamten schritten wegen Ruhestörung ein, hieß es vor Ort.

Die aktuellen Corona-Regeln im Freien

Die aktuelle Regellage stellt sich übrigens wie folgt dar: Laut Coronaschutzverordnung gilt seit dem 12. Juni, dass Treffen im öffentlichen Raum ohne Begrenzung erlaubt sind für Angehörige aus fünf Haushalten, außerdem für bis zu 100 Personen aus beliebig vielen Haushalten - aber mit Test.

Nach dem Kunsthallenpark im vergangenen Sommer entwickelte sich jüngst der Bürgerpark zum Problemort: Lautstarke Feiern und mächtig viel Müll sorgen seit Wochen für viel Verdruss bei den Anwohnern des Parks zwischen Stapenhorst- und Wertherstraße direkt neben der Oetkerhalle. Besonders zu nächtlicher Stunde wird es immer problematischer im Bürgerpark. Das mussten bereits am vergangenen Wochenende Polizei und Ordnungsamt feststellen - zum wiederholten Mal.

Anwohner mit den Nerven am Ende

Die Einsatzkräfte konnten am ersten Wochenende mit Corona-Lockerungen den vielen Einsätzen in der Stadt zum Teil nicht mehr nachkommen. Verärgerte Anwohner, die den Notruf getätigt hatten, warteten vergeblich auf einen Streifenwagen. Ihr Problem konnte nicht zeitnah gelöst werden.

So, wie sich die Situation darstellte, standen zu wenig Beamte bereit, um für die Bürger berechtigte Probleme zu lösen. Immer mehr Jugendliche und Heranwachsende zogen in den Bürgerpark, um dort zu feiern, zu trinken und zu lärmen. Es soll seinerzeit auch zum Einsatz von Pyrotechnik gekommen sein.

Die Anwohner berichten von untragbaren Zuständen: "Hier ist nachts teilweise nicht mehr an Schlafen zu denken aktuell. Egal ob in der Woche oder am Wochenende. Und wenn ich morgens mit dem Hund zum Oetkerpark gehe, ist es eigentlich nur ein Spießrutenlauf zwischen Müll und Scherben. Auch im Park", berichtet eine Frau.

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