Bielefeld Planung für Neubau der ICE-Strecke Bielefeld - Hannover soll beginnen Bielefeld. Noch in diesem Jahr soll die Planung für die ICE-Neubaustrecke zwischen Bielefeld und Hannover beginnen, mit der, wie berichtet, die Fahrzeit zwischen beiden Städten auf rund 30 Minuten sinkt. Vorgesehen seien eine Planungsvereinbarung und eine frühe Bürgerbeteiligung, teilte das Bundesverkehrsministerium mit. Der Ausbau der Strecke sei wichtig für den geplanten „Deutschlandtakt" mit häufigeren und schnelleren Verbindungen. Dafür wurde Ende Juni ein Zielfahrplanentwurf bestätigt, der festlegt, wie schnell die Züge auf bestimmten Strecken fahren müssen, damit es mit einem schnellen Umstieg an Knotenbahnhöfen klappt. Ziel des Ausbaus zwischen Bielefeld und Hannover ist es, innerhalb von vier Stunden von Berlin nach Köln zu kommen, bisher benötigt der Zug noch vier Stunden und 20 Minuten. Zwischen Hannover und Bielefeld muss dafür mit Tempo 300 gefahren werden, um in unter einer Stunde von Hannover nach Hamm zu kommen. Dies ist erforderlich, damit in diesen beiden Knotenbahnhöfen der Umstieg in andere Regionen funktioniert und alle von dem schnellen Zug profitieren. Zwischen Hannover und Hamm ist die Bahn dafür derzeit noch zu langsam, die Fahrzeit beträgt im Moment 1:19 bis 1:34 Stunden. Im Verlaufe der Bürgerbeteiligung und Planung soll herausgearbeitet werden, wo die neuen Gleise am besten verlegt werden können, um den nun festgelegten Fahrzeitgewinn zu realisieren, und gleichzeitig die Belange von Anwohnern und Umwelt zu berücksichtigen. In der Region gibt es seit längerem Widerstand gegen eine Neubautrasse, bevorzugt wird ein Ausbau möglichst dicht neben der bestehenden Trasse. Damit aber lässt sich aufgrund der kurvenreichen Streckenführung  nicht der nötige Zeitgewinn erreichen. Für das Bahnprojekt sind knapp 1,9 Milliarden Euro veranschlagt. Es soll auch den Regionalverkehr verbessern, der sich die Gleise dann nicht mehr mit ICE-Zügen teilen muss. Deshalb hat sich auch der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe klar zu einem Neubau der ICE-Strecke Bielefeld-Hannover bekannt. Test einer automatischen Kupplung Die Deutsche Bahn testet in den kommenden Monaten erstmals die sogenannte Digitale Automatische Kupplung (DAK) im Schienen-Güterverkehr. An den Tests beteiligen sich fünf weitere staatliche und private Güterverkehrsunternehmen unter anderem aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Frankreich. Die zuständige DB-Vorständin Sabina Jeschke sprach von einer „Revolution für den Güterverkehr", wenn die Technik einmal in ganz Europa eingeführt sei. Die Einführung der Kupplung gilt als wichtiger technischer Schritt, um etwa in Deutschland den Anteil der Schiene am gesamten Güterverkehr von derzeit 19 auf 25 Prozent in den nächsten zehn Jahren zu steigern. (dpa)
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Planung für Neubau der ICE-Strecke Bielefeld - Hannover soll beginnen

Der ICE zwischen Bielefeld und Hannover soll nach dem Willen der Koalition künftig 300 km/h fahren. Dafür ist ein Neubau der Trasse unausweichlich. © picture alliance

Bielefeld. Noch in diesem Jahr soll die Planung für die ICE-Neubaustrecke zwischen Bielefeld und Hannover beginnen, mit der, wie berichtet, die Fahrzeit zwischen beiden Städten auf rund 30 Minuten sinkt. Vorgesehen seien eine Planungsvereinbarung und eine frühe Bürgerbeteiligung, teilte das Bundesverkehrsministerium mit.

Der Ausbau der Strecke sei wichtig für den geplanten „Deutschlandtakt" mit häufigeren und schnelleren Verbindungen. Dafür wurde Ende Juni ein Zielfahrplanentwurf bestätigt, der festlegt, wie schnell die Züge auf bestimmten Strecken fahren müssen, damit es mit einem schnellen Umstieg an Knotenbahnhöfen klappt.

Ziel des Ausbaus zwischen Bielefeld und Hannover ist es, innerhalb von vier Stunden von Berlin nach Köln zu kommen, bisher benötigt der Zug noch vier Stunden und 20 Minuten. Zwischen Hannover und Bielefeld muss dafür mit Tempo 300 gefahren werden, um in unter einer Stunde von Hannover nach Hamm zu kommen.

Dies ist erforderlich, damit in diesen beiden Knotenbahnhöfen der Umstieg in andere Regionen funktioniert und alle von dem schnellen Zug profitieren. Zwischen Hannover und Hamm ist die Bahn dafür derzeit noch zu langsam, die Fahrzeit beträgt im Moment 1:19 bis 1:34 Stunden.

Im Verlaufe der Bürgerbeteiligung und Planung soll herausgearbeitet werden, wo die neuen Gleise am besten verlegt werden können, um den nun festgelegten Fahrzeitgewinn zu realisieren, und gleichzeitig die Belange von Anwohnern und Umwelt zu berücksichtigen.

In der Region gibt es seit längerem Widerstand gegen eine Neubautrasse, bevorzugt wird ein Ausbau möglichst dicht neben der bestehenden Trasse. Damit aber lässt sich aufgrund der kurvenreichen Streckenführung  nicht der nötige Zeitgewinn erreichen. Für das Bahnprojekt sind knapp 1,9 Milliarden Euro veranschlagt. Es soll auch den Regionalverkehr verbessern, der sich die Gleise dann nicht mehr mit ICE-Zügen teilen muss. Deshalb hat sich auch der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe klar zu einem Neubau der ICE-Strecke Bielefeld-Hannover bekannt.

Test einer automatischen Kupplung

Die Deutsche Bahn testet in den kommenden Monaten erstmals die sogenannte Digitale Automatische Kupplung (DAK) im Schienen-Güterverkehr.

An den Tests beteiligen sich fünf weitere staatliche und private Güterverkehrsunternehmen unter anderem aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Frankreich.

Die zuständige DB-Vorständin Sabina Jeschke sprach von einer „Revolution für den Güterverkehr", wenn die Technik einmal in ganz Europa eingeführt sei.

Die Einführung der Kupplung gilt als wichtiger technischer Schritt, um etwa in Deutschland den Anteil der Schiene am gesamten Güterverkehr von derzeit 19 auf 25 Prozent in den nächsten zehn Jahren zu steigern. (dpa)

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