Personal und Patienten infiziert: Prekäre Lage in den Krankenhäusern Lübbecke und Rahden Frank Hartmann Lübbecke/Rahden (nw). Die Krankenhäuser in Lübbecke und Rahden sind – wie die Kommunen Espelkamp, Preußisch Oldendorf und Lübbecke – in den Fokus von Mühlenkreiskliniken (MKK) und Kreis Minden-Lübbecke geraten. Hintergrund ist die auffällig hohe Zahl an aktiven Corona-Fällen pro 10.000 Einwohner. Diese war bereits Thema in der Pressekonferenz am Donnerstag in Minden mit Landrätin Anna Bölling. Die Redaktion hat bei den MKK-Sprecher Christian Busse nachgefragt. Herr Busse, wie haben sich die genannten 13 Mitarbeiter des Krankenhauses Lübbecke, in dem vermutlich höchste Schutzstandards gelten, infiziert? Die Kommunen Lübbecke, Pr. Oldendorf und Espelkamp haben eine sehr hohe Zahl an Covid-Erkrankten. Die Zahl der aktiven Fälle auf 10.000 Einwohner liegt in Espelkamp beispielsweise mehr als doppelt so hoch wie in Minden und sogar fünfmal so hoch wie in Porta Westfalica. Es ist selbstverständlich, dass diese Entwicklung auch Auswirkungen auf die Krankenhäuser in der Region hat. Das betrifft Patientinnen und Patienten, aber auch Mitarbeitende. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen am sozialen Leben unter den aktuell geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen teil. Dort kommt es leider auch zu Ansteckungen und Erkrankungen. In welchen Abteilungen haben die Mitarbeiter gearbeitet? Es gibt in den Städten nicht ein Ausbruchsgeschehen, sondern ein diffuses Infektionsgeschehen. Das gilt auch für das Krankenhaus Lübbecke. Sind auch Ärzte unter den Infizierten? Ja, es sind alle Berufsgruppen betroffen. Am Krankenhaus Lübbecke werden Kapazitäten reduziert und weniger Patienten angenommen. Was bedeutet das? Das Krankenhaus Lübbecke steht für die Patientenversorgung uneingeschränkt zur Verfügung. Es werden jedoch bestimmte elektive Behandlungen und Operationen derzeit verschoben oder in anderen Einrichtungen der Mühlenkreiskliniken vorgenommen. Warum werden aus Doppelzimmern Einzelzimmer? Ziel aller Bemühungen ist es, die Kontakte so weit es geht zu reduzieren. Das gilt selbstverständlich auch für unsere Patienten. Aus diesem Grund haben wir mehr Einzelzimmer geschaffen. Und welche schärferen Regeln gelten ab sofort in den Krankenhäusern in Lübbecke und Rahden? Die Hygienemaßnahmen sind sowohl am Krankenhaus Rahden als auch am Krankenhaus Lübbecke unter fachlicher Leitung des Instituts für Krankenhaushygiene der Mühlenkreiskliniken verschärft worden. Mitarbeiter tragen beispielsweise FFP2-Masken. Wie viele Mitarbeiter des Krankenhauses Rahden außer den drei am Donnerstag genannten sind infiziert? Alle durchgeführten Tests bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind negativ. Die Zahl bleibt also bei drei. Bezieht sich die am Donnerstag gemachte Aussage, dass alle Mitarbeiter und Patienten getestet werden, allein auf das Krankenhaus Rahden? Ja. Im Krankenhaus Lübbecke handelt es sich um eine diffuse Situation. Seit einiger Zeit werden umfangreiche Testungen ganzer Bereiche und Stationen durchgeführt, sodass am Donnerstag keine komplette Testung vorgenommen werden musste. Im Übrigen sind im Rahmen der nationalen Teststrategie die Mitarbeitenden in besonders gefährdeten Bereichen verpflichtet, sich wöchentlich testen zu lassen. Darüber hinaus gibt es seit dem Frühjahr für alle Mitarbeiter die Möglichkeit, sich freiwillig jederzeit kostenfrei auf eine SARS-CoV-2-Infektion testen zu lassen. Und wie sind die Ergebnisse der Corona-Tests in Rahden ausgefallen? Alle Testungen bei Mitarbeitern am Krankenhaus Rahden waren negativ. Zwei weitere Patienten wurden hingegen positiv getestet. Sie wurden isoliert und zur weiteren Behandlung auf die Covid-Station ins Johannes Wesling Klinikum verlegt.

Personal und Patienten infiziert: Prekäre Lage in den Krankenhäusern Lübbecke und Rahden

Im Krankenhaus Lübbecke haben sich 13 Mitarbeiter mit Corona infiziert. Foto: Mühlenkreiskliniken © mm

Lübbecke/Rahden (nw). Die Krankenhäuser in Lübbecke und Rahden sind – wie die Kommunen Espelkamp, Preußisch Oldendorf und Lübbecke – in den Fokus von Mühlenkreiskliniken (MKK) und Kreis Minden-Lübbecke geraten. Hintergrund ist die auffällig hohe Zahl an aktiven Corona-Fällen pro 10.000 Einwohner. Diese war bereits Thema in der Pressekonferenz am Donnerstag in Minden mit Landrätin Anna Bölling. Die Redaktion hat bei den MKK-Sprecher Christian Busse nachgefragt.

Herr Busse, wie haben sich die genannten 13 Mitarbeiter des Krankenhauses Lübbecke, in dem vermutlich höchste Schutzstandards gelten, infiziert?

Die Kommunen Lübbecke, Pr. Oldendorf und Espelkamp haben eine sehr hohe Zahl an Covid-Erkrankten. Die Zahl der aktiven Fälle auf 10.000 Einwohner liegt in Espelkamp beispielsweise mehr als doppelt so hoch wie in Minden und sogar fünfmal so hoch wie in Porta Westfalica. Es ist selbstverständlich, dass diese Entwicklung auch Auswirkungen auf die Krankenhäuser in der Region hat. Das betrifft Patientinnen und Patienten, aber auch Mitarbeitende. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen am sozialen Leben unter den aktuell geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen teil. Dort kommt es leider auch zu Ansteckungen und Erkrankungen.

In welchen Abteilungen haben die Mitarbeiter gearbeitet?

Es gibt in den Städten nicht ein Ausbruchsgeschehen, sondern ein diffuses Infektionsgeschehen. Das gilt auch für das Krankenhaus Lübbecke.

Sind auch Ärzte unter den Infizierten?

Ja, es sind alle Berufsgruppen betroffen.

Am Krankenhaus Lübbecke werden Kapazitäten reduziert und weniger Patienten angenommen. Was bedeutet das?

Das Krankenhaus Lübbecke steht für die Patientenversorgung uneingeschränkt zur Verfügung. Es werden jedoch bestimmte elektive Behandlungen und Operationen derzeit verschoben oder in anderen Einrichtungen der Mühlenkreiskliniken vorgenommen.

Warum werden aus Doppelzimmern Einzelzimmer?

Ziel aller Bemühungen ist es, die Kontakte so weit es geht zu reduzieren. Das gilt selbstverständlich auch für unsere Patienten. Aus diesem Grund haben wir mehr Einzelzimmer geschaffen.

Und welche schärferen Regeln gelten ab sofort in den Krankenhäusern in Lübbecke und Rahden?

Die Hygienemaßnahmen sind sowohl am Krankenhaus Rahden als auch am Krankenhaus Lübbecke unter fachlicher Leitung des Instituts für Krankenhaushygiene der Mühlenkreiskliniken verschärft worden. Mitarbeiter tragen beispielsweise FFP2-Masken.

Wie viele Mitarbeiter des Krankenhauses Rahden außer den drei am Donnerstag genannten sind infiziert?

Alle durchgeführten Tests bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind negativ. Die Zahl bleibt also bei drei.

Bezieht sich die am Donnerstag gemachte Aussage, dass alle Mitarbeiter und Patienten getestet werden, allein auf das Krankenhaus Rahden?

Ja. Im Krankenhaus Lübbecke handelt es sich um eine diffuse Situation. Seit einiger Zeit werden umfangreiche Testungen ganzer Bereiche und Stationen durchgeführt, sodass am Donnerstag keine komplette Testung vorgenommen werden musste. Im Übrigen sind im Rahmen der nationalen Teststrategie die Mitarbeitenden in besonders gefährdeten Bereichen verpflichtet, sich wöchentlich testen zu lassen. Darüber hinaus gibt es seit dem Frühjahr für alle Mitarbeiter die Möglichkeit, sich freiwillig jederzeit kostenfrei auf eine SARS-CoV-2-Infektion testen zu lassen.

Und wie sind die Ergebnisse der Corona-Tests in Rahden ausgefallen?

Alle Testungen bei Mitarbeitern am Krankenhaus Rahden waren negativ. Zwei weitere Patienten wurden hingegen positiv getestet. Sie wurden isoliert und zur weiteren Behandlung auf die Covid-Station ins Johannes Wesling Klinikum verlegt.

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