Pandemie verstärkt Effekt: Eltern sorgen für Impflücken Carolin Nieder-Entgelmeier Genf/Bielefeld. Die Kinderimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten sind wegen der Pandemie deutlich zurückgegangen. Beim Impfstoff gegen Masern hätten zudem mehr als 60 Länder Lieferungsprobleme gemeldet, berichten das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation. Problematisch sei die Sorge vieler Eltern, dass sich ihre Kinder beim Arztbesuch mit dem Coronavirus infizieren. Auch in Deutschland meldeten Kinderärzte in den vergangenen Monaten immer wieder Lieferungsprobleme, aktuell sind nach Angaben der Bielefelder Kinderärzte Marcus Heidemann und Sascha Kummer jedoch alle Stoffe vorhanden. Wenn Kinder hierzulande nicht geimpft werden, geht das in der Regel auf die Weigerung der Eltern zurück. Die weitaus meisten Kinder in Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts umfassend geimpft. Demnach liegen die Impfquoten für lange etablierte Immunisierungen gegen Diphtherie, Tetanus, Polio, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ b oder Hepatitis B in den vergangenen zehn Jahren mit mehr als 90 Prozent auf hohem Niveau. Die Quoten bei der ersten Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln liegen seit zehn Jahren bei 95 Prozent, bei der zweiten Impfung stieg die Quote von 90 auf 93 Prozent. Bei den Kinderschutzimpfungen gegen Windpocken, Meningokokken und Pneumokokken werden zum Zeitpunkt des Schuleintritts demnach insgesamt steigende Quoten registriert. Sie liegen jedoch in fast allen Fällen noch unter 90 Prozent. Trotzdem kommt es in Deutschland aufgrund von Impflücken immer wieder zu lokalen Ausbrüchen. Im vergangenen Jahr gab es in Westfalen-Lippe laut AOK Nordwest beispielsweise mit 2.643 Infektionsfällen deutlich mehr Rotavirus-Fälle als 2018 mit 1.529 Fällen. Auf Bundesebene gab es 2019 im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von über 56 Prozent. Rotaviren verursachen Erkrankungen mit Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen. „Wir könnten in Deutschland schon sehr viel weiter sein, doch seit Jahren gibt es eine Gruppe von Eltern, die Impfungen ihrer Kinder ablehnen“, erklärt der Bielefelder Kinderarzt Marcus Heidemann, Vorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Westfalen-Lippe. „Es gibt es eine kleine Gruppe von Impfgegnern, die sich auch im Gespräch mit Ärzten nicht überzeugen lässt. Sie haben häufig radikale Ansichten und hängen verschiedenen Verschwörungstheorien an.“ Diese Klientel sucht nach Heidemanns Erfahrung gezielt nach Ärzten, die sich selbst als impfkritisch bezeichnen oder individuelle Impfaufklärung anbieten, die sie dann mit Pseudowissenschaft belegen. „Dabei ist jeder Arztbesuch individuell“, so Heidemann. Im Internet führen Eltern Listen von Ärzten, die Kinder nicht oder nur unzureichend impfen. Auch in OWL praktizieren Mediziner so. „Es sind nur wenige, aber Impfgegner tauschen sich aus.“ Als deutlich größere Gruppe erlebt Heidemann verunsicherte Eltern, die Informationen über Impfungen und angebliche Schäden aus dem Internet nicht einordnen können. „Das größte Problem dabei ist, dass die Impfdebatte häufig emotional und nicht sachlich geführt wird“, erklärt der Bielefelder Kinderarzt Sascha Kummer. „Die meisten Eltern haben schwere Komplikationen vieler Krankheiten, gegen die man seine Kinder mit einer Impfung schützen kann, nicht erlebt oder gesehen. Das sind Folgen einer Wohlfühlgesellschaft.“ Impflücken gibt es nach Angaben Heidemanns auch bei Migranten. „Das gilt allerdings nicht grundsätzlich, sondern nur für die Familien, die nicht gut integriert sind und damit oftmals von der Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind. Betroffen sind häufig Familien vom Balkan, dessen Kinder oft einen schlechteren Impfstatus aufweisen als Kinder aus afrikanischen Heimatländern.“ Familien, die aus Krisengebieten nach Deutschland kommen, zeigen laut Heidemann hingegen große Dankbarkeit. Angst davor, sich in der Arztpraxis mit dem Coronavirus zu infizieren, bemerken Heidemann und Kummer bei den Eltern in ihrer Praxis nicht. „Im März und April ist die Zahl der Patienten deutlich gesunken, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Akutfälle wurden weiterhin behandelt und wir haben in dieser Zeit sehr viel mit besorgten Eltern telefoniert“, erklärt Kummer. „Mittlerweile arbeiten wir aber wieder im Regelbetrieb. Aktuell kommen Eltern lieber einmal mehr zur Abklärung von Symptomen, um eine Corona-Infektion auszuschließen.“ Heidemann weist zudem daraufhin, verschobene Termine möglichst bald nachzuholen. „Vor allem bei jungen Kindern sollte man sich an den Impfplan halten.“ Die Ständige Impfkommission empfiehlt folgende Schutzimpfungen: Säuglinge, Kinder und Jugend-liche sollten gegen Rotaviren, Hepatitis B, Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae Typ b, Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln, Wind-pocken, Pneumokokken und Meningokokken C geimpft werden. Für Jugendliche zwischen 9 und 14 Jahren wird zusätzlich eine Impfung gegen Humane Papillomviren empfohlen. Erwachsenen wird eine Regel-impfung gegen Poliomyelitis (Polio, Kinderlähmung) empfohlen, wenn sie nicht grundimmunisiert sind und keine einmalige Auffrischimpfung erhalten haben. Gegen Masern sollten alle Erwachsenen geimpft werden, die nach 1970 geboren sind und entweder gar nicht oder in der Kindheit nur einmal gegen Masern geimpft wurden. Alle zehn Jahre werden zudem Auffrischungsimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten empfohlen. Erwachsene ab 60 Jahren sollten sich gegen Influenza, Pneumokokken und Gürtelrose impfen lassen. Infos: www.rki.de/STIKO Kommentar: Aufklärung gegen Impfgegner Carolin Nieder-Entgelmeier Impfen ist lebensrettend und wer sich und seinen Kindern Impfungen verweigert, gefährdet nicht nur sein oder das Leben seiner Kinder, sondern auch das von anderen. Zudem tragen Menschen, die sich aus ideologischen Gründen oder auch Unwissenheit oder Bequemlichkeit nicht impfen lassen, dazu bei, dass lebensbedrohliche Krankheiten wie Masern nicht ausgerottet werden können. Dass es ausgerechnet in Deutschland mit einem der weltweit besten Gesundheitssysteme in den vergangenen Jahren immer wieder zu erneuten Krankheitsausbrüchen kommt, ist ein Skandal. Impfgegner tragen daran eine große Schuld, obwohl sie nur eine sehr kleine Gruppe bilden. Doch sie sind laut und gut vernetzt und verunsichern dadurch eine noch deutlich größere Gruppe von Eltern. Im Internet verbreiten Impfgegner höchst professionell Falschinformationen. Unterstützt werden sie dabei von Ärzten, dessen oberstes Ziel es eigentlich ist, Leben zu retten. Auch die Gruppe der sogenannten impfkritischen Ärzte ist nur sehr klein, aber ebenso laut und gut vernetzt. Welche Macht Mediziner haben, die Kinder gar nicht oder nur unzureichend impfen, zeigen Falschaussagen wie die, dass es einen Zusammenhang zwischen Mehrfachimpfungen und Autismus gebe. Der britische Arzt, der diese These aufstellte, ließ sich für seine Studie bestechen und verlor 2010 wegen unethischen Verhaltens sogar seine Zulassung. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Studie falsch ist, es also keinen Zusammenhang zwischen Mehrfachimpfungen und Autismus gibt, und trotzdem wirkt seine Behauptung noch immer nach. Das ist brandgefährlich. Leidtragende dieser Ideologie sind Kinder und letztlich die Gesellschaft als Solidargemeinschaft. Kindern bleibt eine bestmögliche medizinische Versorgung vorenthalten, weil ihre Eltern das Recht auf Selbstverwirklichung über das Recht ihrer Kinder auf körperliche Unversehrtheit stellen und, weil Mediziner Pseudowissenschaft über Berufsethos stellen. Die Gesellschaft bleibt dadurch weiterhin der Gefahr lebensbedrohlicher Krankheiten ausgesetzt. Besonders leiden darunter wie so oft die Schwächsten unserer Gesellschaft, nämlich die Menschen, die aufgrund ihres Alters, Krankheiten oder gesundheitlicher Einschränkungen noch oder gar nicht gegen lebensbedrohliche Krankheiten durch eine Impfung geschützt werden können. Das einzige Mittel dagegen heißt Aufklärung, damit die kleine Gruppe der Impfgegner nicht länger die Debatte bestimmt. Mit Blick auf einen möglichen Corona-Impfstoff ist diese Aufklärung wichtiger denn je. Je lauter Impfgegner ihre Ideologie verbreiten können, desto mehr Menschen werden dadurch verunsichert und setzen damit ein Ende der Corona-Krise aufs Spiel.

Pandemie verstärkt Effekt: Eltern sorgen für Impflücken

Immer wieder gibt es gefährliche Impflücken. © Foto: Katja Fuhlert auf Pixabay

Genf/Bielefeld. Die Kinderimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten sind wegen der Pandemie deutlich zurückgegangen. Beim Impfstoff gegen Masern hätten zudem mehr als 60 Länder Lieferungsprobleme gemeldet, berichten das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation. Problematisch sei die Sorge vieler Eltern, dass sich ihre Kinder beim Arztbesuch mit dem Coronavirus infizieren. Auch in Deutschland meldeten Kinderärzte in den vergangenen Monaten immer wieder Lieferungsprobleme, aktuell sind nach Angaben der Bielefelder Kinderärzte Marcus Heidemann und Sascha Kummer jedoch alle Stoffe vorhanden. Wenn Kinder hierzulande nicht geimpft werden, geht das in der Regel auf die Weigerung der Eltern zurück.

Die weitaus meisten Kinder in Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts umfassend geimpft. Demnach liegen die Impfquoten für lange etablierte Immunisierungen gegen Diphtherie, Tetanus, Polio, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ b oder Hepatitis B in den vergangenen zehn Jahren mit mehr als 90 Prozent auf hohem Niveau. Die Quoten bei der ersten Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln liegen seit zehn Jahren bei 95 Prozent, bei der zweiten Impfung stieg die Quote von 90 auf 93 Prozent. Bei den Kinderschutzimpfungen gegen Windpocken, Meningokokken und Pneumokokken werden zum Zeitpunkt des Schuleintritts demnach insgesamt steigende Quoten registriert. Sie liegen jedoch in fast allen Fällen noch unter 90 Prozent.

Trotzdem kommt es in Deutschland aufgrund von Impflücken immer wieder zu lokalen Ausbrüchen. Im vergangenen Jahr gab es in Westfalen-Lippe laut AOK Nordwest beispielsweise mit 2.643 Infektionsfällen deutlich mehr Rotavirus-Fälle als 2018 mit 1.529 Fällen. Auf Bundesebene gab es 2019 im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von über 56 Prozent. Rotaviren verursachen Erkrankungen mit Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen.

„Wir könnten in Deutschland schon sehr viel weiter sein, doch seit Jahren gibt es eine Gruppe von Eltern, die Impfungen ihrer Kinder ablehnen“, erklärt der Bielefelder Kinderarzt Marcus Heidemann, Vorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Westfalen-Lippe. „Es gibt es eine kleine Gruppe von Impfgegnern, die sich auch im Gespräch mit Ärzten nicht überzeugen lässt. Sie haben häufig radikale Ansichten und hängen verschiedenen Verschwörungstheorien an.“

Diese Klientel sucht nach Heidemanns Erfahrung gezielt nach Ärzten, die sich selbst als impfkritisch bezeichnen oder individuelle Impfaufklärung anbieten, die sie dann mit Pseudowissenschaft belegen. „Dabei ist jeder Arztbesuch individuell“, so Heidemann. Im Internet führen Eltern Listen von Ärzten, die Kinder nicht oder nur unzureichend impfen. Auch in OWL praktizieren Mediziner so. „Es sind nur wenige, aber Impfgegner tauschen sich aus.“

Als deutlich größere Gruppe erlebt Heidemann verunsicherte Eltern, die Informationen über Impfungen und angebliche Schäden aus dem Internet nicht einordnen können. „Das größte Problem dabei ist, dass die Impfdebatte häufig emotional und nicht sachlich geführt wird“, erklärt der Bielefelder Kinderarzt Sascha Kummer. „Die meisten Eltern haben schwere Komplikationen vieler Krankheiten, gegen die man seine Kinder mit einer Impfung schützen kann, nicht erlebt oder gesehen. Das sind Folgen einer Wohlfühlgesellschaft.“

Impflücken gibt es nach Angaben Heidemanns auch bei Migranten. „Das gilt allerdings nicht grundsätzlich, sondern nur für die Familien, die nicht gut integriert sind und damit oftmals von der Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind. Betroffen sind häufig Familien vom Balkan, dessen Kinder oft einen schlechteren Impfstatus aufweisen als Kinder aus afrikanischen Heimatländern.“ Familien, die aus Krisengebieten nach Deutschland kommen, zeigen laut Heidemann hingegen große Dankbarkeit.

Angst davor, sich in der Arztpraxis mit dem Coronavirus zu infizieren, bemerken Heidemann und Kummer bei den Eltern in ihrer Praxis nicht. „Im März und April ist die Zahl der Patienten deutlich gesunken, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Akutfälle wurden weiterhin behandelt und wir haben in dieser Zeit sehr viel mit besorgten Eltern telefoniert“, erklärt Kummer. „Mittlerweile arbeiten wir aber wieder im Regelbetrieb. Aktuell kommen Eltern lieber einmal mehr zur Abklärung von Symptomen, um eine Corona-Infektion auszuschließen.“ Heidemann weist zudem daraufhin, verschobene Termine möglichst bald nachzuholen. „Vor allem bei jungen Kindern sollte man sich an den Impfplan halten.“

Die Ständige Impfkommission empfiehlt folgende Schutzimpfungen:

Säuglinge, Kinder und Jugend-liche sollten gegen Rotaviren, Hepatitis B, Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae Typ b, Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln, Wind-pocken, Pneumokokken und Meningokokken C geimpft werden. Für Jugendliche zwischen 9 und 14 Jahren wird zusätzlich eine Impfung gegen Humane Papillomviren empfohlen.

Erwachsenen wird eine Regel-impfung gegen Poliomyelitis (Polio, Kinderlähmung) empfohlen, wenn sie nicht grundimmunisiert sind und keine einmalige Auffrischimpfung erhalten haben. Gegen Masern sollten alle Erwachsenen geimpft werden, die nach 1970 geboren sind und entweder gar nicht oder in der Kindheit nur einmal gegen Masern geimpft wurden. Alle zehn Jahre werden zudem Auffrischungsimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten empfohlen.

Erwachsene ab 60 Jahren sollten sich gegen Influenza, Pneumokokken und Gürtelrose impfen lassen.

Infos: www.rki.de/STIKO

Kommentar: Aufklärung gegen Impfgegner

Carolin Nieder-Entgelmeier

Impfen ist lebensrettend und wer sich und seinen Kindern Impfungen verweigert, gefährdet nicht nur sein oder das Leben seiner Kinder, sondern auch das von anderen. Zudem tragen Menschen, die sich aus ideologischen Gründen oder auch Unwissenheit oder Bequemlichkeit nicht impfen lassen, dazu bei, dass lebensbedrohliche Krankheiten wie Masern nicht ausgerottet werden können. Dass es ausgerechnet in Deutschland mit einem der weltweit besten Gesundheitssysteme in den vergangenen Jahren immer wieder zu erneuten Krankheitsausbrüchen kommt, ist ein Skandal.

Impfgegner tragen daran eine große Schuld, obwohl sie nur eine sehr kleine Gruppe bilden. Doch sie sind laut und gut vernetzt und verunsichern dadurch eine noch deutlich größere Gruppe von Eltern. Im Internet verbreiten Impfgegner höchst professionell Falschinformationen. Unterstützt werden sie dabei von Ärzten, dessen oberstes Ziel es eigentlich ist, Leben zu retten. Auch die Gruppe der sogenannten impfkritischen Ärzte ist nur sehr klein, aber ebenso laut und gut vernetzt.

Welche Macht Mediziner haben, die Kinder gar nicht oder nur unzureichend impfen, zeigen Falschaussagen wie die, dass es einen Zusammenhang zwischen Mehrfachimpfungen und Autismus gebe. Der britische Arzt, der diese These aufstellte, ließ sich für seine Studie bestechen und verlor 2010 wegen unethischen Verhaltens sogar seine Zulassung. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Studie falsch ist, es also keinen Zusammenhang zwischen Mehrfachimpfungen und Autismus gibt, und trotzdem wirkt seine Behauptung noch immer nach. Das ist brandgefährlich.

Leidtragende dieser Ideologie sind Kinder und letztlich die Gesellschaft als Solidargemeinschaft. Kindern bleibt eine bestmögliche medizinische Versorgung vorenthalten, weil ihre Eltern das Recht auf Selbstverwirklichung über das Recht ihrer Kinder auf körperliche Unversehrtheit stellen und, weil Mediziner Pseudowissenschaft über Berufsethos stellen. Die Gesellschaft bleibt dadurch weiterhin der Gefahr lebensbedrohlicher Krankheiten ausgesetzt. Besonders leiden darunter wie so oft die Schwächsten unserer Gesellschaft, nämlich die Menschen, die aufgrund ihres Alters, Krankheiten oder gesundheitlicher Einschränkungen noch oder gar nicht gegen lebensbedrohliche Krankheiten durch eine Impfung geschützt werden können.

Das einzige Mittel dagegen heißt Aufklärung, damit die kleine Gruppe der Impfgegner nicht länger die Debatte bestimmt. Mit Blick auf einen möglichen Corona-Impfstoff ist diese Aufklärung wichtiger denn je. Je lauter Impfgegner ihre Ideologie verbreiten können, desto mehr Menschen werden dadurch verunsichert und setzen damit ein Ende der Corona-Krise aufs Spiel.

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