Oliver Wessels bietet E-Mobilität made in Bad Oeynhausen Heidi Froreich BadOeynhausen (nw). So bald Stadtentwicklungsausschuss und Rat die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen haben, könnte es schnell weitergehen. Oliver Wessel will an der Aqua Magica einen großen Ladepark für E-Autos bauen. Ladestationen und -säulen stehen dafür an der Dieselstraße 5 schon bereit. Auf dem Grundstück im Werster Gewerbegebiet nutzt der Unternehmer nicht nur die 15.000 Quadratmeter große Produktionshalle des Maschinenbauunternehmens Hartsieker. „Ich setze auf heimische Fachkompetenz“, betont Wessel. U/nd deshalb will er sich bei der Realisierung seines großen Projekts nicht nur auf die „bewährten Kontakte zu chinesischen Geschäftspartnern“ verlassen. Er hat deshalb zwei Bad Oeynhausener Firmen gekauft und sie in sein neues Unternehmen WHB Metalldesign GmbH überführt. „Ich mache jetzt als Bereichsleiter weiter“, erklärt Peter Bernau. Er hat viele Jahre in Dehme eine Firma für Bauschlosserei und Metalldesign geführt, wollte sich zurückziehen, fand aber keinen Nachfolger. Dafür mit Wessels einen Geschäftspartner, der ihm eine neue berufliche Herausforderung bietet, und ihm dafür das wirtschaftliche Risiko abnimmt. Rammschutz, Geländer und Ladesäulen werden für E-Tankstellen, aber auch private Ladestationen benötigt – und nun von Peter Bernau und seinem Mitarbeiter produziert. 15 verschiedene Ladesäulen stehen schon zur Auswahl bereit. Sie wurden alle an der Dehmer Straße produziert, 2022 wird Bernau in einer neuen Werkstatt an der Dieselstraße tätig. Als Bereichsleiter fungiert auch Wilhelm Hartsieker jun. Seit 1993 war er Chef des von seinem Vater bereits 1957 gegründeten Schlossereibetriebs und hat dort zusammen mit etwa 18 Mitarbeitern unter anderem als Zulieferer von Maschinen und Maschinenteilen für den Bereich Holzindustrie bzw. Fördertechnik gearbeitet. Nun werden an den Maschinen in der Produktionshalle an de Dieselstraße unter anderem die Löcher für die Halterung der Ladesäulen gebohrt. „Nur die Komponenten für die Ladestationen werden noch in China produziert, aber anschließend auch hier verbaut“, fasst Wessels zusammen. Die in Bernaus Werkstatt an der Dehmer Straße produzierten Säulen kommen mit den entsprechenden Vorkehrungen in die Dieselstraße. Hier werden sie geprüft, mit den entsprechenden deutschen Softwareupdates bespielt und je nach Kundenwunsch mit der entsprechenden Kabellänge montiert und mit den entsprechenden Knopfbatteriezellen ausgestattet. „Wir können auch die Montage der Bauteile übernehmen“, ergänzt Marvin Beccard, Bereichsleiter Automatisierung und Charging. Mit 900 Euro fördert die Bundesregierung derzeit den Bau einer privaten Ladestation. „Das lohnt sich“, lobt Wessels, schließlich könne er Ladestation samt Installation bereits für etwa 1.200 Euro liefern. „Wir übernehmen auch die Formalitäten für die Förderantrage“, nennt er einen weiteren Aspekt des Dienstleistungsangebots von WHB. Auf rund 1,5 Millionen Euro beziffert Wessels sein finanzielles Engagement in den Standort Dieselstraße, in dem derzeit 26 Mitarbeiter für ihn tätig sind. Ein wichtiger Grund für seine Entscheidung: das Hartsieker-Firmengelände liegt im Gewerbegebiet. Deshalb muss er dort – anders als für sein Grundstück an der Aqua Magica – nicht erst auf eine Änderung des Bebauungsrechts warten. Wessels: „Ich kann hier umgehend eine Solartankstelle eröffnen.“ Und das will er natürlich tun. Neben einigen Normalladestationen will er dort auch die bislang erste Schnellladesäule in Bad Oeynhausen und Umgebung installieren. Mit deren Hilfe ist eine Vollladung innerhalb von zwei Stunden möglich. Auf etwa 50 Euro beziffert er die Kosten, etwa doppelt so viel wie für eine dreimal länger dauernde Normalladung. 24 Stunden sieben Tage die Woche soll die Tankstelle betriebsbereit sein. Die Eröffnung plant Wessels für den 1. Mai. Für den großen Ladepark an der Aqua Magica nennt er vorsichtshalber noch keinen neuen Eröffnungstermin, hofft aber, dass er mit der Anlage an der Dieselstraße Überzeugungsarbeit bei Rat und Verwaltung leisten und für baldige, positive Entscheidungen in Sachen Baurechtsänderung sorgen kann. Zur Eröffnung will er jedenfalls ganz viele Einladungen aussprechen.

Oliver Wessels bietet E-Mobilität made in Bad Oeynhausen

Oliver Wessels ist mit den Ladesäulen aus eigener Produktion rundum zufrieden. Foto: Heidi Froreich © Heidi Froreich

BadOeynhausen (nw). So bald Stadtentwicklungsausschuss und Rat die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen haben, könnte es schnell weitergehen. Oliver Wessel will an der Aqua Magica einen großen Ladepark für E-Autos bauen. Ladestationen und -säulen stehen dafür an der Dieselstraße 5 schon bereit. Auf dem Grundstück im Werster Gewerbegebiet nutzt der Unternehmer nicht nur die 15.000 Quadratmeter große Produktionshalle des Maschinenbauunternehmens Hartsieker.

„Ich setze auf heimische Fachkompetenz“, betont Wessel. U/nd deshalb will er sich bei der Realisierung seines großen Projekts nicht nur auf die „bewährten Kontakte zu chinesischen Geschäftspartnern“ verlassen. Er hat deshalb zwei Bad Oeynhausener Firmen gekauft und sie in sein neues Unternehmen WHB Metalldesign GmbH überführt. „Ich mache jetzt als Bereichsleiter weiter“, erklärt Peter Bernau. Er hat viele Jahre in Dehme eine Firma für Bauschlosserei und Metalldesign geführt, wollte sich zurückziehen, fand aber keinen Nachfolger. Dafür mit Wessels einen Geschäftspartner, der ihm eine neue berufliche Herausforderung bietet, und ihm dafür das wirtschaftliche Risiko abnimmt. Rammschutz, Geländer und Ladesäulen werden für E-Tankstellen, aber auch private Ladestationen benötigt – und nun von Peter Bernau und seinem Mitarbeiter produziert. 15 verschiedene Ladesäulen stehen schon zur Auswahl bereit. Sie wurden alle an der Dehmer Straße produziert, 2022 wird Bernau in einer neuen Werkstatt an der Dieselstraße tätig.

Als Bereichsleiter fungiert auch Wilhelm Hartsieker jun. Seit 1993 war er Chef des von seinem Vater bereits 1957 gegründeten Schlossereibetriebs und hat dort zusammen mit etwa 18 Mitarbeitern unter anderem als Zulieferer von Maschinen und Maschinenteilen für den Bereich Holzindustrie bzw. Fördertechnik gearbeitet. Nun werden an den Maschinen in der Produktionshalle an de Dieselstraße unter anderem die Löcher für die Halterung der Ladesäulen gebohrt. „Nur die Komponenten für die Ladestationen werden noch in China produziert, aber anschließend auch hier verbaut“, fasst Wessels zusammen.

Die in Bernaus Werkstatt an der Dehmer Straße produzierten Säulen kommen mit den entsprechenden Vorkehrungen in die Dieselstraße. Hier werden sie geprüft, mit den entsprechenden deutschen Softwareupdates bespielt und je nach Kundenwunsch mit der entsprechenden Kabellänge montiert und mit den entsprechenden Knopfbatteriezellen ausgestattet. „Wir können auch die Montage der Bauteile übernehmen“, ergänzt Marvin Beccard, Bereichsleiter Automatisierung und Charging.

Mit 900 Euro fördert die Bundesregierung derzeit den Bau einer privaten Ladestation. „Das lohnt sich“, lobt Wessels, schließlich könne er Ladestation samt Installation bereits für etwa 1.200 Euro liefern. „Wir übernehmen auch die Formalitäten für die Förderantrage“, nennt er einen weiteren Aspekt des Dienstleistungsangebots von WHB.

Auf rund 1,5 Millionen Euro beziffert Wessels sein finanzielles Engagement in den Standort Dieselstraße, in dem derzeit 26 Mitarbeiter für ihn tätig sind. Ein wichtiger Grund für seine Entscheidung: das Hartsieker-Firmengelände liegt im Gewerbegebiet. Deshalb muss er dort – anders als für sein Grundstück an der Aqua Magica – nicht erst auf eine Änderung des Bebauungsrechts warten. Wessels: „Ich kann hier umgehend eine Solartankstelle eröffnen.“ Und das will er natürlich tun. Neben einigen Normalladestationen will er dort auch die bislang erste Schnellladesäule in Bad Oeynhausen und Umgebung installieren. Mit deren Hilfe ist eine Vollladung innerhalb von zwei Stunden möglich. Auf etwa 50 Euro beziffert er die Kosten, etwa doppelt so viel wie für eine dreimal länger dauernde Normalladung. 24 Stunden sieben Tage die Woche soll die Tankstelle betriebsbereit sein. Die Eröffnung plant Wessels für den 1. Mai.

Für den großen Ladepark an der Aqua Magica nennt er vorsichtshalber noch keinen neuen Eröffnungstermin, hofft aber, dass er mit der Anlage an der Dieselstraße Überzeugungsarbeit bei Rat und Verwaltung leisten und für baldige, positive Entscheidungen in Sachen Baurechtsänderung sorgen kann. Zur Eröffnung will er jedenfalls ganz viele Einladungen aussprechen.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Regionales