Öffnung der Bali-Therme in Bad Oeynhausen ist nicht in Sicht Nicole Bliesener Bad Oeynhausen (nw).. Seit dem 30. Mai dürfen Hallenbäder, Saunen, Therme und Wellnessanbieter wieder öffnen – unter strengen Auflagen. So sehen es die Vorgaben des Landes NRW vor. Eine Lockerung, von der die Bali-Therme nicht profitiert. „Wir können erst öffnen, wenn wir auf längere Sicht die Chance haben, ausreichend Gäste empfangen zu können“, sagt Cornelius Nolte. Eine Öffnung unter den derzeitigen Beschränkungen sei wirtschaftlich nicht vertretbar. „Der finanzielle Verlust wäre bei einer Öffnung unter diesen Bedingungen sogar noch größer als bei der weiteren Schließung des Betriebs“, findet der Geschäftsführer der Bali-Therme und studierte Betriebswirt deutliche Worte. Die Bali-Therme sei als ganzheitliches Angebot zu verstehen. „Wir sind nicht einfach nur Hallenbad, nur Sauna, nur Fitnessclub, nur Wellnesseinrichtung oder nur Therme. Öffnen wir, brauchen wir 100 Prozent unseres Personals und 100 Prozent Energie“, sagt Cornelius Nolte. Aus diesem Grund sieht der Bali-Geschäftsführer auch keine Möglichkeit einer Teilöffnung – etwa des Badebetriebs oder des Fitnesscenters Bali-Health-Club. „So lange die Abstandsregel und damit die Beschränkung der Besucherzahl gilt, ist eine Wiedereröffnung für uns definitiv nicht erkennbar“, macht Nolte deutlich. Seit dem 15. März ist die Bali-Therme wegen der Corona-Krise geschlossen. „Das bedeutet einen 100-prozentigen Einnahmenausfall“, fügt Nolte hinzu. Betriebskosten etwa für Energie fallen aber dennoch an. Der Lockdown habe wie in vielen anderen Bereich auch in der privatwirtschaftlich geführten Bali-Therme für große Verunsicherung gesorgt. „Wir wussten im März nicht, wie lange das so bleibt“, sagt Nolte. Und eine konkrete Perspektive fehlt auch heute – zweieinhalb Monate nach der Schließung – noch. Seit der Schließung sind die meisten der 180 Mitarbeiter der Bali-Therme in kompletter Kurzarbeit. Ein knappes Dutzend ist zu einem gewissen Prozentsatz in Kurzarbeit. Beispielsweise die Mitarbeiter, die die Online-Kurse anbieten, oder die Techniker. „Man kann einen Betrieb wie die Bali-Therme nicht sich selbst überlassen“, sagt Nolte. „Auch das Thema Kurzarbeit war ein Prozess, den wir mit unseren niederländischen Betreibern erst abstimmen mussten“, erläutert der Geschäftsführer. Wie mehrmals berichtet, haben die Theune-Brüder, die die Bali-Therme zum 1. Januar 2005 vom Land übernommen hatten, den Betrieb im Januar 2019 verkauft. Neuer Eigentümer ist das niederländische Unternehmen International-Wellness-Resorts (IWR) aus Apeldoorn. IWR gehört zur spanischen Aspro-Parks-Group. Die IWR betreibt elf Sauna- und Wellnessbetriebe in den Niederlanden, in Belgien und Deutschland. Noch im Sommer 2018 hatte Stephan Theune betont: „Die Bali-Therme steht wirtschaftlich gut da. Sie macht zwischen ein und zwei Millionen Euro Gewinn pro Jahr. Im Jahr 2019 besuchten 530.000 Gäste die Bali-Therme. „Das sind im Schnitt 1.450 Gäste pro Tag“, rechnet Cornelius Nolte vor. „Damit ist unsere Kapazität aber auch erreicht.“ Mehr lasse die Parkplatzsituation und die Anzahl der Schränke und Umkleiden nicht zu. „Wir leben von der Menge der Besucher. Aber viele Menschen und Corona, das passt nun überhaupt nicht zusammen“, weiß Nolte. Nach den geltenden Abstandsregeln dürften derzeit vier bis fünf Gäste in die großen Saunen, in der normalerweise 60 bis 70 Menschen sitzen und schwitzen, nennt Nolte ein Beispiel. Die rigide Beschränkung der Personenzahl gelte auch für die Becken, Whirlpool und Wellnessbereich. „Um wirtschaftlich zu sein, brauchen wir im Schnitt täglich 1.000 Besucher.“

Öffnung der Bali-Therme in Bad Oeynhausen ist nicht in Sicht

Die Bali-Therme in Bad Oeynhausen Foto: Ulf Hanke © Ulf Hanke

Bad Oeynhausen (nw).. Seit dem 30. Mai dürfen Hallenbäder, Saunen, Therme und Wellnessanbieter wieder öffnen – unter strengen Auflagen. So sehen es die Vorgaben des Landes NRW vor. Eine Lockerung, von der die Bali-Therme nicht profitiert. „Wir können erst öffnen, wenn wir auf längere Sicht die Chance haben, ausreichend Gäste empfangen zu können“, sagt Cornelius Nolte. Eine Öffnung unter den derzeitigen Beschränkungen sei wirtschaftlich nicht vertretbar. „Der finanzielle Verlust wäre bei einer Öffnung unter diesen Bedingungen sogar noch größer als bei der weiteren Schließung des Betriebs“, findet der Geschäftsführer der Bali-Therme und studierte Betriebswirt deutliche Worte.

Die Bali-Therme sei als ganzheitliches Angebot zu verstehen. „Wir sind nicht einfach nur Hallenbad, nur Sauna, nur Fitnessclub, nur Wellnesseinrichtung oder nur Therme. Öffnen wir, brauchen wir 100 Prozent unseres Personals und 100 Prozent Energie“, sagt Cornelius Nolte. Aus diesem Grund sieht der Bali-Geschäftsführer auch keine Möglichkeit einer Teilöffnung – etwa des Badebetriebs oder des Fitnesscenters Bali-Health-Club. „So lange die Abstandsregel und damit die Beschränkung der Besucherzahl gilt, ist eine Wiedereröffnung für uns definitiv nicht erkennbar“, macht Nolte deutlich.

Seit dem 15. März ist die Bali-Therme wegen der Corona-Krise geschlossen. „Das bedeutet einen 100-prozentigen Einnahmenausfall“, fügt Nolte hinzu. Betriebskosten etwa für Energie fallen aber dennoch an. Der Lockdown habe wie in vielen anderen Bereich auch in der privatwirtschaftlich geführten Bali-Therme für große Verunsicherung gesorgt. „Wir wussten im März nicht, wie lange das so bleibt“, sagt Nolte. Und eine konkrete Perspektive fehlt auch heute – zweieinhalb Monate nach der Schließung – noch. Seit der Schließung sind die meisten der 180 Mitarbeiter der Bali-Therme in kompletter Kurzarbeit. Ein knappes Dutzend ist zu einem gewissen Prozentsatz in Kurzarbeit. Beispielsweise die Mitarbeiter, die die Online-Kurse anbieten, oder die Techniker. „Man kann einen Betrieb wie die Bali-Therme nicht sich selbst überlassen“, sagt Nolte.

„Auch das Thema Kurzarbeit war ein Prozess, den wir mit unseren niederländischen Betreibern erst abstimmen mussten“, erläutert der Geschäftsführer. Wie mehrmals berichtet, haben die Theune-Brüder, die die Bali-Therme zum 1. Januar 2005 vom Land übernommen hatten, den Betrieb im Januar 2019 verkauft. Neuer Eigentümer ist das niederländische Unternehmen International-Wellness-Resorts (IWR) aus Apeldoorn. IWR gehört zur spanischen Aspro-Parks-Group. Die IWR betreibt elf Sauna- und Wellnessbetriebe in den Niederlanden, in Belgien und Deutschland. Noch im Sommer 2018 hatte Stephan Theune betont: „Die Bali-Therme steht wirtschaftlich gut da. Sie macht zwischen ein und zwei Millionen Euro Gewinn pro Jahr. Im Jahr 2019 besuchten 530.000 Gäste die Bali-Therme. „Das sind im Schnitt 1.450 Gäste pro Tag“, rechnet Cornelius Nolte vor. „Damit ist unsere Kapazität aber auch erreicht.“ Mehr lasse die Parkplatzsituation und die Anzahl der Schränke und Umkleiden nicht zu. „Wir leben von der Menge der Besucher. Aber viele Menschen und Corona, das passt nun überhaupt nicht zusammen“, weiß Nolte.

Nach den geltenden Abstandsregeln dürften derzeit vier bis fünf Gäste in die großen Saunen, in der normalerweise 60 bis 70 Menschen sitzen und schwitzen, nennt Nolte ein Beispiel. Die rigide Beschränkung der Personenzahl gelte auch für die Becken, Whirlpool und Wellnessbereich. „Um wirtschaftlich zu sein, brauchen wir im Schnitt täglich 1.000 Besucher.“

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