Nun ist auch schon der erste Weihnachtsmarkt wegen Corona abgesagt Lübbecker Land. Enge hält warm: Mit Freunden und Arbeitskollegen noch einen wärmenden Glühwein trinken, wenn’s draußen schön kalt ist. Gemütlichkeit und Nostalgie bestimmen landauf, landab die Weihnachts- und Adventsmärkte der Region, auch wenn man im Hochsommer noch gar nicht daran denken mag. Doch die Vorbereitungen für die beliebten Märkte würden jetzt bereits mit Hochdruck laufen. Denn nach den Sommerferien ist das Jahr ganz schnell zu Ende. Man freut sch auf die nostalgische Zeit vor Weihnachten. Man geht in die Innenstädte oder auf die kleinen Märkte in den Dörfern, weil man sich dort treffen und weil man dort auch mit Bekannten hingehen möchte, die man lange nicht gesehen hat. Kurzum: Man macht genau das, was man in Corona-Zeiten eigentlich gar nicht darf. Man geht nicht auf Abstand, sondern eher auf Tuchfühlung. Der Isenstedter Weihnachtsmarkt ist bereits gestrichen Aufgrund der nicht vorhersehbaren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie haben nun Experten die Absagen von Weihnachtsmärkten voraus gesagt. Die ersten kleineren Weihnachtsmärkte, wie beispielsweise Isenstedt, sind bereits frühzeitig gestrichen worden. Der Espelkamper Lichterglanz, der in der City auf dem Grünanger stattfindet, steht noch in den Sternen. „Es gibt keine konkrete Planung. Wir sind allerdings noch in der Findungsphase", sagt Stadtmarketing-Geschäftsführer Willy Hübert. Sicherlich könne man im westlichen Teil des Grünangers nach dem vorliegenden Hygienekonzept alle 20 Meter eine einzelne Bude aufstellen und dann versuchen, nicht so viele Menschen auf den Markt zu lassen. "Dann lieber ganz darauf verzichten" „Aber das ist dann nicht mehr der Markt, wie wir ihn uns vorstellen und wie wir ihn doch so lieben. Dann lieber ganz darauf verzichten", so die ganz persönliche Meinung Hüberts. Dennoch soll es den verkaufsoffenen Sonntag geben und man überlege gerade, ob man an dem Sonntag, an dem in normalen Jahren die große Auto-Weihnachtsverlosung über die Bühne geht, etwas „Alternatives auf die Beine stellt". Um was es sich handeln könnte, dazu wollte sich Hübert noch nicht äußern. "Nichts ändert sich so schnell wie die Bestimmungen" Holger Felber, Mitorganisator des Leverner Weihnachtsmarktes, will noch nichts endgültig absagen. „Nichts ändert sich so schnell, wie die Bestimmungen des Landes. Da müssen wir noch abwarten", macht er deutich. Dennoch sei es sehr schwierig, einen Weihnachtsmarkt zu organisieren, der ohne die finanzielle Unterstützung durch den Leverner Markt auskommen müsse. Der findet normalerweise im Oktober statt und ist bekanntlich bereits abgesagt worden. Außerdem lebe der Leverner Markt rund um die Stiftskirche von Indoor- und Outdoor-Veranstaltungen. Zum augenblicklichen Zeitpunkt kann sich Felber unter den gegebenen Voraussetzungen eine Indoor-Veranstaltung auf keinen Fall vorstellen. „Und das eine geht nicht ohne das andere." Martin Wlecke, Gewerbebund-Vorsitzender aus Rahden, musste ebenfalls eine der Großveranstaltungen in der Rahdener Innenstadt absagen: den Flohmarkt. „Viele Menschen kommen da von auswärts. Wir können doch unsere Stadt nicht abschließen und nur einzelne hineinlassen." Ebenso sieht er die Problematik bei den „Dezemberträumen" Rahden, die rund um die Johanneskirche über die Bühne gehen sollen. Das Hygienekonzept des Landes begrenze derart die Besucherzahlen, dass es sich schon wieder nicht lohne. „Eigentlich weiß keiner so richtig, wie es weitergeht". Doch dazu wollen sich die Rahdener Gewerbetreibenden noch in den kommenden Tagen genauer äußern. Auch in der Kommune Hüllhorst fällt der Corona-Schatten auf alle geplanten oder nicht geplanten Advents- und Weihnachtsveranstaltungen. Die bekannte früher vom Gewerbeverein organisierte „Bunte Adventsstraße" ist bereits vor einiger Zeit aus dem Veranstaltungskalender der Gemeinde für immer herausgenommen worden. Seither gibt es auch einen Weihnachtsmarkt in der Gesamtschule. Ob der jedoch im Coronajahr 2020 über die Bühne geht, ist mehr als fraglich. Zurzeit sind Schulferien, so dass von schulischer Seite nichts zu erfahren ist. Dirk Oermann, Stabsstelle beim Bürgermeister, geht ganz stark davon aus, dass die Nikolausfeiern für die Kinder in Schnathorst, Oberbauerschaft und Holsen „auf alle Fälle" stattfinden werden. „Da wird jeder seine Süßigkeit bekommen",ist er sich sicher. Ansonsten sei er „umzingelt" von Absagen: Maifeier, Gourmet-Sommer, Ernte- und Oktoberfest. In Pr. Oldendorf sieht es nicht besser aus In Pr. Oldendorf sieht’s nicht besser aus. Es gib zwei zentrale Märkte, der eine ist am zweiten Advent in Bad Holzhausen der Markt und am dritten Advent der „Sternenzauber" in Pr. Oldendorf, bestätigt Erik Pollert, stellv. Fachbereichsleiter Recht und Ordnung. Er verweist auf die Verordnung des Landes, die noch bis zum 31. Oktober alles unmöglich macht. „Ich persönlich hoffe, dass wir uns in diesem Jahr noch bei einem Glühwein treffen können. Wir werden jedenfalls versuchen, das Unmögliche möglich zu machen und unterstützen von der Stadt alle Aktivitäten auch in den Dörfern in dieser Frage", so Pollert. Aus den Dörfern ist noch nichts bekannt Der Markt in Lübbecke, der sich durch die Lange Straße schlängelt wird vom Lübbecke Marketing organisiert. Für Mitarbeiterin Katharina Janzen, die zurzeit ihren Chef Peter Schmüser, der im Urlaub weilt, vertritt, gibt es nur einen fixen Termin. Das ist der 31. Oktober. „Bis dahin können wir keine feste Aussage hier treffen." Sie geht bislang davon aus, dass eine endgültige Entscheidung ab Mitte November erfolgt. Bis dahin gebe es vom Land sicherlich wieder eine neue Verordnung, die man erst genau studieren und verstehen müsse. Auch aus den Dörfen sei ihr bislang nichts bekannt.

Nun ist auch schon der erste Weihnachtsmarkt wegen Corona abgesagt

Weihnachtliche Atmosphäre auf dem Lübbecker Markt. © (Archivbild): Pescht

Lübbecker Land. Enge hält warm: Mit Freunden und Arbeitskollegen noch einen wärmenden Glühwein trinken, wenn’s draußen schön kalt ist. Gemütlichkeit und Nostalgie bestimmen landauf, landab die Weihnachts- und Adventsmärkte der Region, auch wenn man im Hochsommer noch gar nicht daran denken mag. Doch die Vorbereitungen für die beliebten Märkte würden jetzt bereits mit Hochdruck laufen.

Denn nach den Sommerferien ist das Jahr ganz schnell zu Ende. Man freut sch auf die nostalgische Zeit vor Weihnachten. Man geht in die Innenstädte oder auf die kleinen Märkte in den Dörfern, weil man sich dort treffen und weil man dort auch mit Bekannten hingehen möchte, die man lange nicht gesehen hat. Kurzum: Man macht genau das, was man in Corona-Zeiten eigentlich gar nicht darf. Man geht nicht auf Abstand, sondern eher auf Tuchfühlung.

Der Isenstedter Weihnachtsmarkt ist bereits gestrichen

Wenn Schnee liegt ist es ganz besondes romantisch auf dem Leverner Weihnachtsmarkt. - © (Archivbild): Joern Spreen-Ledebur
Wenn Schnee liegt ist es ganz besondes romantisch auf dem Leverner Weihnachtsmarkt. - © (Archivbild): Joern Spreen-Ledebur

Aufgrund der nicht vorhersehbaren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie haben nun Experten die Absagen von Weihnachtsmärkten voraus gesagt. Die ersten kleineren Weihnachtsmärkte, wie beispielsweise Isenstedt, sind bereits frühzeitig gestrichen worden.

Der Espelkamper Lichterglanz, der in der City auf dem Grünanger stattfindet, steht noch in den Sternen. „Es gibt keine konkrete Planung. Wir sind allerdings noch in der Findungsphase", sagt Stadtmarketing-Geschäftsführer Willy Hübert. Sicherlich könne man im westlichen Teil des Grünangers nach dem vorliegenden Hygienekonzept alle 20 Meter eine einzelne Bude aufstellen und dann versuchen, nicht so viele Menschen auf den Markt zu lassen.

"Dann lieber ganz darauf verzichten"

„Aber das ist dann nicht mehr der Markt, wie wir ihn uns vorstellen und wie wir ihn doch so lieben. Dann lieber ganz darauf verzichten", so die ganz persönliche Meinung Hüberts. Dennoch soll es den verkaufsoffenen Sonntag geben und man überlege gerade, ob man an dem Sonntag, an dem in normalen Jahren die große Auto-Weihnachtsverlosung über die Bühne geht, etwas „Alternatives auf die Beine stellt". Um was es sich handeln könnte, dazu wollte sich Hübert noch nicht äußern.

"Nichts ändert sich so schnell wie die Bestimmungen"

Holger Felber, Mitorganisator des Leverner Weihnachtsmarktes, will noch nichts endgültig absagen. „Nichts ändert sich so schnell, wie die Bestimmungen des Landes. Da müssen wir noch abwarten", macht er deutich. Dennoch sei es sehr schwierig, einen Weihnachtsmarkt zu organisieren, der ohne die finanzielle Unterstützung durch den Leverner Markt auskommen müsse. Der findet normalerweise im Oktober statt und ist bekanntlich bereits abgesagt worden. Außerdem lebe der Leverner Markt rund um die Stiftskirche von Indoor- und Outdoor-Veranstaltungen. Zum augenblicklichen Zeitpunkt kann sich Felber unter den gegebenen Voraussetzungen eine Indoor-Veranstaltung auf keinen Fall vorstellen. „Und das eine geht nicht ohne das andere."

Martin Wlecke, Gewerbebund-Vorsitzender aus Rahden, musste ebenfalls eine der Großveranstaltungen in der Rahdener Innenstadt absagen: den Flohmarkt. „Viele Menschen kommen da von auswärts. Wir können doch unsere Stadt nicht abschließen und nur einzelne hineinlassen." Ebenso sieht er die Problematik bei den „Dezemberträumen" Rahden, die rund um die Johanneskirche über die Bühne gehen sollen. Das Hygienekonzept des Landes begrenze derart die Besucherzahlen, dass es sich schon wieder nicht lohne. „Eigentlich weiß keiner so richtig, wie es weitergeht". Doch dazu wollen sich die Rahdener Gewerbetreibenden noch in den kommenden Tagen genauer äußern.

Auch in der Kommune Hüllhorst fällt der Corona-Schatten auf alle geplanten oder nicht geplanten Advents- und Weihnachtsveranstaltungen. Die bekannte früher vom Gewerbeverein organisierte „Bunte Adventsstraße" ist bereits vor einiger Zeit aus dem Veranstaltungskalender der Gemeinde für immer herausgenommen worden. Seither gibt es auch einen Weihnachtsmarkt in der Gesamtschule. Ob der jedoch im Coronajahr 2020 über die Bühne geht, ist mehr als fraglich. Zurzeit sind Schulferien, so dass von schulischer Seite nichts zu erfahren ist. Dirk Oermann, Stabsstelle beim Bürgermeister, geht ganz stark davon aus, dass die Nikolausfeiern für die Kinder in Schnathorst, Oberbauerschaft und Holsen „auf alle Fälle" stattfinden werden. „Da wird jeder seine Süßigkeit bekommen",ist er sich sicher. Ansonsten sei er „umzingelt" von Absagen: Maifeier, Gourmet-Sommer, Ernte- und Oktoberfest.

In Pr. Oldendorf sieht es nicht besser aus

In Pr. Oldendorf sieht’s nicht besser aus. Es gib zwei zentrale Märkte, der eine ist am zweiten Advent in Bad Holzhausen der Markt und am dritten Advent der „Sternenzauber" in Pr. Oldendorf, bestätigt Erik Pollert, stellv. Fachbereichsleiter Recht und Ordnung. Er verweist auf die Verordnung des Landes, die noch bis zum 31. Oktober alles unmöglich macht. „Ich persönlich hoffe, dass wir uns in diesem Jahr noch bei einem Glühwein treffen können. Wir werden jedenfalls versuchen, das Unmögliche möglich zu machen und unterstützen von der Stadt alle Aktivitäten auch in den Dörfern in dieser Frage", so Pollert.

Aus den Dörfern ist noch nichts bekannt

Der Markt in Lübbecke, der sich durch die Lange Straße schlängelt wird vom Lübbecke Marketing organisiert. Für Mitarbeiterin Katharina Janzen, die zurzeit ihren Chef Peter Schmüser, der im Urlaub weilt, vertritt, gibt es nur einen fixen Termin. Das ist der 31. Oktober. „Bis dahin können wir keine feste Aussage hier treffen." Sie geht bislang davon aus, dass eine endgültige Entscheidung ab Mitte November erfolgt. Bis dahin gebe es vom Land sicherlich wieder eine neue Verordnung, die man erst genau studieren und verstehen müsse. Auch aus den Dörfen sei ihr bislang nichts bekannt.

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