Mordfall Laura F.: Große Suchaktion in Weizenfeld bei Bückeburg Leonhard Behmann Bückeburg/Minden (szlz). Großeinsatz bei Bückeburg – starke Kräfte der Bereitschaftspolizei Bielefeld haben am Mittwoch nahe der Bundesstraße 83 an der Steinberger Straße/Ecke Harrler Trift im Auftrag einer Mordkommission (Moko) große Teile eines Weizenfeldes abgesucht. Die Polizeibeamten aus Nordrhein-Westfalen waren am Vormittag mit Mannschaftsbussen nach Niedersachsen gefahren, um Beweismittel aufzuspüren. Hintergrund ist ein Tötungsdelikt, das sich in Minden ereignet hat. Wie berichtet, war in den Morgenstunden des 3. Juni im Bereich des Weserradweges zwischen der Eisenbahnbrücke und Nordbrücke die Leiche einer jungen Frau entdeckt worden – sie trieb in der Weser. Beamte der Wasserschutzpolizei und der Feuerwehr Minden holten die Tote aus dem Fluss. Schnell stand fest: Es handelt sich um die vermisste 22 Jahre alte Laura F. aus dem Mindener Ortsteil Meißen. Bei einer von der Staatsanwaltschaft Bielefeld angeordneten Obduktion des Leichnams hatten Gerichtsmediziner Hinweise auf einen gewaltsamen Tod der Mindenerin festgestellt. „Nach dem vorläufigen Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung ist von einer todesursächlichen Gewalteinwirkung gegen den Hals der Frau auszugehen“, teilten die Ermittler mit. Das könnte bedeuten, dass Laura F. erwürgt oder erdrosselt wurde. Der Täter hat sein Opfer nach der Tat in die Weser geworfen. Wie bereits berichtet, hatte im Fall der zunächst vermissten 22-Jährigen schon frühzeitig eine Mordkommission Ermittlungen aufgenommen, „weil eine Gewalttat nicht von vornherein ausgeschlossen werden konnte“. Die Moko trägt den internen Namen „Zobel“. Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz leitet die Kommission, die gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Bielefeld fieberhaft an der Aufklärung des Tötungsdelikts arbeitet. Noch ist unklar, was genau geschehen ist – und weshalb. „Die Hintergründe zu diesem Verbrechen sind weiterhin Bestandteil der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bielefeld und der Mordkommission ,Zobel‘“, hieß es. Im Rahmen der Ermittlungen ist der 42 Jahre alte Ehemann „in den engeren Fokus“ der Mordermittler geraten. Während seiner Vernehmung habe der Mann die Tötung seiner Frau schließlich eingeräumt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld wurde der Tatverdächtige am 4. Juni im Amtsgericht Bielefeld einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an. Derzeit arbeitet die Mordkommission intensiv daran, den Fall wasserdicht zu machen. Ermittler wissen: Ein Geständnis kann widerrufen werden. Deshalb werden im 1. Kriminalkommissariat des Bielefelder Polizeipräsidiums Indizien und Beweise zusammengetragen. Die Entsendung des 3. Zuges der Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei Bielefeld steht im direkten Zusammenhang mit diesen Nachforschungen. In dem Weizenfeld nahe der Bundesstraße 83 wurde ein für die Ermittlungen wichtiger Gegenstand vermutet. Polizeisprecherin Sarah Siedschlag vom Polizeipräsidium Bielefeld bestätigte auf Nachfrage, dass die Polizisten nach Beweismitteln im Fall Laura F. gesucht haben. Um welchen Gegenstand es sich handelt, wollte Siedschlag nicht sagen. Nach Informationen der Redaktion soll es sich um das Handy des Tatverdächtigen handeln. Die Polizei geht nach Recherchen der Zeitung davon aus, dass der mutmaßliche Täter das Mobiltelefon an der Steinberger Straße oder der Harrler Trift in das Weizenfeld geworfen hat. Die Suchaktion – es ist die Erste in diesem Fall – war am Mittwoch offenbar nicht von Erfolg gekrönt. Die Bereitschaftspolizei ist darüber nicht verwundert. Es sei die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen, hieß es.

Mordfall Laura F.: Große Suchaktion in Weizenfeld bei Bückeburg

Suchkette – Bereitschaftspolizisten aus Bielefeld durchkämmen das Weizenfeld bei Bückeburg. Foto: Leonhard Behmann © Leonhard Behmann

Bückeburg/Minden (szlz). Großeinsatz bei Bückeburg – starke Kräfte der Bereitschaftspolizei Bielefeld haben am Mittwoch nahe der Bundesstraße 83 an der Steinberger Straße/Ecke Harrler Trift im Auftrag einer Mordkommission (Moko) große Teile eines Weizenfeldes abgesucht.

Die Polizeibeamten aus Nordrhein-Westfalen waren am Vormittag mit Mannschaftsbussen nach Niedersachsen gefahren, um Beweismittel aufzuspüren. Hintergrund ist ein Tötungsdelikt, das sich in Minden ereignet hat.

Wie berichtet, war in den Morgenstunden des 3. Juni im Bereich des Weserradweges zwischen der Eisenbahnbrücke und Nordbrücke die Leiche einer jungen Frau entdeckt worden – sie trieb in der Weser. Beamte der Wasserschutzpolizei und der Feuerwehr Minden holten die Tote aus dem Fluss. Schnell stand fest: Es handelt sich um die vermisste 22 Jahre alte Laura F. aus dem Mindener Ortsteil Meißen. Bei einer von der Staatsanwaltschaft Bielefeld angeordneten Obduktion des Leichnams hatten Gerichtsmediziner Hinweise auf einen gewaltsamen Tod der Mindenerin festgestellt.

„Nach dem vorläufigen Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung ist von einer todesursächlichen Gewalteinwirkung gegen den Hals der Frau auszugehen“, teilten die Ermittler mit. Das könnte bedeuten, dass Laura F. erwürgt oder erdrosselt wurde. Der Täter hat sein Opfer nach der Tat in die Weser geworfen.

Wie bereits berichtet, hatte im Fall der zunächst vermissten 22-Jährigen schon frühzeitig eine Mordkommission Ermittlungen aufgenommen, „weil eine Gewalttat nicht von vornherein ausgeschlossen werden konnte“.

Die Moko trägt den internen Namen „Zobel“. Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz leitet die Kommission, die gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Bielefeld fieberhaft an der Aufklärung des Tötungsdelikts arbeitet. Noch ist unklar, was genau geschehen ist – und weshalb. „Die Hintergründe zu diesem Verbrechen sind weiterhin Bestandteil der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bielefeld und der Mordkommission ,Zobel‘“, hieß es.

Im Rahmen der Ermittlungen ist der 42 Jahre alte Ehemann „in den engeren Fokus“ der Mordermittler geraten. Während seiner Vernehmung habe der Mann die Tötung seiner Frau schließlich eingeräumt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld wurde der Tatverdächtige am 4. Juni im Amtsgericht Bielefeld einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an.

Derzeit arbeitet die Mordkommission intensiv daran, den Fall wasserdicht zu machen. Ermittler wissen: Ein Geständnis kann widerrufen werden. Deshalb werden im 1. Kriminalkommissariat des Bielefelder Polizeipräsidiums Indizien und Beweise zusammengetragen.

Die Entsendung des 3. Zuges der Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei Bielefeld steht im direkten Zusammenhang mit diesen Nachforschungen. In dem Weizenfeld nahe der Bundesstraße 83 wurde ein für die Ermittlungen wichtiger Gegenstand vermutet.

Polizeisprecherin Sarah Siedschlag vom Polizeipräsidium Bielefeld bestätigte auf Nachfrage, dass die Polizisten nach Beweismitteln im Fall Laura F. gesucht haben. Um welchen Gegenstand es sich handelt, wollte Siedschlag nicht sagen. Nach Informationen der Redaktion soll es sich um das Handy des Tatverdächtigen handeln. Die Polizei geht nach Recherchen der Zeitung davon aus, dass der mutmaßliche Täter das Mobiltelefon an der Steinberger Straße oder der Harrler Trift in das Weizenfeld geworfen hat.

Die Suchaktion – es ist die Erste in diesem Fall – war am Mittwoch offenbar nicht von Erfolg gekrönt. Die Bereitschaftspolizei ist darüber nicht verwundert. Es sei die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen, hieß es.

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