Lübbecke/Paderborn Mordfall Frauke Liebs: Neue Zeugenhinweise nach TV-Doku Birger Berbüsse Paderborn. Vor mehr als 15 Jahren wurde Frauke Liebs ermordet. Bis heute ist die Tat ungeklärt. Nun könnte der letzte Aufruf ihrer verzweifelten Mutter neue Bewegung in den mysteriösen Fall gebracht haben. Nach der Ausstrahlung der TV-Dokumentation "Stern Crime: Der letzte Aufruf – Wer hat Frauke Liebs getötet?" auf Vox in dieser Woche sind neue Hinweise bei der Staatsanwaltschaft Paderborn und dem zuständigen Polizeipräsidium Bielefeld eingegangen. Die Mordkommission "Lichtenau" (benannt nach dem Fundort von Frauke Liebs Leichnam im Herbst 2006) zählt eine "mittlere, zweistellige Anzahl" an Hinweisen aus der Bevölkerung zu dem Tötungsdelikt, das bundesweit für Aufsehen gesorgt hat. Wie die Behörden in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, sei unter anderem auf einen Fall mit ähnlichem Modus Operandi, also Vorgehen bei der Tat, hingewiesen worden. Des Weiteren soll sich eine Person im Bereich Lichtenau bei einer behördlich angeordneten Kontrolle auffällig verhalten haben. "Sämtliche Hinweise werden jetzt von den zuständigen Ermittlern untersucht", erklärte die Polizei auf Anfrage von nw.de. Ob eine brauchbare Spur darunter sei, lasse sich aktuell noch nicht sagen, die Prüfung könne dauern. Verschwunden während des "Sommermärchens" Zuletzt hatte die Polizei im Sommer 2020 neue Hinweise erhalten, nachdem Fraukes Mutter Ingrid mithilfe eines Unternehmers eine hohe Belohnung ausgelobt hatte, um endlich Klarheit über das Schicksal ihrer Tochter zu erhalten. Konkrete Beweise waren damals aber offenbar nicht darunter. Beim Fall Frauke Liebs handelt es sich um einen sogenannten "Cold Case". Die damals 21-Jährige wurde im Juni 2006, während des Fußball-"Sommermärchens" als vermisst gemeldet. Im Oktober wurde ihre Leiche in einem Wald in Lichtenau, südlich von Paderborn, entdeckt. Da es sich um ein ungeklärtes Tötungsdelikt handelt, bitten die Ermittler und Fraukes Mutter weiter um Hinweise aus der Bevölkerung.
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Mordfall Frauke Liebs: Neue Zeugenhinweise nach TV-Doku

Das Foto zeigt ein Erinnerungskreuz am Fundort der Leiche. © Besim Mazhiqi

Paderborn. Vor mehr als 15 Jahren wurde Frauke Liebs ermordet. Bis heute ist die Tat ungeklärt. Nun könnte der letzte Aufruf ihrer verzweifelten Mutter neue Bewegung in den mysteriösen Fall gebracht haben. Nach der Ausstrahlung der TV-Dokumentation "Stern Crime: Der letzte Aufruf – Wer hat Frauke Liebs getötet?" auf Vox in dieser Woche sind neue Hinweise bei der Staatsanwaltschaft Paderborn und dem zuständigen Polizeipräsidium Bielefeld eingegangen.

Die Mordkommission "Lichtenau" (benannt nach dem Fundort von Frauke Liebs Leichnam im Herbst 2006) zählt eine "mittlere, zweistellige Anzahl" an Hinweisen aus der Bevölkerung zu dem Tötungsdelikt, das bundesweit für Aufsehen gesorgt hat.

Wie die Behörden in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, sei unter anderem auf einen Fall mit ähnlichem Modus Operandi, also Vorgehen bei der Tat, hingewiesen worden. Des Weiteren soll sich eine Person im Bereich Lichtenau bei einer behördlich angeordneten Kontrolle auffällig verhalten haben.

"Sämtliche Hinweise werden jetzt von den zuständigen Ermittlern untersucht", erklärte die Polizei auf Anfrage von nw.de. Ob eine brauchbare Spur darunter sei, lasse sich aktuell noch nicht sagen, die Prüfung könne dauern.

Verschwunden während des "Sommermärchens"

Zuletzt hatte die Polizei im Sommer 2020 neue Hinweise erhalten, nachdem Fraukes Mutter Ingrid mithilfe eines Unternehmers eine hohe Belohnung ausgelobt hatte, um endlich Klarheit über das Schicksal ihrer Tochter zu erhalten. Konkrete Beweise waren damals aber offenbar nicht darunter.

Beim Fall Frauke Liebs handelt es sich um einen sogenannten "Cold Case". Die damals 21-Jährige wurde im Juni 2006, während des Fußball-"Sommermärchens" als vermisst gemeldet. Im Oktober wurde ihre Leiche in einem Wald in Lichtenau, südlich von Paderborn, entdeckt. Da es sich um ein ungeklärtes Tötungsdelikt handelt, bitten die Ermittler und Fraukes Mutter weiter um Hinweise aus der Bevölkerung.

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