Mordfall Andrea K.: Hauptverdächtiger soll im großen Stil gedealt haben Sebastian Schwake Nienburg (harke). Nach dem grausamen Mord an der erst 19-jährigen Andrea K. sitzen weiterhin drei Männer in Untersuchungshaft. Eine 25-Jährige, die in Loxstedt (Landkreis Cuxhaven) am 7. Juli zusammen mit einem 21-Jährigen vorläufig festgenommen worden war, befindet sich ebenso auf freiem Fuß wie eine 39-jährige Nienburgerin. Sie wurde in der Vorwoche aus der U-Haft entlassen, nachdem das Amtsgericht Verden den Haftbefehl gegen sie aufgehoben hat, teilte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Verden, Oberstaatsanwalt Marcus Röske, auf Anfrage mit. Die junge Mutter war mit einer Gehwegplatte beschwert lebend in der Weser versenkt worden. Als Hauptverdächtiger gilt der 40-jährige Nienburger. Ihm soll die junge Mutter von dem 21-Jährigen angeboten worden sein. Der junge Mann soll seine einstige Partnerin zur Prostitution gezwungen und sie auch mit Drogen versorgt haben. Zum Streit soll es gekommen sein, weil die junge Mutter aus der Prostitution habe aussteigen wollen. Drogen bestimmten zuletzt auch das Leben des 40-jährigen Hauptverdächtigen. Seine Arbeitsstelle habe er verloren, weil in der Nienburger Firma bekannt wurde, dass der Mann mit Drogen dealt – und zwar in größerem Stil. „Gegen den 40-jährigen Beschuldigten wird von der Staatsanwaltschaft Verden parallel ein gesondertes Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge geführt“, bestätigte Oberstaatsanwalt Marcus Röske entsprechende Harke-Informationen, wonach der Nienburger gedealt hat. Gegen die beiden Frauen werde aber weiter ermittelt. „Die Ermittlungen dauern gegen sämtliche Beschuldigte an“, sagte der Oberstaatsanwalt. Zum weiteren Stand der Ermittlungen wegen gemeinschaftlichen Mordes, wie beispielsweise, ob der entscheidende Hinweis auf die Täter aus dem Rotlichtmilieu kam, machte er keine Angaben. Elf Tage, nachdem die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise ausgesetzt hatte, die zur Ergreifung der Täter führen, hatte die Mordkommission „Anker“ drei Männer, darunter zwei Nienburger im Alter von 40 und 53 Jahren sowie einen 21-Jährigen, sowie die zwei Frauen im Alter von 25 und 39 festgenommen. Unterdessen ist Andrea K. vor wenigen Tagen beerdigt worden. Zuvor hatte ihr Bruder einen öffentlichen Spendenaufruf gestartet, um seiner Schwester eine würdevolle Beerdigung zu ermöglichen. Ihre Urne liegt auf dem Friedhof St. Stephani in Helmstedt. Dort ist sie mit ihren drei Geschwistern überwiegend beim Vater aufgewachsen. Die Mutter hatte die Familie früh verlassen. Nach dem Krebstod des Vaters geriet Andrea K. auf die schiefe Bahn. Mit 16 Jahren wurde sie das erste Mal schwanger. Ein Jahr nach der Geburt ihrer Tochter brachte sie einen Sohn zur Welt. Das Jugendamt nahm die beiden Kinder später in seine Obhut und brachte sie in Pflegefamilien unter. Die 19-Jährige habe die Kinder in den Familien besuchen können. Zu ihrem Bruder habe sie bei einem ihrer letzten Telefonate gesagt, dass sie ihre Kinder wieder zu sich habe holen wollen. Dazu kam es nicht mehr. Anfang April wurde die 19-Jährige auf grauenvolle Art getötet und am 28. April von Binnenschiffern tot in der Weser bei Balge treibend entdeckt.

Mordfall Andrea K.: Hauptverdächtiger soll im großen Stil gedealt haben

Die Leiche von Andrea K. wurde Ende April in der Weser gefunden. © Foto: Polizei Nienburg

Nienburg (harke). Nach dem grausamen Mord an der erst 19-jährigen Andrea K. sitzen weiterhin drei Männer in Untersuchungshaft. Eine 25-Jährige, die in Loxstedt (Landkreis Cuxhaven) am 7. Juli zusammen mit einem 21-Jährigen vorläufig festgenommen worden war, befindet sich ebenso auf freiem Fuß wie eine 39-jährige Nienburgerin. Sie wurde in der Vorwoche aus der U-Haft entlassen, nachdem das Amtsgericht Verden den Haftbefehl gegen sie aufgehoben hat, teilte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Verden, Oberstaatsanwalt Marcus Röske, auf Anfrage mit. Die junge Mutter war mit einer Gehwegplatte beschwert lebend in der Weser versenkt worden.

Als Hauptverdächtiger gilt der 40-jährige Nienburger. Ihm soll die junge Mutter von dem 21-Jährigen angeboten worden sein. Der junge Mann soll seine einstige Partnerin zur Prostitution gezwungen und sie auch mit Drogen versorgt haben. Zum Streit soll es gekommen sein, weil die junge Mutter aus der Prostitution habe aussteigen wollen.

Drogen bestimmten zuletzt auch das Leben des 40-jährigen Hauptverdächtigen. Seine Arbeitsstelle habe er verloren, weil in der Nienburger Firma bekannt wurde, dass der Mann mit Drogen dealt – und zwar in größerem Stil. „Gegen den 40-jährigen Beschuldigten wird von der Staatsanwaltschaft Verden parallel ein gesondertes Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge geführt“, bestätigte Oberstaatsanwalt Marcus Röske entsprechende Harke-Informationen, wonach der Nienburger gedealt hat.

Gegen die beiden Frauen werde aber weiter ermittelt. „Die Ermittlungen dauern gegen sämtliche Beschuldigte an“, sagte der Oberstaatsanwalt. Zum weiteren Stand der Ermittlungen wegen gemeinschaftlichen Mordes, wie beispielsweise, ob der entscheidende Hinweis auf die Täter aus dem Rotlichtmilieu kam, machte er keine Angaben. Elf Tage, nachdem die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise ausgesetzt hatte, die zur Ergreifung der Täter führen, hatte die Mordkommission „Anker“ drei Männer, darunter zwei Nienburger im Alter von 40 und 53 Jahren sowie einen 21-Jährigen, sowie die zwei Frauen im Alter von 25 und 39 festgenommen.

Unterdessen ist Andrea K. vor wenigen Tagen beerdigt worden. Zuvor hatte ihr Bruder einen öffentlichen Spendenaufruf gestartet, um seiner Schwester eine würdevolle Beerdigung zu ermöglichen. Ihre Urne liegt auf dem Friedhof St. Stephani in Helmstedt. Dort ist sie mit ihren drei Geschwistern überwiegend beim Vater aufgewachsen. Die Mutter hatte die Familie früh verlassen. Nach dem Krebstod des Vaters geriet Andrea K. auf die schiefe Bahn. Mit 16 Jahren wurde sie das erste Mal schwanger. Ein Jahr nach der Geburt ihrer Tochter brachte sie einen Sohn zur Welt. Das Jugendamt nahm die beiden Kinder später in seine Obhut und brachte sie in Pflegefamilien unter. Die 19-Jährige habe die Kinder in den Familien besuchen können. Zu ihrem Bruder habe sie bei einem ihrer letzten Telefonate gesagt, dass sie ihre Kinder wieder zu sich habe holen wollen. Dazu kam es nicht mehr. Anfang April wurde die 19-Jährige auf grauenvolle Art getötet und am 28. April von Binnenschiffern tot in der Weser bei Balge treibend entdeckt.

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