Möglicher Bombenfund in Werste: Löhne plant corona-sensible Evakuierung Felix Eisele Löhne. Nach dem möglichen Bombenfund im Süden von Werste ist die Liste der Unsicherheiten lang: Liegt dort tatsächlich ein Blindgänger? Kommt es überhaupt zu einer Evakuierung? Wie auch immer die Antworten am Ende ausfallen werden - die Stadt Löhne sieht sich für alle Eventualitäten schon jetzt bestens gerüstet. Schließlich stellt auch die Werrestadt ihren betroffenen Bürgern eine Notunterkunft für den Fall der Fälle bereit. Und dort wurde sogar eine Lösung für die Corona-Problematik gefunden. Wie berichtet untersucht der Kampfmittelräumdienst am ersten Adventssonntag kurz nach Sonnenaufgang den Verdachtspunkt in Werste. Sollte es sich tatsächlich um eine nicht gezündete Bombe aus dem Krieg handeln, müssen je nach Typ bis zu 3.000 Menschen evakuiert werden. Rund 1.000 von ihnen auf Löhner Stadtgebiet. Ihnen stünde dann die Werretalhalle als vorübergehende Unterkunft zur Verfügung. "Wir sind in gemeinsamen Gesprächen zu dem Schluss gekommen, dass sie ein geeignetes Objekt dafür ist", sagt Matthias Kuhle vom Löhner Ordnungsamt. Das bestätigt auch Alexander Hermelink vom Löhner DRK-Ortsverband, der sich um die Organisation vor Ort kümmern wird. "Die Werretalhalle kennen wir und sie ist schon einigermaßen erprobt", sagt er. Selbsttests liegen zur Sicherheit bereit Für den Fall der Fälle haben sich die Verantwortlichen einen geregelten Ablauf überlegt. Die meisten Menschen sollen dann in Saal 1 unterkommen, der sonst für Veranstaltungen genutzt wird. "Der ist auch groß genug, um Abstände zwischen den Tischen zu wahren", sagt Ordnungsamtsleiter Paul Urban. Und spricht damit ein Thema an, das offenbar vielen auf der Seele brennt. Sein Kollege Matthias Kuhle aber stellt klar: "Wir gehen in Sachen Corona sensibel vor." So gelte etwa in der Werretalhalle eine Maskenpflicht. Wer keinen eigenen Mund-Nasen-Schutz dabei hat, kann auf einen Vorrat an FFP2-Masken vom DRK zurück greifen. Auch Selbsttests liegen zur Sicherheit bereit. "Wir hoffen aber, dass diejenigen, die zu uns kommen, vorher ein Testzentrum besuchen", sagt Urban. Das hofft auch Alexander Hermelink, der darüber hinaus ein weiteres Schutzkonzept parat hat. "Wir haben uns auf die 3G-Regelung verständigt", sagt er. Heißt: Wer an diesem Sonntag Zuflucht in der Werretalhalle sucht, muss geimpft, genesen oder eben getestet sein. "Das werden wir auch am Eingang kontrollieren", sagt hermelink. Nach Hause geschickt aber werde dennoch niemand. Denn für Menschen mit positivem Test oder auch Quarantäne-Auflagen stehen im Untergeschoss Einzelräume zur Verfügung. "Momentan wissen wir von fünf Personen im Evakuierungsradius, die unter Quarantäne stehen. Die Meisten haben sich aber schon um eine Unterbringung im familiären Umfeld gekümmert", sagt Paul Urban. Dazu raten die Verantwortlichen der Stadt aber ohnehin - auch den gesunden und geimpften Menschen. "Es heißt nicht ohne Grund ,Notunterkunft'", betont etwa Matthias Kuhle."Wir sind für alles gewappnet" Für diejenigen, die dennoch in der Werretalhalle Unterschlupf suchen, stellt das DRK Verpflegung bereit. Zudem gibt es Tische und Stühle sowie einige Kinderspiele zum Zeitvertreib. Um immer auf dem aktuellsten Stand zu sein, wird das Radio laufen. Zudem richtet das Ordnungsamt ein Info-Point im Foyer ein, an den sich die Besucher jederzeit wenden können. Parkplätze stehen in ausreichender Zahl unterhalb der Halle an der Werre zur Verfügung. Ob es überhaupt zu einer Evakuierung und damit zu einer Unterbringung in der Werretalhalle kommt, entscheidet sich aber erst am Sonntagvormittag. Sollte es aber so sein, dann gibt es für die Beteiligten keinen Grund, sich Sorgen zu machen. "Wir arbeiten seit Jahren hervorragend mit DRK, Polizei und Feuerwehr zusammen und stehen auch jetzt in einem guten Austausch", sagt Paul Urban. "Wir sind für alles gewappnet." Nur am Montag sollte der Spuk vorbei sein. Dann nämlich wird die Werretalhalle kurzfristig zum Impfzentrum umfunktioniert. Jeden Montag stehen dann von 14 bis 19 Uhr Impfdosen für Ungeimpfte oder zur Auffrischung bereit. Weitere Informationen zur möglichen Evakuierung gibt es im Internet unter www.loehne.de. Zudem ist unter Tel (05732) 100 159 eine Hotline geschaltet.

Möglicher Bombenfund in Werste: Löhne plant corona-sensible Evakuierung

In der Löhner Werretalhalle werden im Fall einer Evakuierung betroffene Löhne untergebracht. © Jens Reddeker

Löhne. Nach dem möglichen Bombenfund im Süden von Werste ist die Liste der Unsicherheiten lang: Liegt dort tatsächlich ein Blindgänger? Kommt es überhaupt zu einer Evakuierung? Wie auch immer die Antworten am Ende ausfallen werden - die Stadt Löhne sieht sich für alle Eventualitäten schon jetzt bestens gerüstet. Schließlich stellt auch die Werrestadt ihren betroffenen Bürgern eine Notunterkunft für den Fall der Fälle bereit. Und dort wurde sogar eine Lösung für die Corona-Problematik gefunden.

Wie berichtet untersucht der Kampfmittelräumdienst am ersten Adventssonntag kurz nach Sonnenaufgang den Verdachtspunkt in Werste. Sollte es sich tatsächlich um eine nicht gezündete Bombe aus dem Krieg handeln, müssen je nach Typ bis zu 3.000 Menschen evakuiert werden. Rund 1.000 von ihnen auf Löhner Stadtgebiet. Ihnen stünde dann die Werretalhalle als vorübergehende Unterkunft zur Verfügung. "Wir sind in gemeinsamen Gesprächen zu dem Schluss gekommen, dass sie ein geeignetes Objekt dafür ist", sagt Matthias Kuhle vom Löhner Ordnungsamt. Das bestätigt auch Alexander Hermelink vom Löhner DRK-Ortsverband, der sich um die Organisation vor Ort kümmern wird. "Die Werretalhalle kennen wir und sie ist schon einigermaßen erprobt", sagt er.

Selbsttests liegen zur Sicherheit bereit

Für den Fall der Fälle haben sich die Verantwortlichen einen geregelten Ablauf überlegt. Die meisten Menschen sollen dann in Saal 1 unterkommen, der sonst für Veranstaltungen genutzt wird. "Der ist auch groß genug, um Abstände zwischen den Tischen zu wahren", sagt Ordnungsamtsleiter Paul Urban. Und spricht damit ein Thema an, das offenbar vielen auf der Seele brennt. Sein Kollege Matthias Kuhle aber stellt klar: "Wir gehen in Sachen Corona sensibel vor." So gelte etwa in der Werretalhalle eine Maskenpflicht. Wer keinen eigenen Mund-Nasen-Schutz dabei hat, kann auf einen Vorrat an FFP2-Masken vom DRK zurück greifen. Auch Selbsttests liegen zur Sicherheit bereit. "Wir hoffen aber, dass diejenigen, die zu uns kommen, vorher ein Testzentrum besuchen", sagt Urban.

Das hofft auch Alexander Hermelink, der darüber hinaus ein weiteres Schutzkonzept parat hat. "Wir haben uns auf die 3G-Regelung verständigt", sagt er. Heißt: Wer an diesem Sonntag Zuflucht in der Werretalhalle sucht, muss geimpft, genesen oder eben getestet sein. "Das werden wir auch am Eingang kontrollieren", sagt hermelink. Nach Hause geschickt aber werde dennoch niemand. Denn für Menschen mit positivem Test oder auch Quarantäne-Auflagen stehen im Untergeschoss Einzelräume zur Verfügung. "Momentan wissen wir von fünf Personen im Evakuierungsradius, die unter Quarantäne stehen. Die Meisten haben sich aber schon um eine Unterbringung im familiären Umfeld gekümmert", sagt Paul Urban. Dazu raten die Verantwortlichen der Stadt aber ohnehin - auch den gesunden und geimpften Menschen. "Es heißt nicht ohne Grund ,Notunterkunft'", betont etwa Matthias Kuhle.

"Wir sind für alles gewappnet"

Für diejenigen, die dennoch in der Werretalhalle Unterschlupf suchen, stellt das DRK Verpflegung bereit. Zudem gibt es Tische und Stühle sowie einige Kinderspiele zum Zeitvertreib. Um immer auf dem aktuellsten Stand zu sein, wird das Radio laufen. Zudem richtet das Ordnungsamt ein Info-Point im Foyer ein, an den sich die Besucher jederzeit wenden können. Parkplätze stehen in ausreichender Zahl unterhalb der Halle an der Werre zur Verfügung.

Ob es überhaupt zu einer Evakuierung und damit zu einer Unterbringung in der Werretalhalle kommt, entscheidet sich aber erst am Sonntagvormittag. Sollte es aber so sein, dann gibt es für die Beteiligten keinen Grund, sich Sorgen zu machen. "Wir arbeiten seit Jahren hervorragend mit DRK, Polizei und Feuerwehr zusammen und stehen auch jetzt in einem guten Austausch", sagt Paul Urban. "Wir sind für alles gewappnet." Nur am Montag sollte der Spuk vorbei sein. Dann nämlich wird die Werretalhalle kurzfristig zum Impfzentrum umfunktioniert. Jeden Montag stehen dann von 14 bis 19 Uhr Impfdosen für Ungeimpfte oder zur Auffrischung bereit.

Weitere Informationen zur möglichen Evakuierung gibt es im Internet unter www.loehne.de. Zudem ist unter Tel (05732) 100 159 eine Hotline geschaltet.

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