Mobbing an der Rudolf-Steiner-Schule in Schloß Hamborn bleibt straflos Verfahren gegen sechs Lehrer eingestellt Von Hubertus Gärtner Paderborn (nw). Mobbing unter Schülern ist in den letzten Jahren verstärkt zu einem Thema geworden. Auch an den Lehrern gibt es dann manchmal Kritik. So passierte es vor gut einem Jahr an der Rudolf-Steiner-Schule in Schloß Hamborn. Dort war eine neun Jahre alte Schülerin in ihrer Klasse angeblich über einen längeren Zeitraum sozialer Ausgrenzung durch ihre Mitschüler ausgesetzt. Die Eltern hatten deshalb schließlich sogar Anzeige wegen Verletzung der Fürsorgepflicht sowie fahrlässiger Körperverletzung erstattet.Fast ein Jahr lang versuchte die Paderborner Staatsanwaltschaft, den Fall aufzuklären. Wie eine Sprecherin der Behörde bestätigte, hat sie jetzt ihre umfangreichen Ermittlungen gegen sechs Lehrer sowie ein weiteres Mitglied der Schulleitung auf Schloß Hamborn eingestellt. "Gröbliche Pflichtverletzungen" und vorsätzliches Handeln sei den Beschuldigten "nicht mit der für eine Verurteilung erforderlichen Sicherheit nachzuweisen", lautet das Resümee der Staatsanwaltschaft. Das "mögliche Verschulden" erscheine "als noch gering".Zwar werde nach einem Gutachten der Westfälischen Kinder- und Jugendklinik in Marsberg davon ausgegangen, dass bei dem Opfer "Mobbingerfahrungen" eine Angststörung und depressive Stimmungen verursacht haben. Allerdings müsse den Lehrkräften auch gestattet werden, "zunächst die aus ihrer Sicht erforderlichen Schritte einzuleiten".Die Eltern des Opfers wollen jetzt auf zivilrechtlichem Wege Ansprüche geltend machen. Keines ihrer vier Kinder besucht inzwischen noch die Rudolf-Steiner-Schule.

Mobbing an der Rudolf-Steiner-Schule in Schloß Hamborn bleibt straflos

Paderborn (nw). Mobbing unter Schülern ist in den letzten Jahren verstärkt zu einem Thema geworden. Auch an den Lehrern gibt es dann manchmal Kritik. So passierte es vor gut einem Jahr an der Rudolf-Steiner-Schule in Schloß Hamborn.

Auf Schloß Hamborn gibt es Streit. - © Foto: pr
Auf Schloß Hamborn gibt es Streit. - © Foto: pr

Dort war eine neun Jahre alte Schülerin in ihrer Klasse angeblich über einen längeren Zeitraum sozialer Ausgrenzung durch ihre Mitschüler ausgesetzt. Die Eltern hatten deshalb schließlich sogar Anzeige wegen Verletzung der Fürsorgepflicht sowie fahrlässiger Körperverletzung erstattet.

Fast ein Jahr lang versuchte die Paderborner Staatsanwaltschaft, den Fall aufzuklären. Wie eine Sprecherin der Behörde bestätigte, hat sie jetzt ihre umfangreichen Ermittlungen gegen sechs Lehrer sowie ein weiteres Mitglied der Schulleitung auf Schloß Hamborn eingestellt. "Gröbliche Pflichtverletzungen" und vorsätzliches Handeln sei den Beschuldigten "nicht mit der für eine Verurteilung erforderlichen Sicherheit nachzuweisen", lautet das Resümee der Staatsanwaltschaft. Das "mögliche Verschulden" erscheine "als noch gering".

Zwar werde nach einem Gutachten der Westfälischen Kinder- und Jugendklinik in Marsberg davon ausgegangen, dass bei dem Opfer "Mobbingerfahrungen" eine Angststörung und depressive Stimmungen verursacht haben. Allerdings müsse den Lehrkräften auch gestattet werden, "zunächst die aus ihrer Sicht erforderlichen Schritte einzuleiten".

Die Eltern des Opfers wollen jetzt auf zivilrechtlichem Wege Ansprüche geltend machen. Keines ihrer vier Kinder besucht inzwischen noch die Rudolf-Steiner-Schule.

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