Mit Plan gegen Waldbrand: Stemweder Berg kämpft gegen Trockenheit und Schädlingsbefall Jörn Spreen-Ledebur Stemwede (nw). Die vergangenen Sommer waren sehr trocken, vor allem im Sommer 2018 herrschte Dürre. Hinzu kommt der Borkenkäfer. In den Wäldern gibt es deshalb viel trockenes Holz – und entsprechend stark ist die Waldbrand-Gefahr gestiegen. Die Feuerwehr Stemwede reagiert auf die hohe Waldbrand-Gefahr und hat deshalb ein Konzept entwickelt, wenn es im Stemweder Berg brennen sollte. Eine detaillierte Karte zum kleinsten deutschen Mittelgebirge mit seinen geschützten Wäldern wird es in allen Fahrzeugen der Wehr geben – auch auf niedersächsischer Seite. Jeder könne diese Karte lesen, sagte Dennis Meier von der Feuerwehr bei der Vorstellung im Gerätehaus Wehdem/Westrup. Die Karte zeigt die unterschiedlichen Wege im Berg an, aber auch Sammelpunkte, Bereitstellungsräume und Wasserentnahmestellen. Sie soll noch verfeinert und ergänzt werden – etwa mit Koordinaten für bestimmte Punkte. Der dritte Zug der Feuerwehr Stemwede mit den Löschgruppen Oppenwehe, Oppendorf sowie Wehdem/Westrup hat nach Angaben von Zugführer Dennis Meier den „größten Teil am Kuchen“. Deshalb habe sich eine Gruppe von Feuerwehrleuten zusammengesetzt und beraten, „was wir tun können, damit wir schneller und strukturierter arbeiten können“. Unterstützt wurden Zugführer Dennis Meier und sein Stellvertreter Peter Lahrmann, Daniel Wagenfeld und Manuel Becker von Friedhelm Kohlwes vom Forstbetriebsverband. Der Feuerwehr stellten sich dabei viele Fragen, merkte Dennis Meier an. Dazu gehört etwa die Frage, wo es Sammelpunkte und Bereitstellungsräume gibt. Wenn überörtliche Hilfe etwa aus Espelkamp oder Rahden gebraucht werde, dann brauche man Platz für die Einsatzkräfte und die Fahrzeuge. „Wir wollen nicht mit zu viel Fahrzeugen in den Wald fahren und uns selbst behindern“, merkte Daniel Wagenfeld an. Drei Bereiche haben die Feuerwehrleute für den Stemweder Berg schon entwickelt, ein vierter im Bereich Haldem kommt noch hinzu. Der fünfte Bereich liegt auf niedersächsischer Seite – und mit den Kameraden aus der Samtgemeinde Lemförde arbeiten die Stemweder eng zusammen. Die Wasserentnahmestellen auf Brockumer Seite erkundeten die Stemweder gemeinsam mit ihren niedersächsischen Kameraden. Auf deren Hilfe sei man angewiesen. In einem nächsten Schritt sollen die Bereiche Quernheim und Stemshorn ebenfalls in die Karte aufgenommen werden. Der „Weiße Weg“, der von Oppendorf bis zur Haldemer Wilhelmshöhe führt, ist nach Angaben von Daniel Wagenfeld eine „Lebensader“ im Stemweder Berg. Der Weg sei komplett befahrbar und das sei ganz wichtig. Der „Weiße Weg“ gehört auf der Karte zu den grünen Wegen – die sind befahrbar. Zu finden sind sie vor allem in den höheren Lagen des Berges. An den Flanken des Mittelgebirges gibt es laut Karte viele rote Wege – die sind nicht befahrbar. Diese so genannten roten Wege seien zu eng, dicht bewachsen oder einfach zu steil, so Wagenfeld. Das habe sich die Wehr bei Erkundungen angesehen. Kein Einsatzleiter werde ein Fahrzeug auf einen solchen Weg schicken, das sei zu gefährlich. In manchen Bereichen könne nur zu Fuß vorgerückt werden. In Haldem und Arrenkamp gehörten die Wege im Wald der Gemeinde, sagte Friedhelm Kohlwes. In Wehdem sei ein Großteil der Wege im Privatbesitz. Der Forstbetriebsverband könne im Jahr nur retwa 200 Meter Waldweg ertüchtigen. Derzeit aber geht offenbar nichts. Laut Kohlwes sind wegen des Borkenkäfers die Einnahmen weggebrochen und der Verband könne nicht einmal den Eigenanteil aufbringen, der für eine Förderung des Wegebaus notwendig sei. Man müsse schauen, was gefördert werden könnte – um etwa Wege an strategischen Stellen zu befestigen, damit sich dort Feuerwehrfahrzeuge begegnen könnten, merkte Kohlwes an. Die Möglichkeit des Begegnungsverkehrs müsse man an den Stellen hinbekommen, wo das möglich sei, ergänzte Daniel Wagenfeld. „Das müssen wir hinkriegen, das ist sehr wichtig für uns.“ Bürgermeister Kai Abruszat dankte der Feuerwehr für die systematische Bearbeitung des Themas. Im kommenden Jahr beginne die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes. Wenn die Konzeption der Feuerwehr Teil des Plans werde, und davon gehe er aus, dann habe das Folgen. Da könne es um Personal, den Wegebau und das technische Gerät gehen. Die Gemeinde müsse prüfen, ob an der einen oder anderen Stelle beim Gerät nachjustiert werden müsse. Das helfe bei der Suche etwa nach „Verbündeten bei der Co-Finanzierung“. Die Waldbrandgefahr nehme zu, hinzu komme die Gefahr durch den Borkenkäfer.

Mit Plan gegen Waldbrand: Stemweder Berg kämpft gegen Trockenheit und Schädlingsbefall

Dennis Meier stellte die Karte gemeinsam mit Daniel Wagenfeld, Manuel Becker, Peter Lahrmannn, Bürgermeister Kai Abruszat, den stellvertretenden Feuerwehrchefs Matthias Maler und Dietmar Meier sowie Friedhelm Kohlwes (Fortbetriebsverband) vor. Foto: Spreen-Ledebur © Joern Spreen-Ledebur

Stemwede (nw). Die vergangenen Sommer waren sehr trocken, vor allem im Sommer 2018 herrschte Dürre. Hinzu kommt der Borkenkäfer. In den Wäldern gibt es deshalb viel trockenes Holz – und entsprechend stark ist die Waldbrand-Gefahr gestiegen. Die Feuerwehr Stemwede reagiert auf die hohe Waldbrand-Gefahr und hat deshalb ein Konzept entwickelt, wenn es im Stemweder Berg brennen sollte.

Eine detaillierte Karte zum kleinsten deutschen Mittelgebirge mit seinen geschützten Wäldern wird es in allen Fahrzeugen der Wehr geben – auch auf niedersächsischer Seite. Jeder könne diese Karte lesen, sagte Dennis Meier von der Feuerwehr bei der Vorstellung im Gerätehaus Wehdem/Westrup. Die Karte zeigt die unterschiedlichen Wege im Berg an, aber auch Sammelpunkte, Bereitstellungsräume und Wasserentnahmestellen. Sie soll noch verfeinert und ergänzt werden – etwa mit Koordinaten für bestimmte Punkte.

Der dritte Zug der Feuerwehr Stemwede mit den Löschgruppen Oppenwehe, Oppendorf sowie Wehdem/Westrup hat nach Angaben von Zugführer Dennis Meier den „größten Teil am Kuchen“. Deshalb habe sich eine Gruppe von Feuerwehrleuten zusammengesetzt und beraten, „was wir tun können, damit wir schneller und strukturierter arbeiten können“. Unterstützt wurden Zugführer Dennis Meier und sein Stellvertreter Peter Lahrmann, Daniel Wagenfeld und Manuel Becker von Friedhelm Kohlwes vom Forstbetriebsverband.

Der Feuerwehr stellten sich dabei viele Fragen, merkte Dennis Meier an. Dazu gehört etwa die Frage, wo es Sammelpunkte und Bereitstellungsräume gibt. Wenn überörtliche Hilfe etwa aus Espelkamp oder Rahden gebraucht werde, dann brauche man Platz für die Einsatzkräfte und die Fahrzeuge. „Wir wollen nicht mit zu viel Fahrzeugen in den Wald fahren und uns selbst behindern“, merkte Daniel Wagenfeld an.

Drei Bereiche haben die Feuerwehrleute für den Stemweder Berg schon entwickelt, ein vierter im Bereich Haldem kommt noch hinzu. Der fünfte Bereich liegt auf niedersächsischer Seite – und mit den Kameraden aus der Samtgemeinde Lemförde arbeiten die Stemweder eng zusammen.

Die Wasserentnahmestellen auf Brockumer Seite erkundeten die Stemweder gemeinsam mit ihren niedersächsischen Kameraden. Auf deren Hilfe sei man angewiesen. In einem nächsten Schritt sollen die Bereiche Quernheim und Stemshorn ebenfalls in die Karte aufgenommen werden.

Der „Weiße Weg“, der von Oppendorf bis zur Haldemer Wilhelmshöhe führt, ist nach Angaben von Daniel Wagenfeld eine „Lebensader“ im Stemweder Berg. Der Weg sei komplett befahrbar und das sei ganz wichtig. Der „Weiße Weg“ gehört auf der Karte zu den grünen Wegen – die sind befahrbar. Zu finden sind sie vor allem in den höheren Lagen des Berges. An den Flanken des Mittelgebirges gibt es laut Karte viele rote Wege – die sind nicht befahrbar.

Diese so genannten roten Wege seien zu eng, dicht bewachsen oder einfach zu steil, so Wagenfeld. Das habe sich die Wehr bei Erkundungen angesehen. Kein Einsatzleiter werde ein Fahrzeug auf einen solchen Weg schicken, das sei zu gefährlich. In manchen Bereichen könne nur zu Fuß vorgerückt werden.

In Haldem und Arrenkamp gehörten die Wege im Wald der Gemeinde, sagte Friedhelm Kohlwes. In Wehdem sei ein Großteil der Wege im Privatbesitz. Der Forstbetriebsverband könne im Jahr nur retwa 200 Meter Waldweg ertüchtigen. Derzeit aber geht offenbar nichts. Laut Kohlwes sind wegen des Borkenkäfers die Einnahmen weggebrochen und der Verband könne nicht einmal den Eigenanteil aufbringen, der für eine Förderung des Wegebaus notwendig sei.

Man müsse schauen, was gefördert werden könnte – um etwa Wege an strategischen Stellen zu befestigen, damit sich dort Feuerwehrfahrzeuge begegnen könnten, merkte Kohlwes an. Die Möglichkeit des Begegnungsverkehrs müsse man an den Stellen hinbekommen, wo das möglich sei, ergänzte Daniel Wagenfeld. „Das müssen wir hinkriegen, das ist sehr wichtig für uns.“ Bürgermeister Kai Abruszat dankte der Feuerwehr für die systematische Bearbeitung des Themas. Im kommenden Jahr beginne die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes. Wenn die Konzeption der Feuerwehr Teil des Plans werde, und davon gehe er aus, dann habe das Folgen. Da könne es um Personal, den Wegebau und das technische Gerät gehen.

Die Gemeinde müsse prüfen, ob an der einen oder anderen Stelle beim Gerät nachjustiert werden müsse. Das helfe bei der Suche etwa nach „Verbündeten bei der Co-Finanzierung“. Die Waldbrandgefahr nehme zu, hinzu komme die Gefahr durch den Borkenkäfer.

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