Mindenerin auf A2 angefahren - Unfall-Verursacher flüchtet vergeblich mit kaputtem Wagen Ingo Müntz Bad Oeynhausen/Herford. In der Nacht zu Donnerstag ist es auf der A2 zu einem Auffahrunfall gekommen. Doch der mutmaßliche Unfallfahrer dachte gar nicht daran, sich um den Unfall oder die betroffene Fahrerin zu kümmern und fuhr einfach weiter. Allerdings hatte er die Möglichkeiten seines kaputten Autos unterschätzt. Wenige hundert Meter war Schluss. Wie die Polizei mitteilt, fuhr gegen 0.40 Uhr eine 43-jährige Frau aus Minden mit ihrem Toyota Yaris auf der A2 in Richtung Hannover. Kurz vor dem Autobahnkreuz Bad Oeynhausen knallte ihr von hinten ein VW Passat ins Heck. Während der schwer beschädigte Toyota auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stillstand kam, schleuderte der VW nach rechts und stieß gegen die Schutzplanken. Doch scheinbar unbeirrt startete der Fahrer durch und verließ Unfallstelle, Verkehrsopfer und fünf beschädigte Leitplankenelemente. Als die Bielefelder Beamten die Unfallstelle sicherten und die Unfallaufnahme durchführten entdeckten sie den kaputten VW Passat nur wenige hundert Meter vom Unfallort entfernt. Das Auto war aufgrund der Unfallschäden - ebenso der Toyota - nicht mehr fahrbereit. An dem VW gab sich ein 25-jähriger polnischer Staatsbürger angeblich als Beifahrer zu erkennen. Trotz Schwierigkeiten bei der Verständigung beschuldigte er mit einer ausgeprägten Fahne einen anderen Mann, zum Unfallzeitpunkt am Steuer gesessen zu haben. Dieser sei zu Fuß davon gelaufen und ihm sei nur der Vorname bekannt. Ein Polizeihund war allerdings anderer Meinung. Denn der brach tatsächlich jede weitere Suche nach nur wenigen Metern ab. Ein zweiter Mann konnte nicht entdeckt werden. Vermutlich handelte es sich bei dem angetrunkenen 25-Jährigen um eine Schutzbehauptung, so die Polizei. In einem Herforder Krankenhaus wurde ihm eine Blutprobe entnommen, die Beamten stellten Auto und Führerschein sicher. Bei der Sicherstellung seiner Bekleidung spielte der 25-Jährige nicht mehr mit. Er wurde zunehmend aggressiver gegen die Polizisten. Als er dann noch auf der Autobahnpolizeiwache um sich spuckte, ging es zur Nachtruhe für ihn ins Gewahrsam der Herforder Polizei untergebracht. Zwischenzeitlich hatten Rettungssanitäter die verunfallte Frau aus Minden ins Krankenhaus gebracht. Sie konnte es nach einem kurzen Aufenthalt wieder verlassen und gilt als unverletzt. Der 25-Jährige zahlte schließlich 900 Euro als Sicherheitsleistung und konnte gehen. Den Sachschaden schätzten die Autobahnpolizisten auf 16.500 Euro.

Mindenerin auf A2 angefahren - Unfall-Verursacher flüchtet vergeblich mit kaputtem Wagen

Die Polizei machte während der Unfallaufnahme eine wichtige Entdeckung. © Symbolfoto Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Bad Oeynhausen/Herford. In der Nacht zu Donnerstag ist es auf der A2 zu einem Auffahrunfall gekommen. Doch der mutmaßliche Unfallfahrer dachte gar nicht daran, sich um den Unfall oder die betroffene Fahrerin zu kümmern und fuhr einfach weiter. Allerdings hatte er die Möglichkeiten seines kaputten Autos unterschätzt. Wenige hundert Meter war Schluss.

Wie die Polizei mitteilt, fuhr gegen 0.40 Uhr eine 43-jährige Frau aus Minden mit ihrem Toyota Yaris auf der A2 in Richtung Hannover. Kurz vor dem Autobahnkreuz Bad Oeynhausen knallte ihr von hinten ein VW Passat ins Heck. Während der schwer beschädigte Toyota auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stillstand kam, schleuderte der VW nach rechts und stieß gegen die Schutzplanken. Doch scheinbar unbeirrt startete der Fahrer durch und verließ Unfallstelle, Verkehrsopfer und fünf beschädigte Leitplankenelemente.

Als die Bielefelder Beamten die Unfallstelle sicherten und die Unfallaufnahme durchführten entdeckten sie den kaputten VW Passat nur wenige hundert Meter vom Unfallort entfernt. Das Auto war aufgrund der Unfallschäden - ebenso der Toyota - nicht mehr fahrbereit. An dem VW gab sich ein 25-jähriger polnischer Staatsbürger angeblich als Beifahrer zu erkennen. Trotz Schwierigkeiten bei der Verständigung beschuldigte er mit einer ausgeprägten Fahne einen anderen Mann, zum Unfallzeitpunkt am Steuer gesessen zu haben. Dieser sei zu Fuß davon gelaufen und ihm sei nur der Vorname bekannt. Ein Polizeihund war allerdings anderer Meinung. Denn der brach tatsächlich jede weitere Suche nach nur wenigen Metern ab. Ein zweiter Mann konnte nicht entdeckt werden.

Vermutlich handelte es sich bei dem angetrunkenen 25-Jährigen um eine Schutzbehauptung, so die Polizei. In einem Herforder Krankenhaus wurde ihm eine Blutprobe entnommen, die Beamten stellten Auto und Führerschein sicher. Bei der Sicherstellung seiner Bekleidung spielte der 25-Jährige nicht mehr mit. Er wurde zunehmend aggressiver gegen die Polizisten. Als er dann noch auf der Autobahnpolizeiwache um sich spuckte, ging es zur Nachtruhe für ihn ins Gewahrsam der Herforder Polizei untergebracht.

Zwischenzeitlich hatten Rettungssanitäter die verunfallte Frau aus Minden ins Krankenhaus gebracht. Sie konnte es nach einem kurzen Aufenthalt wieder verlassen und gilt als unverletzt. Der 25-Jährige zahlte schließlich 900 Euro als Sicherheitsleistung und konnte gehen. Den Sachschaden schätzten die Autobahnpolizisten auf 16.500 Euro.

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