Herford Mehr als 100 Verstöße gegen die Corona-Regeln in Herford Wiebke Wellnitz Herford. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung, die am Montag in Kraft trat, ändern sich die Regeln auch für die Stadt Herford erneut. Beispielsweise fällt die Ausgangssperre nun weg. Doch gerade sie wurde für einige Herforder teuer: Zwischen Weihnachten und dem 12. Januar wurden 106 Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen angezeigt, 100 alleine aufgrund der Missachtung der Ausgangssperre. Doch auch ohne die Kontrollen nach 21 Uhr haben Polizei und Ordnungsamt noch genug zu tun. Fünf Teams des Ordnungsamtes sind tagsüber in Herford unterwegs. Ein Schwerpunkt der Kontrollen ist die Einhaltung der Quarantänepflicht für an Corona erkrankte Personen und diejenigen, die als "Erstkontakt" zu Hause bleiben müssen. Aufgrund der immer noch hohen Infektionszahlen kommt da ordentlich was zusammen: Im gesamten Kreis Herford sind insgesamt 1.661 Personen in Quarantäne, mehr als die Hälfte von ihnen sind als Kontaktperson in häuslicher Isolierung. Eine genau Zahl der Infizierten gibt es für Herford nicht, dennoch zeigt sich mit Blick auf das Infektionsgeschehen, dass die Stadt mehr als ein Drittel aller Infizierten aufweist. "Das ist schon ein ordentlicher Aufwand, der einen Großteil der Arbeitszeit in Anspruch nimmt", sagt Petra Stender, Leiterin des Ordnungsamtes. Kontrolle auf öffentlichen Plätzen Neben der Überprüfung der Quarantäne-Vorschriften sind die Mitarbeiter unter anderem auf öffentlichen Plätzen unterwegs, wo sie die Abstandsregeln und die Maskenpflicht kontrollieren. Zudem werde überprüft, ob alle Betriebe, die aufgrund der Schutzverordnung geschlossen werden mussten, auch wirklich geschlossen sind. Bei denen, die geöffnet haben dürfen, wie beispielsweise Supermärkte, werde ebenfalls darauf geachtet, ob Kunden Masken tragen und der Einlass geregelt ist. Dies gelte, um nachprüfen zu können, wie viele Kunden sich gleichzeitig im Laden befinden und ob auch hier die Abstandsregeln beachtet werden. Beschwerden von Bürgern Zusätzlich muss sich das Ordnungsamt auch um die Beschwerden kümmern, wenn Bürger anrufen und Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung melden. "Hin und wieder bekommen wir solche Hinweise. Allerdings ist das meist eine Momentaufnahme", beschreibt Stender. Teilweise kämen die Mitarbeiter zu dem genannten Ort und eine Gruppe habe sich dann beispielsweise schon längst wieder aufgelöst. "Das hat sich dann erledigt, bis wir vor Ort sind." Dennoch: "Wir kontrollieren, was wir mit dem Personal kontrollieren können", betont Stender. Im Zuge des Pandemiegeschehens sei das Personal des Ordnungsamtes bereits aufgestockt worden. Bereits im November wurden die Teams durch die Kollegen von der Verkehrsüberwachung verstärkt. Umgerechnet zehn zusätzliche Mitarbeiter sollen bei den Kontrollen zum Einsatz kommen, wie Peter Maria Böhm, Chef des Herforder Krisenstabs, erklärte. Dabei sollen rund sechs Stellen dadurch besetzt werden, dass Aufgaben von externen Sicherheitsunternehmen übernommen werden. Dazu kommen dann vier weitere feste Stellen bei der Stadt. Ebenfalls für die Kontrollen der Quarantäne-Auflagen.
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Mehr als 100 Verstöße gegen die Corona-Regeln in Herford

Das Ordnungsamt hat auch ohne die Kontrolle der Ausgangssperre genug Aufgaben. © Jobst Lüdeking

Herford. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung, die am Montag in Kraft trat, ändern sich die Regeln auch für die Stadt Herford erneut. Beispielsweise fällt die Ausgangssperre nun weg. Doch gerade sie wurde für einige Herforder teuer: Zwischen Weihnachten und dem 12. Januar wurden 106 Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen angezeigt, 100 alleine aufgrund der Missachtung der Ausgangssperre. Doch auch ohne die Kontrollen nach 21 Uhr haben Polizei und Ordnungsamt noch genug zu tun.

Fünf Teams des Ordnungsamtes sind tagsüber in Herford unterwegs. Ein Schwerpunkt der Kontrollen ist die Einhaltung der Quarantänepflicht für an Corona erkrankte Personen und diejenigen, die als "Erstkontakt" zu Hause bleiben müssen. Aufgrund der immer noch hohen Infektionszahlen kommt da ordentlich was zusammen: Im gesamten Kreis Herford sind insgesamt 1.661 Personen in Quarantäne, mehr als die Hälfte von ihnen sind als Kontaktperson in häuslicher Isolierung. Eine genau Zahl der Infizierten gibt es für Herford nicht, dennoch zeigt sich mit Blick auf das Infektionsgeschehen, dass die Stadt mehr als ein Drittel aller Infizierten aufweist. "Das ist schon ein ordentlicher Aufwand, der einen Großteil der Arbeitszeit in Anspruch nimmt", sagt Petra Stender, Leiterin des Ordnungsamtes.

Kontrolle auf öffentlichen Plätzen

Neben der Überprüfung der Quarantäne-Vorschriften sind die Mitarbeiter unter anderem auf öffentlichen Plätzen unterwegs, wo sie die Abstandsregeln und die Maskenpflicht kontrollieren. Zudem werde überprüft, ob alle Betriebe, die aufgrund der Schutzverordnung geschlossen werden mussten, auch wirklich geschlossen sind.

Bei denen, die geöffnet haben dürfen, wie beispielsweise Supermärkte, werde ebenfalls darauf geachtet, ob Kunden Masken tragen und der Einlass geregelt ist. Dies gelte, um nachprüfen zu können, wie viele Kunden sich gleichzeitig im Laden befinden und ob auch hier die Abstandsregeln beachtet werden.

Beschwerden von Bürgern

Zusätzlich muss sich das Ordnungsamt auch um die Beschwerden kümmern, wenn Bürger anrufen und Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung melden. "Hin und wieder bekommen wir solche Hinweise. Allerdings ist das meist eine Momentaufnahme", beschreibt Stender. Teilweise kämen die Mitarbeiter zu dem genannten Ort und eine Gruppe habe sich dann beispielsweise schon längst wieder aufgelöst. "Das hat sich dann erledigt, bis wir vor Ort sind."

Dennoch: "Wir kontrollieren, was wir mit dem Personal kontrollieren können", betont Stender. Im Zuge des Pandemiegeschehens sei das Personal des Ordnungsamtes bereits aufgestockt worden. Bereits im November wurden die Teams durch die Kollegen von der Verkehrsüberwachung verstärkt. Umgerechnet zehn zusätzliche Mitarbeiter sollen bei den Kontrollen zum Einsatz kommen, wie Peter Maria Böhm, Chef des Herforder Krisenstabs, erklärte. Dabei sollen rund sechs Stellen dadurch besetzt werden, dass Aufgaben von externen Sicherheitsunternehmen übernommen werden. Dazu kommen dann vier weitere feste Stellen bei der Stadt. Ebenfalls für die Kontrollen der Quarantäne-Auflagen.

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