Löhner Bahnhof verkauft Handwerker ersteigert denkmalgeschütztes Gebäude Köln/Löhne (nw/indi). Der Löhner Bahnhof, einst ein Hauptknotenpunkt im deutschen Personen- und Güterverkehr, gehört nun einem Handwerker aus Kaiserslautern. Epifanio Difede, Stuckateur und Gipser, hat das Gebäude für 43 000 Euro in Köln ersteigert - ohne es zuvor auch nur gesehen zu haben. Um 11 Uhr hatte die Versteigerung im Kölner Hotel Hilton begonnen. Der Löhner Bahnhof ist die Position 22 im Versteigerungskatalog. Fünf Minuten dauert die Verlesung der Informationen durch eine Mitarbeiterin der Westdeutschen Grundstücksauktionen AG. Da geht es um den Zustand des Gebäudes ("sanierungsbedürftig") bis zur Auskunft des Bezirksschornsteinfegermeisters.Dann übernimmt Auktionator Gabor Kaufhold die Regie. "Das Mindestgebot liegt bei 35 000 Euro", sagt er. Zwei Bieter sind interessiert. Nach wenigen Minuten hat Difede den Zuschlag. Seine Freude ist groß. "Ich liebe Bahnhöfe. Das ist etwas, was ich immer schon mal haben wollte", sagt er nach der Versteigerung. Er wollte einen "richtigen" Bahnhof haben, "keinen, wo nur einmal am Tag ein Zug hält". Konkrete Ideen, was mit dem Gebäude geschehen soll, hat er noch nicht. Eines sei aber klar: "Es ist nicht in meinem Interesse zu sehen, wie das Gebäude vergammelt." Es solle attraktiver werden. "Dort müssen Menschen auf dem Weg zur Arbeit Brötchen kaufen können, auch ein Geldautomat gehört dazu. Ich möchte aber nicht das Blaue vom Himmel versprechen."Die Größe des denkmalgeschützten Gebäudes, es geht um immerhin 1385 Quadratmeter Nutzfläche, schreckt ihn nicht. "Ich mache vieles in Eigenleistung." Auf die Bahnsteige und den Fußgängertunnel, der zu den Zügen führt, hat die Versteigerung keinen Einfluss. Sie bleiben im Eigentum der Bahn.

Löhner Bahnhof verkauft

Köln/Löhne (nw/indi). Der Löhner Bahnhof, einst ein Hauptknotenpunkt im deutschen Personen- und Güterverkehr, gehört nun einem Handwerker aus Kaiserslautern. Epifanio Difede, Stuckateur und Gipser, hat das Gebäude für 43 000 Euro in Köln ersteigert - ohne es zuvor auch nur gesehen zu haben.

Der Löhner Bahnhof hat einen neuen Besitzer. - © Foto: pr.
Der Löhner Bahnhof hat einen neuen Besitzer. - © Foto: pr.

Um 11 Uhr hatte die Versteigerung im Kölner Hotel Hilton begonnen. Der Löhner Bahnhof ist die Position 22 im Versteigerungskatalog. Fünf Minuten dauert die Verlesung der Informationen durch eine Mitarbeiterin der Westdeutschen Grundstücksauktionen AG. Da geht es um den Zustand des Gebäudes ("sanierungsbedürftig") bis zur Auskunft des Bezirksschornsteinfegermeisters.

Dann übernimmt Auktionator Gabor Kaufhold die Regie. "Das Mindestgebot liegt bei 35 000 Euro", sagt er. Zwei Bieter sind interessiert. Nach wenigen Minuten hat Difede den Zuschlag. Seine Freude ist groß. "Ich liebe Bahnhöfe. Das ist etwas, was ich immer schon mal haben wollte", sagt er nach der Versteigerung. Er wollte einen "richtigen" Bahnhof haben, "keinen, wo nur einmal am Tag ein Zug hält". Konkrete Ideen, was mit dem Gebäude geschehen soll, hat er noch nicht. Eines sei aber klar: "Es ist nicht in meinem Interesse zu sehen, wie das Gebäude vergammelt." Es solle attraktiver werden. "Dort müssen Menschen auf dem Weg zur Arbeit Brötchen kaufen können, auch ein Geldautomat gehört dazu. Ich möchte aber nicht das Blaue vom Himmel versprechen."

Die Größe des denkmalgeschützten Gebäudes, es geht um immerhin 1385 Quadratmeter Nutzfläche, schreckt ihn nicht. "Ich mache vieles in Eigenleistung." Auf die Bahnsteige und den Fußgängertunnel, der zu den Zügen führt, hat die Versteigerung keinen Einfluss. Sie bleiben im Eigentum der Bahn.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Regionales