Lkw-Anhänger mit 1.200 Paketen und Reisekoffern auf der B 83 ausgebrannt Ulrich Behmann Hessisch Oldendorf (szlz). Auf der Bundesstraße 83 bei Hessisch Oldendorf ist am Dienstagvormittag der Anhänger eines Lastwagens in Brand geraten. Nach Angaben der Polizei gingen 1.200 Pakete, die vom Hermes-Paketdienst ausgeliefert werden sollten, in Flammen auf. Auch mehrere prall gefüllte Reisekoffer verbrannten. Der Lkw-Fahrer sagte, er habe plötzlich während der Fahrt einen lauten Knall gehört. Der 70-Jährige stoppte das Gespann zwischen den Abfahrten Hessisch Oldendorf und Fischbeck, um nach dem Rechten zu sehen. Als der Mann, der seit 40 Jahren Lastwagen durch Deutschland steuert, sah, dass ein Reifen des voll beladenen Anhängers geplatzt war und es brannte, kuppelte er den Anhänger von der Zugmaschine ab und fuhr den Lastwagen rasch aus dem Gefahrenbereich. Auf diese Weise verhinderte der Weibecker Schlimmeres. Erst am 27. April habe derselbe Fahrer mit demselben Anhänger unweit dieser Stelle exakt zur selben Zeit ein Problem gehabt, sagte Stadtbrandmeister Tobias Ebbighausen. Seinerzeit war durch eine blockierte Bremse eine Achse heiß gelaufen, waren zwei Feuerwehren mit der dem Alarmstichwort „Lkw-Brand“ alarmiert worden. Der erste Notruf ging gestern um 9.15 Uhr bei der Regionalleitstelle in Hameln ein. Zunächst wurden die Feuerwehren Hessisch Oldendorf und Krückeberg zum Brandort geschickt. Zu diesem Zeitpunkt schlugen meterhohe Flammen aus dem Anhänger, stieg eine große Rauchsäule auf, explodierten Spraydosen. Einige flogen meterweit durch die Luft, landeten auf der Straße und auf dem Grünstreifen. Ebbighausen war sofort klar, dass dieses Feuer schwer zu löschen sein würde. Zudem bestand die Gefahr, dass Löschmannschaften von Spraydosen, die zu Geschossen werden können, getroffen werden. Er forderte umgehend Verstärkung an. Freiwillige der Feuerwehren Fischbeck, Barksen, Großenwieden und Welsede rückten aus. Der Lkw-Fahrer hatte am Morgen in Hannover zahlreiche Pakete geladen. Er wollte sie nach Fischbeck zu einer Spedition bringen. Dort sollten die bestellten Waren auf Zustellfahrzeuge verteilt werden. Was genau sich auf dem Anhänger befunden hat, konnte der 70-Jährige nicht sagen. Von mehreren Kanistern ging zum Glück keine Gefahr aus – sie waren mit Olivenöl gefüllt. Einsatzleiter Lars Clavey ließ dringend benötigtes Wasser mit drei Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr zum Brandort bringen. 6.600 Liter wurden auf diese Weise pro Tour herangeschafft. Trupps, die sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatten, bekämpften den Brand mit Wasser und Schaum. Doch immer wieder flammte das Feuer auf. Mit einem Greifzug wurden deshalb die großen Gitterboxen, in denen sich die brennenden Pakete befanden, von der Ladefläche gezogen und die verkohlten Überreste auf der Straße gelöscht. Der Einsatz zog sich über Stunden hin. Ein Bergungsunternehmen aus Eimbeckhausen rückte am frühen Nachmittag mit einem 80-Tonnen-Kran, einem Radlader, einem Mulden-Lastwagen, einem Abschleppfahrzeug und einem Sattelzug an, um das Wrack zu bergen und den Brandschutt von der Fahrbahn zu räumen. „Für uns gab es jede Menge zu tun“, sagt Bergungsspezialist Andreas Schmidt. Die Feuerwehrleute hätten sein Team hervorragend unterstützt. „Die Einsatzkräfte haben den ausgebrannten Anhänger während der Bergung mit Wasser gekühlt und die verkohlte Ladung, die wir mit einem Radlader von der Straße geräumt haben, gelöscht. Da waren versteckte Glutnester.“ Um 15 Uhr dauerten die Aufräumungsarbeiten noch an, war die Bundesstraße immer noch voll gesperrt. Die Straßenmeisterei geht davon aus, dass am Brandort die Fahrbahndecke abgefräst und erneuert werden muss.

Lkw-Anhänger mit 1.200 Paketen und Reisekoffern auf der B 83 ausgebrannt

Löscheinsatz auf der Bundesstraße – mehrere Feuerwehren bekämpfen die Flammen mit Schaum und Wasser. © Foto: Ulrich Behmann

Hessisch Oldendorf (szlz). Auf der Bundesstraße 83 bei Hessisch Oldendorf ist am Dienstagvormittag der Anhänger eines Lastwagens in Brand geraten. Nach Angaben der Polizei gingen 1.200 Pakete, die vom Hermes-Paketdienst ausgeliefert werden sollten, in Flammen auf. Auch mehrere prall gefüllte Reisekoffer verbrannten.

Der Lkw-Fahrer sagte, er habe plötzlich während der Fahrt einen lauten Knall gehört. Der 70-Jährige stoppte das Gespann zwischen den Abfahrten Hessisch Oldendorf und Fischbeck, um nach dem Rechten zu sehen. Als der Mann, der seit 40 Jahren Lastwagen durch Deutschland steuert, sah, dass ein Reifen des voll beladenen Anhängers geplatzt war und es brannte, kuppelte er den Anhänger von der Zugmaschine ab und fuhr den Lastwagen rasch aus dem Gefahrenbereich. Auf diese Weise verhinderte der Weibecker Schlimmeres.

Erst am 27. April habe derselbe Fahrer mit demselben Anhänger unweit dieser Stelle exakt zur selben Zeit ein Problem gehabt, sagte Stadtbrandmeister Tobias Ebbighausen. Seinerzeit war durch eine blockierte Bremse eine Achse heiß gelaufen, waren zwei Feuerwehren mit der dem Alarmstichwort „Lkw-Brand“ alarmiert worden.

Der erste Notruf ging gestern um 9.15 Uhr bei der Regionalleitstelle in Hameln ein. Zunächst wurden die Feuerwehren Hessisch Oldendorf und Krückeberg zum Brandort geschickt. Zu diesem Zeitpunkt schlugen meterhohe Flammen aus dem Anhänger, stieg eine große Rauchsäule auf, explodierten Spraydosen. Einige flogen meterweit durch die Luft, landeten auf der Straße und auf dem Grünstreifen. Ebbighausen war sofort klar, dass dieses Feuer schwer zu löschen sein würde. Zudem bestand die Gefahr, dass Löschmannschaften von Spraydosen, die zu Geschossen werden können, getroffen werden. Er forderte umgehend Verstärkung an. Freiwillige der Feuerwehren Fischbeck, Barksen, Großenwieden und Welsede rückten aus.

Der Lkw-Fahrer hatte am Morgen in Hannover zahlreiche Pakete geladen. Er wollte sie nach Fischbeck zu einer Spedition bringen. Dort sollten die bestellten Waren auf Zustellfahrzeuge verteilt werden. Was genau sich auf dem Anhänger befunden hat, konnte der 70-Jährige nicht sagen. Von mehreren Kanistern ging zum Glück keine Gefahr aus – sie waren mit Olivenöl gefüllt. Einsatzleiter Lars Clavey ließ dringend benötigtes Wasser mit drei Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr zum Brandort bringen. 6.600 Liter wurden auf diese Weise pro Tour herangeschafft. Trupps, die sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatten, bekämpften den Brand mit Wasser und Schaum. Doch immer wieder flammte das Feuer auf. Mit einem Greifzug wurden deshalb die großen Gitterboxen, in denen sich die brennenden Pakete befanden, von der Ladefläche gezogen und die verkohlten Überreste auf der Straße gelöscht. Der Einsatz zog sich über Stunden hin.

Ein Bergungsunternehmen aus Eimbeckhausen rückte am frühen Nachmittag mit einem 80-Tonnen-Kran, einem Radlader, einem Mulden-Lastwagen, einem Abschleppfahrzeug und einem Sattelzug an, um das Wrack zu bergen und den Brandschutt von der Fahrbahn zu räumen. „Für uns gab es jede Menge zu tun“, sagt Bergungsspezialist Andreas Schmidt. Die Feuerwehrleute hätten sein Team hervorragend unterstützt. „Die Einsatzkräfte haben den ausgebrannten Anhänger während der Bergung mit Wasser gekühlt und die verkohlte Ladung, die wir mit einem Radlader von der Straße geräumt haben, gelöscht. Da waren versteckte Glutnester.“ Um 15 Uhr dauerten die Aufräumungsarbeiten noch an, war die Bundesstraße immer noch voll gesperrt. Die Straßenmeisterei geht davon aus, dass am Brandort die Fahrbahndecke abgefräst und erneuert werden muss.

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