Kühltruhen-Mord neu aufgerollt Bundesgerichtshof hebt erstes Urteil auf / Angeklagter schweigt Spenge/Bad Salzuflen/Bielefeld (nim). Im Februar 2011 entdeckten Polizeibeamte in einer Garage in Spenge in einer Tiefkühltruhe die Leiche einer jungen Frau. Es war die von Olga P. Seit gestern wird der Mordfall neu aufgerollt. Das Bielefelder Landgericht verurteilte im vergangenen Jahr den 43-jährigen Jakob F. aus Bad Salzuflen wegen Mords zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Auf die Revision des Angeklagten hob der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil auf und verwies es an eine andere Kammer des Bielefelder Landgerichts zurück. Vor allem die Ausführungen des Landgerichts zum Mordmerkmal der Heimtücke rügten die Karlsruher Richter als "lückenhaft" und "rechtsfehlerhaft".Jakob F. und Olga P. hatten sich im Herbst 2007 in der Ukraine kennengelernt. Die junge Frau reiste bald darauf in die Bundesrepublik ein, wo sie in mehreren Bordellen in der Region arbeitete. Bald entwickelte sich zwischen ihr und dem wegen Menschenhandels vorbestraften F. eine sexuelle Beziehung.Am 19. Februar 2009 starb Olga P., um den Hals zwei jeweils 75 Zentimeter lange und einen Zentimeter breite zugezogene Kabelbinder. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hatte F. Olga P. zuvor mit stumpfer Gewalt auf den Hinterkopf geschlagen, bevor er sie erdrosselte. F. war damals Freigänger, er verbüßte eine Haftstrafe wegen Menschenhandels. P.s Leiche fanden Polizisten zwei Jahre später bei einer Durchsuchung einer Garage in Spenge. Der Mieter war Jakob F., gegen den die Beamten seinerzeit in einer anderen Sache ermittelten.Zum gestrigen Verhandlungsauftakt vor der III. Großen Strafkammer des Bielefelder Landgerichts schwieg der Angeklagte. Der Prozess wird am 11. November fortgesetzt.

Kühltruhen-Mord neu aufgerollt

Spenge/Bad Salzuflen/Bielefeld (nim). Im Februar 2011 entdeckten Polizeibeamte in einer Garage in Spenge in einer Tiefkühltruhe die Leiche einer jungen Frau. Es war die von Olga P. Seit gestern wird der Mordfall neu aufgerollt.

Das Bielefelder Landgericht verurteilte im vergangenen Jahr den 43-jährigen Jakob F. aus Bad Salzuflen wegen Mords zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Auf die Revision des Angeklagten hob der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil auf und verwies es an eine andere Kammer des Bielefelder Landgerichts zurück. Vor allem die Ausführungen des Landgerichts zum Mordmerkmal der Heimtücke rügten die Karlsruher Richter als "lückenhaft" und "rechtsfehlerhaft".

Jakob F. und Olga P. hatten sich im Herbst 2007 in der Ukraine kennengelernt. Die junge Frau reiste bald darauf in die Bundesrepublik ein, wo sie in mehreren Bordellen in der Region arbeitete. Bald entwickelte sich zwischen ihr und dem wegen Menschenhandels vorbestraften F. eine sexuelle Beziehung.

Am 19. Februar 2009 starb Olga P., um den Hals zwei jeweils 75 Zentimeter lange und einen Zentimeter breite zugezogene Kabelbinder. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hatte F. Olga P. zuvor mit stumpfer Gewalt auf den Hinterkopf geschlagen, bevor er sie erdrosselte. F. war damals Freigänger, er verbüßte eine Haftstrafe wegen Menschenhandels. P.s Leiche fanden Polizisten zwei Jahre später bei einer Durchsuchung einer Garage in Spenge. Der Mieter war Jakob F., gegen den die Beamten seinerzeit in einer anderen Sache ermittelten.

Zum gestrigen Verhandlungsauftakt vor der III. Großen Strafkammer des Bielefelder Landgerichts schwieg der Angeklagte. Der Prozess wird am 11. November fortgesetzt.

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