Massiver Corona-Ausbruch im Seniorenheim in Pr. Ströhen Rahden-Pr. Ströhen. Die Stadt Rahden hat derzeit den höchsten Inzidenzwert im Kreis Minden-Lübbecke. Aktuell beträgt der 519,14. Das bedeutet, dass sich fast 520 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert haben. In der Nachbarstadt Espelkamp, über Wochen das Sorgenkind im Landkreis, ist der Inzidenzwert dagegen von knapp 600 auf aktuell 157,37 gesunken. Am Mittwoch hatte der Kreis die Zahl der akut Infizierten in Rahden mit 159 Menschen angegeben. Allein am 30. Dezember entfielen von den 129 im Kreis Minden-Lübbecke gemeldeten Neu-Infektionen 43 auf Rahden. Der Grund für die hohen Rahdener Werte dürfte ein größerer Corona-Ausbruch im Seniorenheim Gärtner in Pr. Ströhen sein. Deswegen hat der Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke am Silvestertag gehandelt. In dem Seniorenheim haben sich 30 Bewohner und knapp zehn Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte Kreisdirektorin und Krisenstab-Leiterin Cornelia Schöder gegenüber der NW. Das Seniorenheim hat nach eigenen Angaben 72 Einzel- und sechs Doppelzimmer. Die sind auf drei Wohnbereiche verteilt. Es gibt nach Angaben des Kreises derzeit Corona-Ausbrüche in mehreren Seniorenheimen in Städten und Gemeinden im Kreis Minden-Lübbecke. Einer der größeren sei in Pr. Ströhen registriert worden, sagte Cornelia Schöder. Der Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke habe am Donnerstagmorgen entschieden, die Pflege im Pr. Ströher Heim mit ehrenamtlichen Kräften des Deutschen Roten Kreuzes zu unterstützen. "Haben eine angespannte Lage" Die Bewohner sollten möglichst in der vertrauten Umgebung bleiben können und deshalb solle die Pflege sichergestellt werden. Daher hat sich der Kreis außerdem dazu entschlossen, ein bis zwei Pflegefachkräfte der Heimaufsicht zur Unterstützung der Pflege-Organsiation im Seniorenheim Pr. Ströhen einzusetzen. Mitarbeiter von Heimaufsicht und DRK trafen ebenso wie Kreisbrandmeister Michael Schäfer am Donnerstagmittag in Pr. Ströhen ein. Die Zahl von knapp 40 infizierten Bewohner und Mitarbeiter ist nach Einschätzung von Cornelia Schöder eine Momentaufnahme. "Wir haben eine angespannte Lage", merkte die Kreisdirektorin an. Mit dem von Krisenstab beschlossenen Maßnahmen wolle man präventiv handeln und eine Verlegung von Bewohnern nach Möglichkeit verhindern. Verlegung als "ultima ratio" Eine Verlegung wäre aus Sicht Schöders eine "ultima ratio". Das könne sich aus gesundheitlichen Gründen ergeben und für Einzelfälle gelten. "Stand jetzt" sei das aber nicht geplant. Die am Morgen des Silvestertages getroffenen Entscheidungen habe sich der Krisenstab "reiflich überlegt".

Massiver Corona-Ausbruch im Seniorenheim in Pr. Ströhen

In dem Pr. Ströher Seniorenheim hat es einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. © Joern Spreen-Ledebur

Rahden-Pr. Ströhen. Die Stadt Rahden hat derzeit den höchsten Inzidenzwert im Kreis Minden-Lübbecke. Aktuell beträgt der 519,14. Das bedeutet, dass sich fast 520 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert haben. In der Nachbarstadt Espelkamp, über Wochen das Sorgenkind im Landkreis, ist der Inzidenzwert dagegen von knapp 600 auf aktuell 157,37 gesunken. Am Mittwoch hatte der Kreis die Zahl der akut Infizierten in Rahden mit 159 Menschen angegeben.

Allein am 30. Dezember entfielen von den 129 im Kreis Minden-Lübbecke gemeldeten Neu-Infektionen 43 auf Rahden. Der Grund für die hohen Rahdener Werte dürfte ein größerer Corona-Ausbruch im Seniorenheim Gärtner in Pr. Ströhen sein. Deswegen hat der Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke am Silvestertag gehandelt.

In dem Seniorenheim haben sich 30 Bewohner und knapp zehn Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte Kreisdirektorin und Krisenstab-Leiterin Cornelia Schöder gegenüber der NW. Das Seniorenheim hat nach eigenen Angaben 72 Einzel- und sechs Doppelzimmer. Die sind auf drei Wohnbereiche verteilt.

Es gibt nach Angaben des Kreises derzeit Corona-Ausbrüche in mehreren Seniorenheimen in Städten und Gemeinden im Kreis Minden-Lübbecke. Einer der größeren sei in Pr. Ströhen registriert worden, sagte Cornelia Schöder. Der Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke habe am Donnerstagmorgen entschieden, die Pflege im Pr. Ströher Heim mit ehrenamtlichen Kräften des Deutschen Roten Kreuzes zu unterstützen.

"Haben eine angespannte Lage"

Die Bewohner sollten möglichst in der vertrauten Umgebung bleiben können und deshalb solle die Pflege sichergestellt werden. Daher hat sich der Kreis außerdem dazu entschlossen, ein bis zwei Pflegefachkräfte der Heimaufsicht zur Unterstützung der Pflege-Organsiation im Seniorenheim Pr. Ströhen einzusetzen. Mitarbeiter von Heimaufsicht und DRK trafen ebenso wie Kreisbrandmeister Michael Schäfer am Donnerstagmittag in Pr. Ströhen ein.

Die Zahl von knapp 40 infizierten Bewohner und Mitarbeiter ist nach Einschätzung von Cornelia Schöder eine Momentaufnahme. "Wir haben eine angespannte Lage", merkte die Kreisdirektorin an. Mit dem von Krisenstab beschlossenen Maßnahmen wolle man präventiv handeln und eine Verlegung von Bewohnern nach Möglichkeit verhindern.

Verlegung als "ultima ratio"

Eine Verlegung wäre aus Sicht Schöders eine "ultima ratio". Das könne sich aus gesundheitlichen Gründen ergeben und für Einzelfälle gelten. "Stand jetzt" sei das aber nicht geplant. Die am Morgen des Silvestertages getroffenen Entscheidungen habe sich der Krisenstab "reiflich überlegt".

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