Krebs bleibt unentdeckt - weil ein Mann auf Esoterik vertraute? Lukas Brekenkamp Bielefeld. Sie hat ihren Mann an esoterische Gruppen verloren - und schließlich an eine tödliche Krankheit. Nun berichtet die Frau davon in einem Schreiben, das die Sekten-Info in NRW veröffentlicht hat. Eine bewegende und schockierende Geschichte. "Solange ich denken kann, war Eric (Name geändert, Anm. d. Red.) musikalisch und künstlerisch interessiert", berichtet die Frau. Auch dadurch haben sich beide einst kennen und lieben gelernt. Sie möchte anonym bleiben - wir nennen sie Maria. Mittlerweile ist sie um die 60. Sie und Eric heiraten etwa ein Jahr nach dem Beginn ihrer Liebe. Das Paar kauft ein Haus, baut es um und verbringt viel Zeit gemeinsam. "Unsere Liebe galt Skandinavien", berichtet Maria. Hier verbringen sie ihre Urlaube. Eric nutzt die Zeit für Malerei, stellt seine Bilder aus. "Unser Leben war recht vielgestaltig", beschreibt Maria. Naturheilkunde gemeinsam für sich entdeckt Es ist das Jahr 1997, als beide die Naturheilkunde für sich entdecken. Maria begibt sich bei einer Ärztin für Naturheilkunde in Behandlung. "Nach einiger Zeit ist mein Mann auch mitgefahren. Er hatte Heuschnupfen und leicht erhöhten Blutdruck, da versprach er sich Unterstützung." Als Maria nicht mehr zu der Ärztin geht, fährt ihr Mann noch immer für medizinische Hilfe dorthin. "Sie zeigte für ihn ganz neue Wege auf, gab ihm 'spirituelle' und 'energetische' Übungen mit, mit denen er selber alles in der Hand habe", schreibt Maria. Die Ärztin erklärt seinen Heuschnupfen als ungelöste Konflikte und Aggressionen aus der Kindheit. Wenn er diese lösen könne, wäre sein Heuschnupfen auch gelöst. Eric verinnerlicht: Nur wer spirituell-energetisch gut arbeitet, kann gesund werden. Hat man gesundheitliche Schwierigkeiten, hat man nicht ausreichend gearbeitet. Eric besorgt sich plötzlich "medizinisch-therapeutische Hilfsmittel". Maria erzählt von Kosmonautendecke und -schuhen gegen negative Strahlung, von einer Magnetauflage für seine Matratze oder einem Magnet-Tablett, auf dem Nahrungsmittel "gereinigt werden könnten". Über die Ärztin und ihre "Lichtmeditationsabende" gerät Eric an eine esoterische Organisation. Er nimmt regelmäßig an Gruppentreffen teil. Maria bemerkt deutliche Veränderungen bei ihrem Ehemann. In der Freiheit eingeschränkt Später lernt Eric eine weitere Gruppe dieser Organisation kennen. "Die Gruppe und vor allem ihr Leiter, der Arzt war, erschien ihm kompetenter, gründlicher, ernsthafter", erläutert Maria. Er habe Heilung für körperliche Beschwerden gesucht und habe Erklärungsmuster und vermeintliche Lösungswege gefunden. Er sei eingeladen worden, als "Lichtarbeiter" an höheren Zielen für die Welt mitzuarbeiten". In seiner Freiheit ist er deutlich eingeschränkt. Die zeitintensiven Gruppentreffen haben oberste Priorität. Im Alltag auf die Minute festgelegt muss Eric beten, schreibt die Frau in ihrem mehrseitigen und ausführlichen Bericht. "Oft verließ er schlagartig den Raum, zog sich zurück und kam erst nach einer Stunde wieder." Etwa nach Naturkatastrophen habe ihr Mann beten müssen - um den verstorbenen Seelen den Weg ins Licht zu zeigen. "Das hatte sogar Vorrang vor einem gemeinsamen Beisammensein an meinem Geburtstag", sagt Maria. Auf Alkohol, Fleisch oder Sexualität habe er verzichten sollen. Teilnahme an "Forschungsreisen" Sein eigener Wille sei von ihm unterdrückt worden. Eric habe gesagt: "Ich will gar nichts, das ist nur 'Ego' und das ist nicht gut. Das unterbindet den göttlichen Willen." Normale Dinge deutet er um: Der Wind in Skandinavien sei eine Störung dunkler Mächte, um ihn zu prüfen, nennt Maria ein Beispiel. "Im Laufe der Jahre hatte er diese Denkweisen immer mehr verinnerlicht." Maria selbst wird vom Gruppenleiter als störend bezeichnet. Sie sei Eric von den dunklen Mächten zur Prüfung an die Seite gegeben worden. Während der gesamten Zeit ist Eric mit "Forschung" täglich mehrere Stunden beschäftigt. Dazu gehören das Lesen und Schreiben spiritueller Bücher, Artikel und Beiträge. Eric nimmt an internationalen "Forschungsreisen" teil. "Er hatte sich bis dahin immer geweigert zu fliegen, doch für diese Reisen hat er das revidiert", berichtet Maria. Über das genaue Forschungsziel spricht er nicht. Vermischung aus Glaube und Heilmethoden "Schon zu Beginn seines Weges wurde mein Mann durch die Ärztin in eine esoterisch geprägte Sicht auf Krankheiten eingeführt mit all ihren Fallstricken. Auch in der Gruppe kam es für meinen Mann zur Vermischung von Gruppenleiter und Arzt in einer Person", berichtet Maria. Es war eine Vermischung aus dem Glauben und den Heilmethoden. "Es stand wieder der innere Konflikt im Raum, der durch die Leitlinie entstand, dass nur der krank würde, der nicht ausreichend spirituell arbeiten würde", schreibt die Frau. "Ein 'Zugeben' von Erkrankung war immer ein Schuldeingeständnis, nicht richtig oder ausreichend gearbeitet zu haben." Doch dann kommt die gesundheitliche Krise. Eric entschließt sich, seine Heilmittel wie ein Pendel wegzuwerfen. "Er selber beschrieb dies wie eine Befreiung", so Maria. Kurz darauf, es ist Ende November 2015, kommt er ins Krankenhaus - wegen extrem hohen Blutdrucks. Wenig später begibt Eric sich in ärztliche Behandlung - bei seinem Gruppenleiter, erinnert sich die Witwe. 200 Mails an den Arzt Per Mail macht Eric dem Arzt immer wieder Meldungen zu seinem Gesundheitszustand. "Ich fand auf seinem Rechner circa 200 Mails zu diesem Thema", sagt Maria. Über zwei Jahre schreibt Eric , dass "es beim Atmen rasselt, er röchelt, er nicht mehr tief durchatmen könne, das Husten falle ihm schwer." Maria berichtet: "Er schilderte, dass er sich schwächer fühle und das Schlucken schwieriger würde. Im Sommer 2017 schrieb er ihm, dass es ihm so schlecht ginge, wie schon lange nicht mehr." Gegenüber seiner Frau hat er geschwiegen. "Für mich war es kaum möglich, zu ihm durchzudringen." Eric wird immer kraftloser - doch er vertraut der medizinischen Behandlung seines Arztes und Gruppenleiters. Zu einem anderen Arzt geht er nicht. Als er sich schließlich doch einem anderen Mediziner anvertraut, habe Eric angegeben, er sei wegen seiner Atemprobleme in ärztlicher Behandlung. Im August 2017 muss Eric erneut ins Krankenhaus. Er liegt auf der Intensivstation. "Die Diagnose lautete zunächst 'Lungenentzündung mit Wasser in der Lunge'", schreibt Maria. Doch nach einer Bronchoskopie steht fest: "Ein riesengroßer Lungentumor. Speiseröhre, Herzmuskel, Wirbelsäule waren mit beteiligt, die Halsschlagader umwuchert", erinnert sich Maria. "Der gesamte Zustand war extrem kritisch" Eric kommt in ein Spezial-Krankenhaus, wird operiert. Ein Lungenflügel wird entfernt. "Drei Tage später kam es zu Komplikationen, es folgte eine erneute OP. Der gesamte Zustand war extrem kritisch", berichtet Maria. Zweieinhalb Wochen nach der Diagnose stirbt ihr Mann. "Er schilderte mir in den Tagen vor und nach der ersten Operation, dass er seit zwei Jahren versucht habe, sich von der Gruppe zu lösen, er habe aber keine Kraft mehr dazu gehabt", sagt Maria. "Er berichtete mir, was sein Gruppenleiter zu den Symptomen gesagt habe: 'Öffne dein Herzchakra, dann bekommst du wieder Luft.'" Den Arzt habe er mittlerweile als "Guru" bezeichnet und von enormem Druck in der Gruppe berichtet. "Wir haben uns in den zweieinhalb Wochen im Krankenhaus aussprechen können. Die vertraute Nähe war wieder da, ich durfte ihn in dieser Zeit begleiten", sagt Maria. Strafanzeige erstattet Während ihrer Zeit holt sich Maria Hilfe von der Sekten-Info in NRW. "Ein wesentlicher Ratschlag war, nicht auf der inhaltlichen Ebene mit meinem Mann zu diskutieren, sondern ihn mit einzubinden in normale Aktivitäten. Das war nicht einfach." Nach Erics Tod hat Maria gemeinsam mit der Sekten-Info Strafanzeige erstattet. Nach Angaben des Vereins laufen die Ermittlungen noch. Sie reichte auch Beschwerde bei der Ärztekammer ein. Maria ist eines klar geworden: "Ein Verschweigen, ein Wegdrücken dieser Erfahrungen, die ich leider machen musste, hilft keinem, weder mir noch anderen." Sie wolle mit diesem Erfahrungsbericht aufzeigen, wie schnell der Einstieg in solche Gruppen gehen kann, selbst dann, wenn man dies gar nicht vordergründig sucht."

Krebs bleibt unentdeckt - weil ein Mann auf Esoterik vertraute?

Esoterik ist durchaus umstritten. © Symbolbild: picture alliance / Zoonar

Bielefeld. Sie hat ihren Mann an esoterische Gruppen verloren - und schließlich an eine tödliche Krankheit. Nun berichtet die Frau davon in einem Schreiben, das die Sekten-Info in NRW veröffentlicht hat. Eine bewegende und schockierende Geschichte.

"Solange ich denken kann, war Eric (Name geändert, Anm. d. Red.) musikalisch und künstlerisch interessiert", berichtet die Frau. Auch dadurch haben sich beide einst kennen und lieben gelernt. Sie möchte anonym bleiben - wir nennen sie Maria. Mittlerweile ist sie um die 60. Sie und Eric heiraten etwa ein Jahr nach dem Beginn ihrer Liebe. Das Paar kauft ein Haus, baut es um und verbringt viel Zeit gemeinsam.

"Unsere Liebe galt Skandinavien", berichtet Maria. Hier verbringen sie ihre Urlaube. Eric nutzt die Zeit für Malerei, stellt seine Bilder aus. "Unser Leben war recht vielgestaltig", beschreibt Maria.

Naturheilkunde gemeinsam für sich entdeckt

Es ist das Jahr 1997, als beide die Naturheilkunde für sich entdecken. Maria begibt sich bei einer Ärztin für Naturheilkunde in Behandlung. "Nach einiger Zeit ist mein Mann auch mitgefahren. Er hatte Heuschnupfen und leicht erhöhten Blutdruck, da versprach er sich Unterstützung." Als Maria nicht mehr zu der Ärztin geht, fährt ihr Mann noch immer für medizinische Hilfe dorthin.

"Sie zeigte für ihn ganz neue Wege auf, gab ihm 'spirituelle' und 'energetische' Übungen mit, mit denen er selber alles in der Hand habe", schreibt Maria. Die Ärztin erklärt seinen Heuschnupfen als ungelöste Konflikte und Aggressionen aus der Kindheit. Wenn er diese lösen könne, wäre sein Heuschnupfen auch gelöst. Eric verinnerlicht: Nur wer spirituell-energetisch gut arbeitet, kann gesund werden. Hat man gesundheitliche Schwierigkeiten, hat man nicht ausreichend gearbeitet.

Eric besorgt sich plötzlich "medizinisch-therapeutische Hilfsmittel". Maria erzählt von Kosmonautendecke und -schuhen gegen negative Strahlung, von einer Magnetauflage für seine Matratze oder einem Magnet-Tablett, auf dem Nahrungsmittel "gereinigt werden könnten". Über die Ärztin und ihre "Lichtmeditationsabende" gerät Eric an eine esoterische Organisation. Er nimmt regelmäßig an Gruppentreffen teil. Maria bemerkt deutliche Veränderungen bei ihrem Ehemann.

In der Freiheit eingeschränkt

Später lernt Eric eine weitere Gruppe dieser Organisation kennen. "Die Gruppe und vor allem ihr Leiter, der Arzt war, erschien ihm kompetenter, gründlicher, ernsthafter", erläutert Maria. Er habe Heilung für körperliche Beschwerden gesucht und habe Erklärungsmuster und vermeintliche Lösungswege gefunden. Er sei eingeladen worden, als "Lichtarbeiter" an höheren Zielen für die Welt mitzuarbeiten".

In seiner Freiheit ist er deutlich eingeschränkt. Die zeitintensiven Gruppentreffen haben oberste Priorität. Im Alltag auf die Minute festgelegt muss Eric beten, schreibt die Frau in ihrem mehrseitigen und ausführlichen Bericht. "Oft verließ er schlagartig den Raum, zog sich zurück und kam erst nach einer Stunde wieder." Etwa nach Naturkatastrophen habe ihr Mann beten müssen - um den verstorbenen Seelen den Weg ins Licht zu zeigen. "Das hatte sogar Vorrang vor einem gemeinsamen Beisammensein an meinem Geburtstag", sagt Maria. Auf Alkohol, Fleisch oder Sexualität habe er verzichten sollen.

Teilnahme an "Forschungsreisen"

Sein eigener Wille sei von ihm unterdrückt worden. Eric habe gesagt: "Ich will gar nichts, das ist nur 'Ego' und das ist nicht gut. Das unterbindet den göttlichen Willen." Normale Dinge deutet er um: Der Wind in Skandinavien sei eine Störung dunkler Mächte, um ihn zu prüfen, nennt Maria ein Beispiel. "Im Laufe der Jahre hatte er diese Denkweisen immer mehr verinnerlicht." Maria selbst wird vom Gruppenleiter als störend bezeichnet. Sie sei Eric von den dunklen Mächten zur Prüfung an die Seite gegeben worden.

Während der gesamten Zeit ist Eric mit "Forschung" täglich mehrere Stunden beschäftigt. Dazu gehören das Lesen und Schreiben spiritueller Bücher, Artikel und Beiträge. Eric nimmt an internationalen "Forschungsreisen" teil. "Er hatte sich bis dahin immer geweigert zu fliegen, doch für diese Reisen hat er das revidiert", berichtet Maria. Über das genaue Forschungsziel spricht er nicht.

Vermischung aus Glaube und Heilmethoden

"Schon zu Beginn seines Weges wurde mein Mann durch die Ärztin in eine esoterisch geprägte Sicht auf Krankheiten eingeführt mit all ihren Fallstricken. Auch in der Gruppe kam es für meinen Mann zur Vermischung von Gruppenleiter und Arzt in einer Person", berichtet Maria. Es war eine Vermischung aus dem Glauben und den Heilmethoden. "Es stand wieder der innere Konflikt im Raum, der durch die Leitlinie entstand, dass nur der krank würde, der nicht ausreichend spirituell arbeiten würde", schreibt die Frau. "Ein 'Zugeben' von Erkrankung war immer ein Schuldeingeständnis, nicht richtig oder ausreichend gearbeitet zu haben."

Doch dann kommt die gesundheitliche Krise. Eric entschließt sich, seine Heilmittel wie ein Pendel wegzuwerfen. "Er selber beschrieb dies wie eine Befreiung", so Maria. Kurz darauf, es ist Ende November 2015, kommt er ins Krankenhaus - wegen extrem hohen Blutdrucks. Wenig später begibt Eric sich in ärztliche Behandlung - bei seinem Gruppenleiter, erinnert sich die Witwe.

200 Mails an den Arzt

Per Mail macht Eric dem Arzt immer wieder Meldungen zu seinem Gesundheitszustand. "Ich fand auf seinem Rechner circa 200 Mails zu diesem Thema", sagt Maria. Über zwei Jahre schreibt Eric , dass "es beim Atmen rasselt, er röchelt, er nicht mehr tief durchatmen könne, das Husten falle ihm schwer." Maria berichtet: "Er schilderte, dass er sich schwächer fühle und das Schlucken schwieriger würde. Im Sommer 2017 schrieb er ihm, dass es ihm so schlecht ginge, wie schon lange nicht mehr." Gegenüber seiner Frau hat er geschwiegen. "Für mich war es kaum möglich, zu ihm durchzudringen."

Eric wird immer kraftloser - doch er vertraut der medizinischen Behandlung seines Arztes und Gruppenleiters. Zu einem anderen Arzt geht er nicht. Als er sich schließlich doch einem anderen Mediziner anvertraut, habe Eric angegeben, er sei wegen seiner Atemprobleme in ärztlicher Behandlung.

Im August 2017 muss Eric erneut ins Krankenhaus. Er liegt auf der Intensivstation. "Die Diagnose lautete zunächst 'Lungenentzündung mit Wasser in der Lunge'", schreibt Maria. Doch nach einer Bronchoskopie steht fest: "Ein riesengroßer Lungentumor. Speiseröhre, Herzmuskel, Wirbelsäule waren mit beteiligt, die Halsschlagader umwuchert", erinnert sich Maria.

"Der gesamte Zustand war extrem kritisch"

Eric kommt in ein Spezial-Krankenhaus, wird operiert. Ein Lungenflügel wird entfernt. "Drei Tage später kam es zu Komplikationen, es folgte eine erneute OP. Der gesamte Zustand war extrem kritisch", berichtet Maria. Zweieinhalb Wochen nach der Diagnose stirbt ihr Mann.

"Er schilderte mir in den Tagen vor und nach der ersten Operation, dass er seit zwei Jahren versucht habe, sich von der Gruppe zu lösen, er habe aber keine Kraft mehr dazu gehabt", sagt Maria. "Er berichtete mir, was sein Gruppenleiter zu den Symptomen gesagt habe: 'Öffne dein Herzchakra, dann bekommst du wieder Luft.'" Den Arzt habe er mittlerweile als "Guru" bezeichnet und von enormem Druck in der Gruppe berichtet. "Wir haben uns in den zweieinhalb Wochen im Krankenhaus aussprechen können. Die vertraute Nähe war wieder da, ich durfte ihn in dieser Zeit begleiten", sagt Maria.

Strafanzeige erstattet

Während ihrer Zeit holt sich Maria Hilfe von der Sekten-Info in NRW. "Ein wesentlicher Ratschlag war, nicht auf der inhaltlichen Ebene mit meinem Mann zu diskutieren, sondern ihn mit einzubinden in normale Aktivitäten. Das war nicht einfach." Nach Erics Tod hat Maria gemeinsam mit der Sekten-Info Strafanzeige erstattet. Nach Angaben des Vereins laufen die Ermittlungen noch. Sie reichte auch Beschwerde bei der Ärztekammer ein.

Maria ist eines klar geworden: "Ein Verschweigen, ein Wegdrücken dieser Erfahrungen, die ich leider machen musste, hilft keinem, weder mir noch anderen." Sie wolle mit diesem Erfahrungsbericht aufzeigen, wie schnell der Einstieg in solche Gruppen gehen kann, selbst dann, wenn man dies gar nicht vordergründig sucht."

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