Kein Krematorium im Gewerbegebiet Verwaltungsrichter: Nicht mit Menschenwürde vereinbar Osnabrück (lni). Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Osnabrück ist der Betrieb eines Krematoriums in einem Gewerbegebiet nicht mit der Menschenwürde vereinbar und daher unzulässig. In der am Mittwoch veröffentlichten, noch nicht rechtskräftigen Entscheidung wies es den Antrag einer Firma zurück, die in der Grafschaft Bentheim in einem Gewerbegebiet ein Krematorium für menschliche Leichen mit einem Abschiedszimmer für Angehörige bauen will (AZ: 2 A 118/10).Die Osnabrücker Richter bezogen sich auf eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, wonach ein Krematorium ein Ort der Ruhe, des Friedens und des kontemplativen Gedenkens an die Verstorbenen sei. Der Lärm und die Unruhe, die im Gewerbegebiet typisch seien, passten dazu nicht.In dem vorliegenden Fall habe es sich um ein Krematorium mit angeschlossenem Abschiedsraum gehandelt, sagte ein Gerichtssprecher. In einem anderen Fall habe das Gericht aber auch schon die Errichtung eines Krematoriums ohne Abschiedsraum in einem Gewerbegebiet abgelehnt. "Die Verbrennung ist Teil des Bestattungsvorgangs", sagte der Richter. Auch dabei müsse auf die Menschenwürde Rücksicht genommen werden.

Kein Krematorium im Gewerbegebiet

Osnabrück (lni). Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Osnabrück ist der Betrieb eines Krematoriums in einem Gewerbegebiet nicht mit der Menschenwürde vereinbar und daher unzulässig. In der am Mittwoch veröffentlichten, noch nicht rechtskräftigen Entscheidung wies es den Antrag einer Firma zurück, die in der Grafschaft Bentheim in einem Gewerbegebiet ein Krematorium für menschliche Leichen mit einem Abschiedszimmer für Angehörige bauen will (AZ: 2 A 118/10).

Die Osnabrücker Richter bezogen sich auf eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, wonach ein Krematorium ein Ort der Ruhe, des Friedens und des kontemplativen Gedenkens an die Verstorbenen sei. Der Lärm und die Unruhe, die im Gewerbegebiet typisch seien, passten dazu nicht.

In dem vorliegenden Fall habe es sich um ein Krematorium mit angeschlossenem Abschiedsraum gehandelt, sagte ein Gerichtssprecher. In einem anderen Fall habe das Gericht aber auch schon die Errichtung eines Krematoriums ohne Abschiedsraum in einem Gewerbegebiet abgelehnt. "Die Verbrennung ist Teil des Bestattungsvorgangs", sagte der Richter. Auch dabei müsse auf die Menschenwürde Rücksicht genommen werden.

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