Kreis Minden-Lübbecke Inzidenz springt auf 440: In Espelkamp spitzt sich die Corona-Lage zu Stefan Boscher Kreis Minden-Lübbecke. Langsam aber sicher entspannt sich der kreisweite Corona-Inzidenzwert im Kreis Minden-Lübbecke in den vergangenen Tagen. Es gibt jedoch einen negativen Ausreißer: In Espelkamp steigen die Zahlen rapide. Vor allem in der vergangenen Woche zeigte die Kurve nur in eine Richtung. Wir haben uns die Zahlen genauer angeschaut. Schon einmal war Espelkamp wegen stark steigender Inzidenzzahlen im Fokus der Öffentlichkeit. Damals, kurz vor Weihnachten, erreichten die Werte immer neue Höhen. Mit einem Inzidenzwert von 658 Neu-Infizierten gerechnet auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen wurde der bis dato gemessene Höchstwert am 11. Dezember 2020 erreicht. Von einem Hotspot war damals die Rede. Der Kreis Minden-Lübbecke ordnete sogar zusätzliche Beschränkungen für die Menschen in Espelkamp an, Ausgangssperren wurden beschlossen. Inzidenz lag teilweise unter 20 Die vielen Neuinfektionen - teilweise waren es mehr als 30 pro Tag - wurden vor allem auf Großfamilien zurückgeführt. Hier hätten sich viele Familienmitglieder auf engem Raum getroffen und sich gegenseitig angesteckt. Als eine weitere Gefahrenquelle wurden von den Behörden Gottesdienste ausgemacht. Die Folge: Das Gesundheitsamt untersagte Gottesdienste vollständig. !function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r
Kreis Minden-Lübbecke

Inzidenz springt auf 440: In Espelkamp spitzt sich die Corona-Lage zu

Der Kreis registriert nur wenige Neuinfektionen über Pfingsten. © Thorsten Ulonska

Kreis Minden-Lübbecke. Langsam aber sicher entspannt sich der kreisweite Corona-Inzidenzwert im Kreis Minden-Lübbecke in den vergangenen Tagen. Es gibt jedoch einen negativen Ausreißer: In Espelkamp steigen die Zahlen rapide. Vor allem in der vergangenen Woche zeigte die Kurve nur in eine Richtung. Wir haben uns die Zahlen genauer angeschaut.

Schon einmal war Espelkamp wegen stark steigender Inzidenzzahlen im Fokus der Öffentlichkeit. Damals, kurz vor Weihnachten, erreichten die Werte immer neue Höhen. Mit einem Inzidenzwert von 658 Neu-Infizierten gerechnet auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen wurde der bis dato gemessene Höchstwert am 11. Dezember 2020 erreicht. Von einem Hotspot war damals die Rede. Der Kreis Minden-Lübbecke ordnete sogar zusätzliche Beschränkungen für die Menschen in Espelkamp an, Ausgangssperren wurden beschlossen.

Inzidenz lag teilweise unter 20

Die vielen Neuinfektionen - teilweise waren es mehr als 30 pro Tag - wurden vor allem auf Großfamilien zurückgeführt. Hier hätten sich viele Familienmitglieder auf engem Raum getroffen und sich gegenseitig angesteckt. Als eine weitere Gefahrenquelle wurden von den Behörden Gottesdienste ausgemacht. Die Folge: Das Gesundheitsamt untersagte Gottesdienste vollständig.

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Und die Maßnahmen zeigten schnell Wirkung: Schon zum Jahreswechsel - also innerhalb von rund drei Wochen - sank der Inzidenzwert für Espelkamp auf unter 200. Mitte Februar gab es einige Tage, an denen keine neuen Infizierten getestet worden sind, teilweise wurde die Inzidenz mit unter 20 angegeben.

Im gleichen Zeitraum sanken auch die Zahlen im gesamten Kreis Minden-Lübbecke. Kurz vor Weihnachten meldeten die Behörden eine Inzidenz von knapp 250 Neuinfizierten innerhalb von sieben Tagen auf 100.000 Einwohner gerechnet, Ende Januar sank der Wert schließlich auf deutlich unter 100.

In den ersten Monaten des Jahres ist in den Zahlen ein Auf und ab zu beobachten. Kurz nach Ostern ein klarer Anstieg der Infizierten-Zahlen, anschließend bis etwa Mitte Juni folgte eine Phase der Entspannung. An manchen Tagen steht in der Inzidenz-Statistik für Espelkamp sogar eine 0. Das hat es auf Kreisebene in diesem Jahr noch nicht gegeben. Allerdings: Noch in den Sommerferien macht die Kurve einen Knick nach oben. Ab Anfang August ist nahezu durchgehend eine steigende Inzidenz-Kurve zu erkennen - bei der Stadt Espelkamp, aber auch beim gesamten Kreis Minden-Lübbecke.

Zahl der Infizierten verdoppelt

Der Unterschied: Während die Kreis-Kurve seit ein paar Tagen wieder kontinuierlich abflacht, ist in Espelkamp das Gegenteil zu beobachten. Seit der zweiten Juliwoche steigt die örtliche Inzidenz nahezu unaufhaltsam, hat am Freitag mit einem Wert von 404 einen Jahreshöchstwert erreicht. Allein innerhalb der vergangenen zwei Wochen hat sich Zahl der Infizierten in Espelkamp fast verdoppelt: Von 100 am 31. August auf nunmehr 195 Erkrankte.

Die einzige gute Nachricht: Bisher verlaufen die Krankheitsfälle den Angaben zufolge weitgehend milde und nur die wenigsten Patienten müssen auf den Intensivstationen behandelt werden. Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gab es in Espelkamp seit Mitte Juni nicht mehr. Eine Erklärung, warum die Inzidenzzahlen in den vergangenen Wochen immer stärker steigen, gibt es nicht.

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