Inzidenz-Chaos in Espelkamp: Landrätin über Wut und Unsicherheit Frank Hartmann Espelkamp/Kreis Minden-Lübbecke. Im Februar dieses Jahres war Landrätin Anna Katharina Bölling in die ZDF-Talkshow „Markus Lanz" eingeladen, um zu erläutern, wie es Ihr gelungen war, den Inzidenzwert im Kreis innerhalb von vier Wochen von 200 auf 40 zu senken. Aktuell ist der Inzidenzwert kreisweit dreimal so hoch, was auch an den vergleichsweise vielen Infizierten in der Stadt Espelkamp liegt. „Die Situation zum Jahresanfang war aufgrund der erst anlaufenden Impfungen deutlich anders und ließ auch anderen Handlungsspielraum zu", kommentiert Bölling die aktuelle Situation auf Anfrage der Redaktion. Umso mehr freue der Kreis sich über die jetzige Impfquote und die daraus ersichtliche „Solidarität der meisten Bürger im Kreis Minden-Lübbecke". »Permanent weiter impfen« Genau dort setzt der Kreis Bölling zufolge weiter an: „Mit Aufklärung, Überzeugungsarbeit und vor allem damit, dass wir permanent weiter impfen." Bei der Sonder-Impfaktion wegen der aktuellen Situation in Espelkamp am vergangenen Wochenende seien 183 Menschen gewesen. Die Inzidenz sei von 811 deutlich gesunken. Die Landrätin verweist in diesem Zusammenhang auf das kommende Wochenende, an dem es am Samstag und Sonntag die nächste Impfaktion gebe. Am 27. Oktober sei das mobile Impfteam des Kreises zusätzlich von 14 bis 16.30 Uhr am Bürgerhaus in Espelkamp. Spezielle Einschränkungen möglich? „Ich habe großes Verständnis dafür, dass die mittlerweile zwar gesunkene aber nach wie vor hohe Inzidenz die Menschen verunsichert und auch wütend macht", so Bölling weiter. „Wir müssen dennoch versuchen, eine Spaltung der Gesellschaft zu vermeiden." Befragt nach Einschränkungen und Vorgaben speziell für Espelkamp antwortet Bölling, rechtssichere Grundrechte erheblich einzuschränken sei in der aktuellen Situation „nicht möglich". Deshalb liefen Gesprächsangebote von verschiedenen Seiten an die Espelkamper Bevölkerung – natürlich auch zu den Religionsgemeinschaften. „Momentan wird geprüft, inwieweit 3-G-Regelungen in den Hygienekonzepten verankert werden können. Wobei Religionsgemeinschaften zum Teil bereits freiwillig auf 3 G bei Gottesdiensten und Treffen setzen", so Bölling abschließend.

Inzidenz-Chaos in Espelkamp: Landrätin über Wut und Unsicherheit

Landrätin Anna Katharina Bölling setzt auf Aufklärung und Extra-Impfangebote in Espelkamp. © Kreis Minden-Lübbecke

Espelkamp/Kreis Minden-Lübbecke. Im Februar dieses Jahres war Landrätin Anna Katharina Bölling in die ZDF-Talkshow „Markus Lanz" eingeladen, um zu erläutern, wie es Ihr gelungen war, den Inzidenzwert im Kreis innerhalb von vier Wochen von 200 auf 40 zu senken. Aktuell ist der Inzidenzwert kreisweit dreimal so hoch, was auch an den vergleichsweise vielen Infizierten in der Stadt Espelkamp liegt.

„Die Situation zum Jahresanfang war aufgrund der erst anlaufenden Impfungen deutlich anders und ließ auch anderen Handlungsspielraum zu", kommentiert Bölling die aktuelle Situation auf Anfrage der Redaktion. Umso mehr freue der Kreis sich über die jetzige Impfquote und die daraus ersichtliche „Solidarität der meisten Bürger im Kreis Minden-Lübbecke".

Landrätin Anna Katharina Bölling (M.), hier bei einer Sitzung des Kreis-Krisenstabes, versteht, dass einige Espelkamper wütend sind über die hohe Corona-Inzidenz. - © Frank Hartmann
Landrätin Anna Katharina Bölling (M.), hier bei einer Sitzung des Kreis-Krisenstabes, versteht, dass einige Espelkamper wütend sind über die hohe Corona-Inzidenz. - © Frank Hartmann

»Permanent weiter impfen«

Genau dort setzt der Kreis Bölling zufolge weiter an: „Mit Aufklärung, Überzeugungsarbeit und vor allem damit, dass wir permanent weiter impfen." Bei der Sonder-Impfaktion wegen der aktuellen Situation in Espelkamp am vergangenen Wochenende seien 183 Menschen gewesen. Die Inzidenz sei von 811 deutlich gesunken.

Die Landrätin verweist in diesem Zusammenhang auf das kommende Wochenende, an dem es am Samstag und Sonntag die nächste Impfaktion gebe. Am 27. Oktober sei das mobile Impfteam des Kreises zusätzlich von 14 bis 16.30 Uhr am Bürgerhaus in Espelkamp.

Spezielle Einschränkungen möglich?

„Ich habe großes Verständnis dafür, dass die mittlerweile zwar gesunkene aber nach wie vor hohe Inzidenz die Menschen verunsichert und auch wütend macht", so Bölling weiter. „Wir müssen dennoch versuchen, eine Spaltung der Gesellschaft zu vermeiden."

Befragt nach Einschränkungen und Vorgaben speziell für Espelkamp antwortet Bölling, rechtssichere Grundrechte erheblich einzuschränken sei in der aktuellen Situation „nicht möglich". Deshalb liefen Gesprächsangebote von verschiedenen Seiten an die Espelkamper Bevölkerung – natürlich auch zu den Religionsgemeinschaften. „Momentan wird geprüft, inwieweit 3-G-Regelungen in den Hygienekonzepten verankert werden können. Wobei Religionsgemeinschaften zum Teil bereits freiwillig auf 3 G bei Gottesdiensten und Treffen setzen", so Bölling abschließend.

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