Bielefeld International gesuchter Drogen-Boss taucht in Bielefeld unter Jens Reichenbach Bielefeld/Stuttgart. Zollfahndern und der Polizei ist unter anderem in Bielefeld ein großer Schlag gegen international agierende Drogendealer gelungen. Wie das Zollfahndungsamt Stuttgart mitteilte, wurde dabei ein Großdealer festgenommen, nach dem seit 2014 gefahndet wurde und, der unter falschem Namen in Bielefeld und im Ausland untergetaucht sein soll. Nach monatelangen Ermittlungen machten die Zollfahnder aus Stuttgart Anfang Februar Ernst. Sie durchsuchten gleichzeitig Wohnungen in Bielefeld, Köln, Berlin und Österreich. Insgesamt fünf Tatverdächtige wurden dabei vorläufig festgenommen. Außerdem konnten die Ermittler große Mengen Drogen, Bargeld und Waffen sicherstellen. Wie Silke Jakobi, Sprecherin des Zollfahndungsamtes Stuttgart, mitteilte, wurde durch monatelange Ermittlungsarbeit unter anderem auch durch Telefonüberwachungen deutlich, dass die „identifizierten Tatverdächtigen mutmaßlich gemeinsam Rauschgiftgeschäfte durchführten und damit vermutlich den überwiegenden Teil ihres Lebensunterhalts bestritten". In den durchsuchten Objekten stellten die Behörden 63 Kilo Marihuana, dreieinhalb Kilo Haschisch sowie kleinere Mengen weiterer Drogen sicher. Außerdem beschlagnahmten die Zollfahnder mehrere hochwertige Armbanduhren, 20.000 Euro Bargeld, zwei Kilo unversteuerten Wasserpfeifentabak sowie zwei Schreckschusswaffen und knapp 50 Schuss Munition. Dem Hauptverdächtigen (31), der eine Zeit lang in Bielefeld untergetaucht war und dessen Wohnung ebenfalls durchsucht wurde, wird aufgrund von Rekonstruktionen der bisher dokumentierten Deals der illegale Handel mit Marihuana, Kokain und Amphetamin im dreistelligen Kilogrammbereich vorgeworfen. Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Festnahme eines Drogenschmugglers an der deutsch-schweizerischen Grenze. Der 46-Jährige wollte laut Zoll im Juni 2020 acht Kilo Marihuanapulver und 1.500 nicht zugelassene Potenztabletten in die Schweiz schmuggeln. Anschließende Ermittlungen ermöglichten die Identifikation zweier Männer aus dem Großraum Köln, die vermutlich für diesen Transport verantwortlich waren, so Jakobi. Es handelt sich um den 31-jährigen Hauptverdächtigen und seinen Komplizen (32). Der 31-Jährige ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Lörrach, die die Ermittlungen geführt hat, einschlägig vorbestraft und wird seit 2014 per Haftbefehl gesucht. Durch verdeckte Telefonüberwachungen war es den Fahndern laut Jakobi schließlich gelungen, den Aufenthaltsort des 31-Jährigen herauszufinden. Demnach war der Gesuchte zwischenzeitlich in Bielefeld untergetaucht. Als er von einem Auslandsaufenthalt auf der Rückreise nach Bielefeld war, nahmen ihn die Fahnder Anfang Februar fest – auch bei seiner ebenfalls tatverdächtigen Freundin (29) klickten die Handschellen. Der 31-Jährige hatte zahlreiche mutmaßlich gefälschte Dokumente bei sich, die Aliasnamen ausgestellt waren. „Es besteht der Verdacht, dass der Gesuchte unter diesen Aliaspersonalien jahrelang im In- und Ausland gelebt hat", sagt Jakobi. Unter anderem in Bielefeld. Alle fünf Festgenommenen befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft. Der Schmuggler von der Schweizer Grenze wurde inzwischen vor dem Amtsgericht Lörrach zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Es wird ermittelt wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, gegen das Waffengesetz, gegen die Abgabenordnung und gegen das Aufenthaltsgesetz.
Bielefeld

International gesuchter Drogen-Boss taucht in Bielefeld unter

Insgesamt fünf Festnahmen gab es nach Durchsuchungen in Bielefeld, Berlin, Köln und in Österreich. © Symbolbild: Unsplash

Bielefeld/Stuttgart. Zollfahndern und der Polizei ist unter anderem in Bielefeld ein großer Schlag gegen international agierende Drogendealer gelungen. Wie das Zollfahndungsamt Stuttgart mitteilte, wurde dabei ein Großdealer festgenommen, nach dem seit 2014 gefahndet wurde und, der unter falschem Namen in Bielefeld und im Ausland untergetaucht sein soll.

Nach monatelangen Ermittlungen machten die Zollfahnder aus Stuttgart Anfang Februar Ernst. Sie durchsuchten gleichzeitig Wohnungen in Bielefeld, Köln, Berlin und Österreich. Insgesamt fünf Tatverdächtige wurden dabei vorläufig festgenommen. Außerdem konnten die Ermittler große Mengen Drogen, Bargeld und Waffen sicherstellen.

Wie Silke Jakobi, Sprecherin des Zollfahndungsamtes Stuttgart, mitteilte, wurde durch monatelange Ermittlungsarbeit unter anderem auch durch Telefonüberwachungen deutlich, dass die „identifizierten Tatverdächtigen mutmaßlich gemeinsam Rauschgiftgeschäfte durchführten und damit vermutlich den überwiegenden Teil ihres Lebensunterhalts bestritten".

In den durchsuchten Objekten stellten die Behörden 63 Kilo Marihuana, dreieinhalb Kilo Haschisch sowie kleinere Mengen weiterer Drogen sicher. Außerdem beschlagnahmten die Zollfahnder mehrere hochwertige Armbanduhren, 20.000 Euro Bargeld, zwei Kilo unversteuerten Wasserpfeifentabak sowie zwei Schreckschusswaffen und knapp 50 Schuss Munition.

Dem Hauptverdächtigen (31), der eine Zeit lang in Bielefeld untergetaucht war und dessen Wohnung ebenfalls durchsucht wurde, wird aufgrund von Rekonstruktionen der bisher dokumentierten Deals der illegale Handel mit Marihuana, Kokain und Amphetamin im dreistelligen Kilogrammbereich vorgeworfen.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Festnahme eines Drogenschmugglers an der deutsch-schweizerischen Grenze. Der 46-Jährige wollte laut Zoll im Juni 2020 acht Kilo Marihuanapulver und 1.500 nicht zugelassene Potenztabletten in die Schweiz schmuggeln.

Anschließende Ermittlungen ermöglichten die Identifikation zweier Männer aus dem Großraum Köln, die vermutlich für diesen Transport verantwortlich waren, so Jakobi. Es handelt sich um den 31-jährigen Hauptverdächtigen und seinen Komplizen (32).

Der 31-Jährige ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Lörrach, die die Ermittlungen geführt hat, einschlägig vorbestraft und wird seit 2014 per Haftbefehl gesucht.

Durch verdeckte Telefonüberwachungen war es den Fahndern laut Jakobi schließlich gelungen, den Aufenthaltsort des 31-Jährigen herauszufinden.

Demnach war der Gesuchte zwischenzeitlich in Bielefeld untergetaucht. Als er von einem Auslandsaufenthalt auf der Rückreise nach Bielefeld war, nahmen ihn die Fahnder Anfang Februar fest – auch bei seiner ebenfalls tatverdächtigen Freundin (29) klickten die Handschellen.

Der 31-Jährige hatte zahlreiche mutmaßlich gefälschte Dokumente bei sich, die Aliasnamen ausgestellt waren. „Es besteht der Verdacht, dass der Gesuchte unter diesen Aliaspersonalien jahrelang im In- und Ausland gelebt hat", sagt Jakobi. Unter anderem in Bielefeld.

Alle fünf Festgenommenen befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft. Der Schmuggler von der Schweizer Grenze wurde inzwischen vor dem Amtsgericht Lörrach zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Es wird ermittelt wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, gegen das Waffengesetz, gegen die Abgabenordnung und gegen das Aufenthaltsgesetz.

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