Impfvordrängler? AfD-Politiker Wagner äußert sich zu den Vorwürfen Ilja Regier Bad Oeynhausen. Hat er sich bei den Impfungen vorgedrängelt, obwohl er noch nicht an der Reihe gewesen ist? Zu den Vorwürfen bezieht der AfD-Fraktionsvorsitzende Markus Wagner nun Stellung. Wie berichtet, ließ sich der Landtagsabgeordnete aus Bad Oeynhausen als Geschäftsführer und seine Frau als Prokuristin einer Einrichtung für Menschen mit psychischen Behinderungen impfen. Das sorgte für Kritik. Dazu teilt Wagner in einem Video mit, dass er Anfang Februar als letzter Mitarbeiter dran gewesen sei. "Hauptsächlich habe ich mich impfen lassen, weil die Heimleitung mit der dringenden Bitte an mich herangetreten ist, das zu tun, um die Impfbereitschaft zu stärken”, sagt der 57-Jährige. Nach gründlicher Überlegung habe er sich als Zugpferd dazu entschlossen, um eine möglichst hohe Impfquote für seine Einrichtung zu erreichen. Feuerwehr habe Impfstoff abbekommen Wagner ist Geschäftsführer der Berolina GmbH und leitet in Bad Oeynhausen drei Häuser mit rund 60 Plätzen. Die Impfverordnung des Bundes sieht vor, dass Mitarbeiter, die ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, die Impfungen bevorzugt erhalten sollen. Der Politiker verweist darauf, dass alle Mitarbeiter und Bewohner, die geimpft werden wollten, auch geimpft wurden: "Es war am Ende noch genug übrig, damit die benachbarte Feuerwehr auf unserem Gelände zum Teil mitgeimpft werden konnte.” Wagner betont, dass keiner bei den Impfungen von ihm gezwungen oder unter Druck gesetzt worden sei. "Mitarbeiter machen Fehler" Auch zu seinen Aktivitäten auf Facebook und Twitter äußert sich Wagner. Auf Twitter hatte er auf seinem Account einen Beitrag mit der Überschrift "Warum ich mich nicht impfen lasse" verlinkt. Dazu sagt Wagner, dass nicht alle Politiker ihre sozialen Medien selbst füllen. "Ein Mitarbeiter hat etwas retweetet, was im höchsten Maße missverständlich ist. Das war mit mir nicht abgesprochen." Dennoch trage er die politische Verantwortung dafür. Als er den Beitrag auf seinem Account sah, sei er aus allen Wolken gefallen. Der Politiker verweist darauf, dass auch Mitarbeiter Fehler machen. "Wir haben da intensiv drüber gesprochen und Vorsorge ergriffen, dass das so nicht mehr passieren darf.”

Impfvordrängler? AfD-Politiker Wagner äußert sich zu den Vorwürfen

Markus Wagner sitzt für die AfD im NRW-Landtag. © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Bad Oeynhausen. Hat er sich bei den Impfungen vorgedrängelt, obwohl er noch nicht an der Reihe gewesen ist? Zu den Vorwürfen bezieht der AfD-Fraktionsvorsitzende Markus Wagner nun Stellung. Wie berichtet, ließ sich der Landtagsabgeordnete aus Bad Oeynhausen als Geschäftsführer und seine Frau als Prokuristin einer Einrichtung für Menschen mit psychischen Behinderungen impfen. Das sorgte für Kritik.

Dazu teilt Wagner in einem Video mit, dass er Anfang Februar als letzter Mitarbeiter dran gewesen sei. "Hauptsächlich habe ich mich impfen lassen, weil die Heimleitung mit der dringenden Bitte an mich herangetreten ist, das zu tun, um die Impfbereitschaft zu stärken”, sagt der 57-Jährige. Nach gründlicher Überlegung habe er sich als Zugpferd dazu entschlossen, um eine möglichst hohe Impfquote für seine Einrichtung zu erreichen.

Feuerwehr habe Impfstoff abbekommen

Wagner ist Geschäftsführer der Berolina GmbH und leitet in Bad Oeynhausen drei Häuser mit rund 60 Plätzen. Die Impfverordnung des Bundes sieht vor, dass Mitarbeiter, die ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, die Impfungen bevorzugt erhalten sollen.

Ein Screenshot von dem Retweet von Markus Wagner. - © NW
Ein Screenshot von dem Retweet von Markus Wagner. - © NW

Der Politiker verweist darauf, dass alle Mitarbeiter und Bewohner, die geimpft werden wollten, auch geimpft wurden: "Es war am Ende noch genug übrig, damit die benachbarte Feuerwehr auf unserem Gelände zum Teil mitgeimpft werden konnte.” Wagner betont, dass keiner bei den Impfungen von ihm gezwungen oder unter Druck gesetzt worden sei.

"Mitarbeiter machen Fehler"

Auch zu seinen Aktivitäten auf Facebook und Twitter äußert sich Wagner. Auf Twitter hatte er auf seinem Account einen Beitrag mit der Überschrift "Warum ich mich nicht impfen lasse" verlinkt. Dazu sagt Wagner, dass nicht alle Politiker ihre sozialen Medien selbst füllen. "Ein Mitarbeiter hat etwas retweetet, was im höchsten Maße missverständlich ist. Das war mit mir nicht abgesprochen." Dennoch trage er die politische Verantwortung dafür.

Als er den Beitrag auf seinem Account sah, sei er aus allen Wolken gefallen. Der Politiker verweist darauf, dass auch Mitarbeiter Fehler machen. "Wir haben da intensiv drüber gesprochen und Vorsorge ergriffen, dass das so nicht mehr passieren darf.”

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