Impfdurchbrüche im Seniorenheim: Vier geimpfte Menschen gestorben Sebastian Schwake,Jörn Graue Uchte (harke). Im Cura-Zentrum in Uchte sind in den vergangenen Tagen vier Bewohner an oder mit dem Coronavirus gestorben. Entsprechende Informationen der örtlichen Lokalzeitung „Die Harke" bestätigte der Landkreis auf Anfrage. Alle Bewohner waren geimpft. Nach Angaben des Landkreises handele es sich in den vier Fällen um Impfdurchbrüche. Weil die Immunität bei Geimpften nach Monaten nachlässt, reagiert der Landkreis und beginnt morgen in 20 Heimen mit den sogenannten Booster-Impfungen. 600 Mitarbeiter und Bewohner sollen die dritte Impfung verabreicht bekommen, so Landkreispressesprecher Michael Duensing. Die vier Verstorbenen waren nach seinen Angaben alle hochbetagt und vorerkrankt, sodass ein Impfdurchbruch mit entsprechenden Symptomen zu einer hohen körperlichen Belastung und letztlich auch zum Tod führen könne. „Die Impfung war bei allen Betroffenen mittlerweile mehr als ein halbes Jahr her. Eine Immunantwort kann ganz allgemein auf eine Impfung umso schwächer ausfallen, je älter jemand ist und je mehr Vorerkrankungen jemand hat", führt der Landkreispressesprecher aus. Im Cura-Zentrum gibt es einen Corona-Ausbruch. In den vergangenen zehn Tagen hat es nach Angaben von Michael Duensing 30 positive Coronafälle gegeben. „Aktuell sind 25 Mitarbeiter und Bewohner betroffen", sagte er am Dienstagabend. „Dass die Menschen an einer Covid-Erkrankung verstorben sind, kann ich nicht bestätigen", sagte die Leiterin des Uchter Cura-Zentrums, Vera Bundgaard, gestern am späten Nachmittag auf HARKE-Anfrage. Man befinde sich mit der Heimaufsicht und dem Landkreis Nienburg in einem guten Austausch, betonte sie. Es seien sowohl fast alle Bewohner als auch fast alle Mitarbeiter geimpft, sagte sie. Sie bestätigte, dass es derzeit mehrere positive Fälle unter Bewohnern gebe. Diese seien isoliert und würden auf ihren Zimmern versorgt. Das Heim bittet aktuell auf einem Aushang, der an der Eingangstür hängt und auf den 11. September datiert ist, sowie auf der Homepage darum, aufgrund vermehrter Coronafälle von einem Besuch der Einrichtung abzusehen. Wenn eine vollständig gegen Covid-19 geimpfte Person mit einem PCR-Test positiv auf das Corona-Virus getestet wurde und Symptome wie Fieber oder Halsschmerzen habe, handele es sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) um einen so genannten Impfdurchbruch. Diese Impfdurchbrüche seien nach Angaben des Landkreispressesprechers darauf zurückzuführen, dass die Impfstoffe keinen 100-prozentigen Schutz bieten. In der Regel sei der Verlauf der Covid-Erkrankungen bei Impfdurchbrüchen milder. Vermehrte Fälle in Seniorenheimen oder ähnlichen Einrichtungen seien auch darauf zurückzuführen, dass dort die Zahl der Kontakte höher ist als an anderen Orten. Das Virus könne auf verschiedenen Wegen in die Senioreneinrichtung gekommen sein. „Das Virus kann natürlich auch von außen in die Einrichtung getragen worden sein", verdeutlicht er weiter. Der Landkreis appelliert, dass in den Einrichtungen die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden sollten, damit es zu keinem Infektionsgeschehen in den Einrichtungen kommt. Gleichzeitig plant der Landkreis über das Impfzentrum in Drakenburg Boosterimpfungen, also bei Senioren in Heimen die dritte Impfung als Auffrischung der bisherigen Impfungen. In den Heimen hatte der Landkreis Ende des Vorjahres mit den Impfungen im Landkreis Nienburg begonnen. „Wir planen die Boosterimpfungen in 20 Heimen im Landkreis. Diese Impfung erhalten etwa 600 Bewohner und Mitarbeiter", sagt Duensing. Ausreichend Impfstoff stehe für diese dritten Impfungen bereit. Das niedersächsische Sozialministerium hatte es vorletzte Woche den Impfzentren erstmalig erlaubt, sogenannte Boosterimpfungen in Heimen und bei Pflegepersonal vorzunehmen. Das Impfzentrum Drakenburg plant daher, bis Ende September nach Möglichkeit alle Altenheime noch einmal anzufahren und diese Impfungen anzubieten. „Vor dem Hintergrund der vereinzelt bereits wieder auftretenden Infektionen in Altenheimen ist es besonders wichtig, hier eine Auffrischung anzubieten. Insbesondere für ältere Menschen stellt Covid-19 eine erhebliche Gefährdung dar. Da die Heime teilweise bereits vor acht Monaten fertig geimpft waren, ist hier eine Auffrischung sicherlich sinnvoll, denn vereinzelt lässt der Schutz bereits nach", hatte Kreissprecherin Anita Hartmann in der Vorwoche mitgeteilt. Zudem ruft die Kreisverwaltung weiterhin dringend dazu auf, „sich generell impfen zu lassen".

Impfdurchbrüche im Seniorenheim: Vier geimpfte Menschen gestorben

Uchte (harke). Im Cura-Zentrum in Uchte sind in den vergangenen Tagen vier Bewohner an oder mit dem Coronavirus gestorben. Entsprechende Informationen der örtlichen Lokalzeitung „Die Harke" bestätigte der Landkreis auf Anfrage. Alle Bewohner waren geimpft. Nach Angaben des Landkreises handele es sich in den vier Fällen um Impfdurchbrüche.

Weil die Immunität bei Geimpften nach Monaten nachlässt, reagiert der Landkreis und beginnt morgen in 20 Heimen mit den sogenannten Booster-Impfungen. 600 Mitarbeiter und Bewohner sollen die dritte Impfung verabreicht bekommen, so Landkreispressesprecher Michael Duensing.

Die vier Verstorbenen waren nach seinen Angaben alle hochbetagt und vorerkrankt, sodass ein Impfdurchbruch mit entsprechenden Symptomen zu einer hohen körperlichen Belastung und letztlich auch zum Tod führen könne. „Die Impfung war bei allen Betroffenen mittlerweile mehr als ein halbes Jahr her. Eine Immunantwort kann ganz allgemein auf eine Impfung umso schwächer ausfallen, je älter jemand ist und je mehr Vorerkrankungen jemand hat", führt der Landkreispressesprecher aus. Im Cura-Zentrum gibt es einen Corona-Ausbruch.

In den vergangenen zehn Tagen hat es nach Angaben von Michael Duensing 30 positive Coronafälle gegeben. „Aktuell sind 25 Mitarbeiter und Bewohner betroffen", sagte er am Dienstagabend.

„Dass die Menschen an einer Covid-Erkrankung verstorben sind, kann ich nicht bestätigen", sagte die Leiterin des Uchter Cura-Zentrums, Vera Bundgaard, gestern am späten Nachmittag auf HARKE-Anfrage. Man befinde sich mit der Heimaufsicht und dem Landkreis Nienburg in einem guten Austausch, betonte sie. Es seien sowohl fast alle Bewohner als auch fast alle Mitarbeiter geimpft, sagte sie. Sie bestätigte, dass es derzeit mehrere positive Fälle unter Bewohnern gebe. Diese seien isoliert und würden auf ihren Zimmern versorgt.

Das Heim bittet aktuell auf einem Aushang, der an der Eingangstür hängt und auf den 11. September datiert ist, sowie auf der Homepage darum, aufgrund vermehrter Coronafälle von einem Besuch der Einrichtung abzusehen.

Wenn eine vollständig gegen Covid-19 geimpfte Person mit einem PCR-Test positiv auf das Corona-Virus getestet wurde und Symptome wie Fieber oder Halsschmerzen habe, handele es sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) um einen so genannten Impfdurchbruch.

Diese Impfdurchbrüche seien nach Angaben des Landkreispressesprechers darauf zurückzuführen, dass die Impfstoffe keinen 100-prozentigen Schutz bieten. In der Regel sei der Verlauf der Covid-Erkrankungen bei Impfdurchbrüchen milder.

Vermehrte Fälle in Seniorenheimen oder ähnlichen Einrichtungen seien auch darauf zurückzuführen, dass dort die Zahl der Kontakte höher ist als an anderen Orten. Das Virus könne auf verschiedenen Wegen in die Senioreneinrichtung gekommen sein. „Das Virus kann natürlich auch von außen in die Einrichtung getragen worden sein", verdeutlicht er weiter.

Der Landkreis appelliert, dass in den Einrichtungen die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden sollten, damit es zu keinem Infektionsgeschehen in den Einrichtungen kommt. Gleichzeitig plant der Landkreis über das Impfzentrum in Drakenburg Boosterimpfungen, also bei Senioren in Heimen die dritte Impfung als Auffrischung der bisherigen Impfungen.

In den Heimen hatte der Landkreis Ende des Vorjahres mit den Impfungen im Landkreis Nienburg begonnen. „Wir planen die Boosterimpfungen in 20 Heimen im Landkreis. Diese Impfung erhalten etwa 600 Bewohner und Mitarbeiter", sagt Duensing. Ausreichend Impfstoff stehe für diese dritten Impfungen bereit.

Das niedersächsische Sozialministerium hatte es vorletzte Woche den Impfzentren erstmalig erlaubt, sogenannte Boosterimpfungen in Heimen und bei Pflegepersonal vorzunehmen. Das Impfzentrum Drakenburg plant daher, bis Ende September nach Möglichkeit alle Altenheime noch einmal anzufahren und diese Impfungen anzubieten.

„Vor dem Hintergrund der vereinzelt bereits wieder auftretenden Infektionen in Altenheimen ist es besonders wichtig, hier eine Auffrischung anzubieten. Insbesondere für ältere Menschen stellt Covid-19 eine erhebliche Gefährdung dar. Da die Heime teilweise bereits vor acht Monaten fertig geimpft waren, ist hier eine Auffrischung sicherlich sinnvoll, denn vereinzelt lässt der Schutz bereits nach", hatte Kreissprecherin Anita Hartmann in der Vorwoche mitgeteilt. Zudem ruft die Kreisverwaltung weiterhin dringend dazu auf, „sich generell impfen zu lassen".

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