Hunderte Tönnies-Mitarbeiter dürfen ab sofort wieder schlachten Rheda-Wiedenbrück. Nach Gesprächen zwischen allen beteiligten Behörden und dem Unternehmen hat Rheda-Wiedenbrücks Bürgermeister Theo Mettenborg eine Teilaufhebung der Schließungsverfügung für die Unternehmen Reisinger GmbH aus dem Bereich Schlachtung und Acontex GmbH, zuständig für Blutverarbeitung, verfügt. Beide gehören zur Tönnies-Holding. Die 597 Mitarbeitenden der Schlachtung und die sieben Mitarbeiter der Blutverarbeitung dürfen ab sofort das Werksgelände betreten und ihre Arbeit schrittweise wieder aufnehmen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Bereiche Schlachtung und Blutverarbeitung seien räumlich und betrieblich von anderen Bereichen der Unternehmensgruppe getrennt und voneinander abhängig. Ein stetiger Luftaustausch sei gewährleistet. Der Bereich Blutverarbeitung beschäftige nur eine geringe Anzahl an Mitarbeitenden, daher werde das Infektionsrisiko als gering eingestuft. Zudem sei ein großer Abstand zwischen den Mitarbeitenden aufgrund der niedrigen Personenanzahl gewährleistet. Das wesentlich ergänzte und überarbeitete Hygienekonzept des Unternehmens biete laut Mitteilung die Grundlage dafür, dass die Tochterkonzerne der Tönnies Holding unter den vereinbarten Hygieneauflagen den Betrieb wieder aufnehmen können. Für die Wiederinbetriebnahme gelten demnach folgende Regeln: Wohnen und Transport: Die Wohnraumkontrollen werden verstärkt, insofern die Räumlichkeiten in den Bereich der Arbeitsstättenverordnung fallen. Die Wohnraumbewirtschaftung wird mittelfristig eine eigens dafür zu gründende Gesellschaft übernehmen. Die Mitarbeiterbeförderung wird optimiert: Je Fahrzeugtyp ist eine maximale Personenanzahl vorgegeben. Adressmanagement: Es wird eine aktuelle Datenbank für Wohn- und Aufenthaltsadressen aller Beschäftigten erstellt. Reihentestung: Alle Produktionsbeschäftigten werden zweimal wöchentlich getestet. Hierfür wird ein mobiles Zelt am Werkseingang errichtet. Reiserückkehrer sollen in der Woche täglich getestet werden. Mitarbeiterschulung: Es werden Mitarbeiterschulungen hinsichtlich der Sicherheitsregeln und des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes durchgeführt. Arbeitsmedizinische Versorgung und ärztlicher Check: Der automatische Temperaturscanner wird um einen ärztlichen Check aller am Drehkreuz eintreffenden Mitarbeiter zu Schichtbeginn ergänzt. Kantinenkonzept: Alle Mitarbeiter des Teilbereiches werden einen separaten Kantinenbereich nutzen. Sozialräume und betriebliche Wegeführung: Die Laufwege vom Werkseingang bis zum Arbeitsplatz wurden festgelegt. Die Produktionsprozesse ermöglichen gestaffelte Pausenzeiten. Es findet keine Vermischung des Personals statt. Mund-Nasen-Schutz: In allen Betriebsgebäuden ist die Nutzung eines medizinischen, dreilagigen Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Mindestabstände: Zwischen den Beschäftigten wird durch abgehangene Vorhänge eine Trennung erreicht. Die Arbeitsplätze erfüllen die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Meter. Kontrollen: Es finden weitere Kontrollen statt, die Frequenz wird erhöht. Grundsätzlich dürfen auf dem Betriebsgelände nur Mitarbeiter arbeiten, die nicht unter Quarantäne stehen und ein Negativattest vorlegen können. Die Einhaltung der Vorgaben wird durch die Ordnungsbehörde kontrolliert. Antrag auf Wiederinbetriebnahme des Bereichs Zerlegung Seitens des Unternehmens wurde bereits ein Antrag auf die Wiederinbetriebnahme des Bereiches Zerlegung gestellt. Zunächst finden am Donnerstag laut Mitteilung nochmals Begehungen zur Abnahme der durch das Hygienekonzept und der wissenschaftlichen Expertise vorgegeben Installationen (zum Beispiel Trennelemente aus Plexiglas) vor Ort durch die Gutachter und Experten statt. Am Freitag solle der Bereich der Zerlegung zunächst in einem Probebetrieb wieder aufgenommen werden.

Hunderte Tönnies-Mitarbeiter dürfen ab sofort wieder schlachten

Der Tönnies-Betrieb in Rheda-Wiedenbrück musste schließen, nachdem dort massenhaft das Coronavirus ausgebrochen war. © Andreas Frücht

Rheda-Wiedenbrück. Nach Gesprächen zwischen allen beteiligten Behörden und dem Unternehmen hat Rheda-Wiedenbrücks Bürgermeister Theo Mettenborg eine Teilaufhebung der Schließungsverfügung für die Unternehmen Reisinger GmbH aus dem Bereich Schlachtung und Acontex GmbH, zuständig für Blutverarbeitung, verfügt. Beide gehören zur Tönnies-Holding. Die 597 Mitarbeitenden der Schlachtung und die sieben Mitarbeiter der Blutverarbeitung dürfen ab sofort das Werksgelände betreten und ihre Arbeit schrittweise wieder aufnehmen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Bereiche Schlachtung und Blutverarbeitung seien räumlich und betrieblich von anderen Bereichen der Unternehmensgruppe getrennt und voneinander abhängig. Ein stetiger Luftaustausch sei gewährleistet. Der Bereich Blutverarbeitung beschäftige nur eine geringe Anzahl an Mitarbeitenden, daher werde das Infektionsrisiko als gering eingestuft. Zudem sei ein großer Abstand zwischen den Mitarbeitenden aufgrund der niedrigen Personenanzahl gewährleistet.

Das wesentlich ergänzte und überarbeitete Hygienekonzept des Unternehmens biete laut Mitteilung die Grundlage dafür, dass die Tochterkonzerne der Tönnies Holding unter den vereinbarten Hygieneauflagen den Betrieb wieder aufnehmen können.

Für die Wiederinbetriebnahme gelten demnach folgende Regeln:

Wohnen und Transport: Die Wohnraumkontrollen werden verstärkt, insofern die Räumlichkeiten in den Bereich der Arbeitsstättenverordnung fallen. Die Wohnraumbewirtschaftung wird mittelfristig eine eigens dafür zu gründende Gesellschaft übernehmen. Die Mitarbeiterbeförderung wird optimiert: Je Fahrzeugtyp ist eine maximale Personenanzahl vorgegeben.

Adressmanagement: Es wird eine aktuelle Datenbank für Wohn- und Aufenthaltsadressen aller Beschäftigten erstellt.

Reihentestung: Alle Produktionsbeschäftigten werden zweimal wöchentlich getestet. Hierfür wird ein mobiles Zelt am Werkseingang errichtet. Reiserückkehrer sollen in der Woche täglich getestet werden.

Mitarbeiterschulung: Es werden Mitarbeiterschulungen hinsichtlich der Sicherheitsregeln und des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes durchgeführt.

Arbeitsmedizinische Versorgung und ärztlicher Check: Der automatische Temperaturscanner wird um einen ärztlichen Check aller am Drehkreuz eintreffenden Mitarbeiter zu Schichtbeginn ergänzt.

Kantinenkonzept: Alle Mitarbeiter des Teilbereiches werden einen separaten Kantinenbereich nutzen.

Sozialräume und betriebliche Wegeführung: Die Laufwege vom Werkseingang bis zum Arbeitsplatz wurden festgelegt. Die Produktionsprozesse ermöglichen gestaffelte Pausenzeiten. Es findet keine Vermischung des Personals statt.

Mund-Nasen-Schutz: In allen Betriebsgebäuden ist die Nutzung eines medizinischen, dreilagigen Mund-Nasen-Schutzes Pflicht.

Mindestabstände: Zwischen den Beschäftigten wird durch abgehangene Vorhänge eine Trennung erreicht. Die Arbeitsplätze erfüllen die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Meter.

Kontrollen: Es finden weitere Kontrollen statt, die Frequenz wird erhöht.

Grundsätzlich dürfen auf dem Betriebsgelände nur Mitarbeiter arbeiten, die nicht unter Quarantäne stehen und ein Negativattest vorlegen können. Die Einhaltung der Vorgaben wird durch die Ordnungsbehörde kontrolliert.

Antrag auf Wiederinbetriebnahme des Bereichs Zerlegung

Seitens des Unternehmens wurde bereits ein Antrag auf die Wiederinbetriebnahme des Bereiches Zerlegung gestellt. Zunächst finden am Donnerstag laut Mitteilung nochmals Begehungen zur Abnahme der durch das Hygienekonzept und der wissenschaftlichen Expertise vorgegeben Installationen (zum Beispiel Trennelemente aus Plexiglas) vor Ort durch die Gutachter und Experten statt. Am Freitag solle der Bereich der Zerlegung zunächst in einem Probebetrieb wieder aufgenommen werden.

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