Großeinsatz in Rintelner Nordstadt: Gefahrgut ausgelaufen Rinteln (szlz). Der Großeinsatz am Montagabend in der Rintelner Nordstadt hat Folgen: Auf mehreren Hundert Metern ist das Gefahrgut Polyurethan verteilt worden, als ein 230-Liter-Fass in einem Transporter umkippte, Leck schlug und die Flüssigkeit quer über die Straßen in der Nordstadt verteilte. Die städtische Kanalisation ist von der Flüssigkeit zum Glück nicht betroffen, teilte gestern Morgen auf Anfrage Grit Seemann mit, technische Leiterin der Abwasserbetriebe Rinteln. Der Hauptteil des Kunstharzes aus dem Fass habe sich auf dem Gelände des toom-Baumarktes verteilt, berichtet Seemann. Ein Teil der Flüssigkeit sei dort auch in den Ablauf gelaufen, von dort könne es jedoch nicht in die städtische Kanalisation gelangen. „Zur Sicherheit haben wir die Kanäle noch mit Kameras abgefahren“, erklärt Grit Seemann. Zwei Mitarbeiter der Abwasserbetriebe seien am Montagabend noch vor Ort gewesen, um eventuelle Schäden festzustellen. Noch ist unklar, welche Schäden der Stoff auf den Straßen der Rintelner Nordstadt hinterlassen hat und wie hoch die Kosten der Beseitigung ausfallen werden. Der Stoff verteilte sich von der Umgehungsstraße, entlang der Konrad-Adenauer-Straße bis über die Tonkuhle hin zur Breiten Straße, wo dem Fahrer des Transporters wohl aufgefallen sein musste, dass das Fass umgefallen war und er die Flüssigkeit verlor. Der Fahrer parkte dann auf dem Parkplatz des toom-Baumarktes und alarmierte umgehend die Feuerwehr. Der Mann parkte jedoch direkt über einem Gullydeckel, sodass die Flüssigkeit auch in einen Ablauf lief. Wenn die Flüssigkeit in Berührung mit Wasser kommt, schäumt sie auf und wird zum hochwirksamen Bauschaum, der dann über mehrere Stunden aushärtet. Die etwa 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Rinteln und Todenmann banden die Flüssigkeit am Montag ab. Für die Brandschützer war der Einsatz gegen 21 Uhr beendet, teilte Rintelns Ortsbrandmeister Thomas Blaue mit. Nun müsse noch der Bauhof prüfen, wie sich der Kunstharz von der betroffenen Strecke entfernen lasse. Dennoch sei der Vorfall „glimpflich ausgegangen“, schätzt Thomas Blaue ein – ein Eindringen des Stoffes in die städtische Kanalisation hätte weitreichende Folgen – und Kosten – gehabt. Der Transporter soll nun etwa 24 Stunden lang auf dem toom-Gelände stehen bleiben, damit das Polyurethan ausreichend aushärten kann. Erst dann kann der Fahrer das Fahrzeug wieder abholen. Den Kunstharz vom toom-Gelände zu entfernen, sei nun Sache des Grundstücks-Eigentümers beziehungsweise des Verursachers, erläutert Grit Seemann. Die Abwasserbetriebe Rinteln würden aber natürlich beratend zur Verfügung stehen. „Wir als Mieter des Geländes haben nun die Arbeit“, zeigt sich Rintelns toom-Marktleiter Markus Ott merklich verstimmt. Er müsse nun eine Fachfirma beauftragen, die die Verschmutzung beseitigen wird. Die Kosten seien nicht unbedingt das Thema, denn die würden von der Versicherung gedeckt – aber der Aufwand dürfte immens sein. Das Abflussrohr, in das der Kunstharz am Montagabend hineingelaufen ist, sei komplett verstopft, teilt Ott mit. Eine Frage bleibt aber offen: Wurde das 230-Liter-Fass ausreichend gesichert, oder weshalb fiel es in dem Transporter einfach um und verteilte annähernd seinen gesamten Inhalt in Rinteln?

Großeinsatz in Rintelner Nordstadt: Gefahrgut ausgelaufen

Die Feuerwehr untersuchten auch die Kanalisation auf eventuell eingelaufenen Kunstharz. © Foto: szlz

Rinteln (szlz). Der Großeinsatz am Montagabend in der Rintelner Nordstadt hat Folgen: Auf mehreren Hundert Metern ist das Gefahrgut Polyurethan verteilt worden, als ein 230-Liter-Fass in einem Transporter umkippte, Leck schlug und die Flüssigkeit quer über die Straßen in der Nordstadt verteilte. Die städtische Kanalisation ist von der Flüssigkeit zum Glück nicht betroffen, teilte gestern Morgen auf Anfrage Grit Seemann mit, technische Leiterin der Abwasserbetriebe Rinteln. Der Hauptteil des Kunstharzes aus dem Fass habe sich auf dem Gelände des toom-Baumarktes verteilt, berichtet Seemann. Ein Teil der Flüssigkeit sei dort auch in den Ablauf gelaufen, von dort könne es jedoch nicht in die städtische Kanalisation gelangen.

„Zur Sicherheit haben wir die Kanäle noch mit Kameras abgefahren“, erklärt Grit Seemann. Zwei Mitarbeiter der Abwasserbetriebe seien am Montagabend noch vor Ort gewesen, um eventuelle Schäden festzustellen.

Noch ist unklar, welche Schäden der Stoff auf den Straßen der Rintelner Nordstadt hinterlassen hat und wie hoch die Kosten der Beseitigung ausfallen werden. Der Stoff verteilte sich von der Umgehungsstraße, entlang der Konrad-Adenauer-Straße bis über die Tonkuhle hin zur Breiten Straße, wo dem Fahrer des Transporters wohl aufgefallen sein musste, dass das Fass umgefallen war und er die Flüssigkeit verlor. Der Fahrer parkte dann auf dem Parkplatz des toom-Baumarktes und alarmierte umgehend die Feuerwehr. Der Mann parkte jedoch direkt über einem Gullydeckel, sodass die Flüssigkeit auch in einen Ablauf lief.

Wenn die Flüssigkeit in Berührung mit Wasser kommt, schäumt sie auf und wird zum hochwirksamen Bauschaum, der dann über mehrere Stunden aushärtet. Die etwa 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Rinteln und Todenmann banden die Flüssigkeit am Montag ab. Für die Brandschützer war der Einsatz gegen 21 Uhr beendet, teilte Rintelns Ortsbrandmeister Thomas Blaue mit.

Nun müsse noch der Bauhof prüfen, wie sich der Kunstharz von der betroffenen Strecke entfernen lasse. Dennoch sei der Vorfall „glimpflich ausgegangen“, schätzt Thomas Blaue ein – ein Eindringen des Stoffes in die städtische Kanalisation hätte weitreichende Folgen – und Kosten – gehabt.

Der Transporter soll nun etwa 24 Stunden lang auf dem toom-Gelände stehen bleiben, damit das Polyurethan ausreichend aushärten kann. Erst dann kann der Fahrer das Fahrzeug wieder abholen. Den Kunstharz vom toom-Gelände zu entfernen, sei nun Sache des Grundstücks-Eigentümers beziehungsweise des Verursachers, erläutert Grit Seemann. Die Abwasserbetriebe Rinteln würden aber natürlich beratend zur Verfügung stehen.

„Wir als Mieter des Geländes haben nun die Arbeit“, zeigt sich Rintelns toom-Marktleiter Markus Ott merklich verstimmt. Er müsse nun eine Fachfirma beauftragen, die die Verschmutzung beseitigen wird. Die Kosten seien nicht unbedingt das Thema, denn die würden von der Versicherung gedeckt – aber der Aufwand dürfte immens sein. Das Abflussrohr, in das der Kunstharz am Montagabend hineingelaufen ist, sei komplett verstopft, teilt Ott mit.

Eine Frage bleibt aber offen: Wurde das 230-Liter-Fass ausreichend gesichert, oder weshalb fiel es in dem Transporter einfach um und verteilte annähernd seinen gesamten Inhalt in Rinteln?

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Regionales