Herford Großeinsatz am Werreufer in Herford: Mann soll Mädchen ertränkt haben Peter Steinert,Christina Römer Herford. Am Ufer der Werre hat es am Freitagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr gegeben. Drei Kinder hatten nach ihren Angaben beobachtet, wie ein Mann versucht habe, ein 16- bis 18-jähriges Mädchen in der Werre zu ertränken. Die Tat habe sich am Weddigenufer in der Nähe der Eisenbahnbrücke in Herford abgespielt. Der Mann sei dunkel gekleidet gewesen, beschrieben ihn die 10, 12 und 13 Jahre alten Kinder. Der Polizei gegenüber schilderten sie, dass sie Hilfe-Rufe gehört hatten. Sie hätten gesehen, wie sich das vermeintliche Opfer zunächst gewehrt und um Hilfe gerufen habe. Dann sei der Kopf der Unbekannten unter Wasser gedrückt worden. Die Kinder hätten noch gesehen wie Luftblasen aus dem Wasser aufstiegen. Dann sei nichts mehr zu sehen gewesen. Das zwölfjährige Mädchen habe versucht, das Geschehen mit ihrem Handy aufzunehmen, nachdem die Kinder die Notrufnummer der Polizei unter 110 gewählt hatten. Die Aufnahme ist allerdings sehr verwackelt, weil die Kinder Angst hatten, dass der Mann sie entdecke. Die Feuerwehr ist um 21.20 Uhr am Tatort erschienen, mit der hauptamtlichen Wache und dem Löschzug Mitte. Laut Feuerwehrsprecher Christoph Büker waren rund 60 Feuerwehrleute sowie Mitglieder der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) vor Ort. Auch die Polizei war im Einsatz. Die Helfer suchten mit zwei Booten die Werre ab, im Bereich zwischen Eisenbahnbrücke und Wiesestraße, sowie von der Wiesestraße bis zum Bergertor. Die Werre-Brücke der Wiesestraße war in beide Richtungen gesperrt worden. Der Feuerwehrsprecher geht davon aus, dass das Opfer nicht abgetrieben ist, weil die Werre an der Stelle nicht so schnell fließe. Die Feuerwehrkräfte hatten das Ufer an verschiedenen Stellen ausgeleuchtet. Gegen 22.30 Uhr meldete eine Bootsbesatzung, die zwischen Werrebrücke Wiesestraße und Bergertor-Wehr nach dem Opfer gesucht hatte, dass an den beiden Uferseiten keine verdächtige Entdeckung gemacht werden konnte. Kurz zuvor war auch die DLRG aus Löhne hinzugekommen, die mit vier Tauchern im Einsatz war. Die Taucher hatten Seile aufgespannt, um sich daran entlang zu ziehen. Auch ein Polizeihubschrauber war gegen 23.10 einige Minuten über der Werre gekreist, wohl um mit Wärmebildkamera nach dem Mädchen zu suchen. Der Hubschrauber ist dann aber wieder abgezogen, weil die Kamera keine Erkenntnisse brachte. Zunächst hatten Feuerwehr und Polizei von einem diffusen Einsatzgeschehen berichtet, weil es unterschiedliche Zeugenaussagen gab. Die Aussage der Kinder erscheint allerdings glaubhaft. Mehrmals hatte die Polizei die Kinder darauf hingewiesen, dass eine Falschaussage strafbar sei. Gegen 0.20 Uhr am Samstagmorgen meldete die Feuerwehr ihren Abzug, ohne das vermeintliche Opfer gefunden zu haben. Die Feuerwehr und die Polizei werden am Samstag besprechen, ob die Suche wieder aufgenommen werden wird.
Herford

Großeinsatz am Werreufer in Herford: Mann soll Mädchen ertränkt haben

Auch der Notarzt ist im Einsatz. © Claus Frickemeier

Herford. Am Ufer der Werre hat es am Freitagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr gegeben. Drei Kinder hatten nach ihren Angaben beobachtet, wie ein Mann versucht habe, ein 16- bis 18-jähriges Mädchen in der Werre zu ertränken. Die Tat habe sich am Weddigenufer in der Nähe der Eisenbahnbrücke in Herford abgespielt.

Der Mann sei dunkel gekleidet gewesen, beschrieben ihn die 10, 12 und 13 Jahre alten Kinder. Der Polizei gegenüber schilderten sie, dass sie Hilfe-Rufe gehört hatten. Sie hätten gesehen, wie sich das vermeintliche Opfer zunächst gewehrt und um Hilfe gerufen habe. Dann sei der Kopf der Unbekannten unter Wasser gedrückt worden. Die Kinder hätten noch gesehen wie Luftblasen aus dem Wasser aufstiegen. Dann sei nichts mehr zu sehen gewesen.

Mit 58 Kräften der Feuerwehr und des DLRG waren die Helfer vor Ort. Bis kurz vor Mitternacht blieb die Suche nach dem vermeintlichen Opfer ergebnislos. Auch der Einsatz eines Polizeihubschraubers mit Wärmebildkamera brachte keine Erkenntnisse. - © Peter Steinert
Mit 58 Kräften der Feuerwehr und des DLRG waren die Helfer vor Ort. Bis kurz vor Mitternacht blieb die Suche nach dem vermeintlichen Opfer ergebnislos. Auch der Einsatz eines Polizeihubschraubers mit Wärmebildkamera brachte keine Erkenntnisse. - © Peter Steinert

Das zwölfjährige Mädchen habe versucht, das Geschehen mit ihrem Handy aufzunehmen, nachdem die Kinder die Notrufnummer der Polizei unter 110 gewählt hatten. Die Aufnahme ist allerdings sehr verwackelt, weil die Kinder Angst hatten, dass der Mann sie entdecke.

Die Feuerwehr ist mit zwei Booten auf der Werre, um das Mädchen zu suchen. - © Claus Frickemeier
Die Feuerwehr ist mit zwei Booten auf der Werre, um das Mädchen zu suchen. - © Claus Frickemeier

Die Feuerwehr ist um 21.20 Uhr am Tatort erschienen, mit der hauptamtlichen Wache und dem Löschzug Mitte. Laut Feuerwehrsprecher Christoph Büker waren rund 60 Feuerwehrleute sowie Mitglieder der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) vor Ort. Auch die Polizei war im Einsatz. Die Helfer suchten mit zwei Booten die Werre ab, im Bereich zwischen Eisenbahnbrücke und Wiesestraße, sowie von der Wiesestraße bis zum Bergertor. Die Werre-Brücke der Wiesestraße war in beide Richtungen gesperrt worden.

Der Feuerwehrsprecher geht davon aus, dass das Opfer nicht abgetrieben ist, weil die Werre an der Stelle nicht so schnell fließe. Die Feuerwehrkräfte hatten das Ufer an verschiedenen Stellen ausgeleuchtet.

Gegen 22.30 Uhr meldete eine Bootsbesatzung, die zwischen Werrebrücke Wiesestraße und Bergertor-Wehr nach dem Opfer gesucht hatte, dass an den beiden Uferseiten keine verdächtige Entdeckung gemacht werden konnte. Kurz zuvor war auch die DLRG aus Löhne hinzugekommen, die mit vier Tauchern im Einsatz war. Die Taucher hatten Seile aufgespannt, um sich daran entlang zu ziehen.

Auch ein Polizeihubschrauber war gegen 23.10 einige Minuten über der Werre gekreist, wohl um mit Wärmebildkamera nach dem Mädchen zu suchen. Der Hubschrauber ist dann aber wieder abgezogen, weil die Kamera keine Erkenntnisse brachte.

Zunächst hatten Feuerwehr und Polizei von einem diffusen Einsatzgeschehen berichtet, weil es unterschiedliche Zeugenaussagen gab. Die Aussage der Kinder erscheint allerdings glaubhaft. Mehrmals hatte die Polizei die Kinder darauf hingewiesen, dass eine Falschaussage strafbar sei.

Gegen 0.20 Uhr am Samstagmorgen meldete die Feuerwehr ihren Abzug, ohne das vermeintliche Opfer gefunden zu haben. Die Feuerwehr und die Polizei werden am Samstag besprechen, ob die Suche wieder aufgenommen werden wird.

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