Gewaltopfer an Haltestelle gefunden: Versuchtes Tötungsdelikt in Hessisch Oldendorf, mehere Männer im Visier der Fahnder Ulrich Behmann Hessisch Oldendorf (dwz). Mit einer stark blutenden Kopfverletzung hat sich ein Gewaltopfer am Montagabend von einem Wohnhaus an der Bahnhofstraße in Oldendorf zum 300 Meter weit entfernten Bahnhof Osterwald geschleppt. Um 21.35 Uhr rief der 24-Jährige eine Bekannte an – die Frau wählte den Notruf. Ein Notarztteam fand den Schwerverletzten – er saß auf einer Bank an einer Bushaltestelle. Das Opfer wurde von einer Notärztin und drei Notfallsanitätern des ASB Gronau und des DRK Hemmendorf behandelt. Die Rettungsmedizinerin forderte wenig später einen Hubschrauber an. In Hannover-Langenhagen startete die fliegende Intensivstation „Christoph Niedersachsen“. Das unter anderem für Mord und Totschlag zuständige 1. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln hat die Ermittlungen übernommen. Die Staatsanwaltschaft Hannover habe den Fall als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera am Dienstag auf Nachfrage. Polizisten hatten noch in der Nacht drei Männer (25, 43, 54) vorläufig festgenommen und vorübergehend in Gewahrsamszellen gesperrt. Die Befragungen gestalteten sich schwierig, da es Sprachbarrieren gab. Ob das Trio etwas mit der Tat etwas zu tun hat, steht noch nicht abschließend fest. Zunächst war intensiv nach einem 38-Jährigen gefahndet worden. Den Namen dieses Verdächtigen hatte das Opfer genannt. Der Mann stellte sich am Dienstag gegen 8 Uhr bei der Polizei in Hameln. Er habe gehört, dass nach ihm gesucht werde, sagte er. Was genau vorgefallen ist, steht noch nicht fest. Deshalb ist auch das Motiv der Gewalttat unklar. Polizeikräfte aus Bad Münder, Elze und Hameln – darunter ein Team der Tatort-Gruppe (TOG) – waren am Montagabend nach Oldendorf geeilt, um Spuren zu suchen. Die Frage war: Wo wurden dem 24-Jährigen die Kopfverletzungen zugefügt? Der Mann hatte Rettern noch erzählt, er sei von einer Gruppe von Männern geschlagen und getreten worden. Vor dem Eingang des Hauses, in dem das Opfer wohnt, entdeckten Polizeibeamte Blut. An der Wohnungstür eines Mieters, der in demselben Gebäude wohnt, fand sich eine Blutspur. Der Oldendorfer geriet in Verdacht. Ein Team der Tatort-Gruppe suchte Straße und Gehweg zwischen Bushaltestelle und Wohnhaus ab. Andere Polizisten sahen sich vor dem Haus um und suchten dort nach Spuren. Die um 21.56 Uhr alarmierte Feuerwehr Oldendorf leuchtete den Sportplatz aus, damit die Piloten des Intensivtransport-Hubschraubers dort sicher landen konnten. „Wir mussten sehr schnell sein“, sagte Ortsbrandmeister Dirk Habenicht. Der Hubschrauber habe für die Strecke Langenhagen-Oldendorf nur 14 Minuten gebraucht. Dennoch gelang es den Freiwilligen, eine Wiese rechtzeitig auszuleuchten. Zeitweise kümmerten sich zwei Notarztteams um den Schwerverletzten. Er wurde mit dem Hubschrauber nach Hannover geflogen, wo er in einer Spezialklinik behandelt wird. Zivile Beamte des Kriminal-Dauerdienstes (KDD) Hannover befragten das Opfer – so gut es eben ging – im Krankenhaus, stellten die Bekleidung des Mannes sicher. „Die Kollegen vom KDD haben nur ganz kurz mit dem 24-Jährigen sprechen können. Er hat ihnen einen Namen genannt“, sagte Stephanie Heineking-Kutschera. Die Ermittlungen dauern an.

Gewaltopfer an Haltestelle gefunden: Versuchtes Tötungsdelikt in Hessisch Oldendorf, mehere Männer im Visier der Fahnder

Groß angelegter Rettungseinsatz in Hessisch Oldendorf – ein Notarztteam der DRF-Luftrettung holt eine Trage aus der fliegenden Intensivstation. Im DRK-Rettungswagen wird das Gewaltopfer behandelt; Feuerwehrleute sorgen unterdessen für Licht. Foto: Ulrich Behmann © ulrich behmann

Hessisch Oldendorf (dwz). Mit einer stark blutenden Kopfverletzung hat sich ein Gewaltopfer am Montagabend von einem Wohnhaus an der Bahnhofstraße in Oldendorf zum 300 Meter weit entfernten Bahnhof Osterwald geschleppt. Um 21.35 Uhr rief der 24-Jährige eine Bekannte an – die Frau wählte den Notruf. Ein Notarztteam fand den Schwerverletzten – er saß auf einer Bank an einer Bushaltestelle.

Das Opfer wurde von einer Notärztin und drei Notfallsanitätern des ASB Gronau und des DRK Hemmendorf behandelt. Die Rettungsmedizinerin forderte wenig später einen Hubschrauber an. In Hannover-Langenhagen startete die fliegende Intensivstation „Christoph Niedersachsen“. Das unter anderem für Mord und Totschlag zuständige 1. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln hat die Ermittlungen übernommen. Die Staatsanwaltschaft Hannover habe den Fall als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera am Dienstag auf Nachfrage.

Polizisten hatten noch in der Nacht drei Männer (25, 43, 54) vorläufig festgenommen und vorübergehend in Gewahrsamszellen gesperrt. Die Befragungen gestalteten sich schwierig, da es Sprachbarrieren gab. Ob das Trio etwas mit der Tat etwas zu tun hat, steht noch nicht abschließend fest. Zunächst war intensiv nach einem 38-Jährigen gefahndet worden. Den Namen dieses Verdächtigen hatte das Opfer genannt. Der Mann stellte sich am Dienstag gegen 8 Uhr bei der Polizei in Hameln. Er habe gehört, dass nach ihm gesucht werde, sagte er.

Was genau vorgefallen ist, steht noch nicht fest. Deshalb ist auch das Motiv der Gewalttat unklar. Polizeikräfte aus Bad Münder, Elze und Hameln – darunter ein Team der Tatort-Gruppe (TOG) – waren am Montagabend nach Oldendorf geeilt, um Spuren zu suchen. Die Frage war: Wo wurden dem 24-Jährigen die Kopfverletzungen zugefügt? Der Mann hatte Rettern noch erzählt, er sei von einer Gruppe von Männern geschlagen und getreten worden. Vor dem Eingang des Hauses, in dem das Opfer wohnt, entdeckten Polizeibeamte Blut. An der Wohnungstür eines Mieters, der in demselben Gebäude wohnt, fand sich eine Blutspur. Der Oldendorfer geriet in Verdacht. Ein Team der Tatort-Gruppe suchte Straße und Gehweg zwischen Bushaltestelle und Wohnhaus ab. Andere Polizisten sahen sich vor dem Haus um und suchten dort nach Spuren.

Die um 21.56 Uhr alarmierte Feuerwehr Oldendorf leuchtete den Sportplatz aus, damit die Piloten des Intensivtransport-Hubschraubers dort sicher landen konnten. „Wir mussten sehr schnell sein“, sagte Ortsbrandmeister Dirk Habenicht. Der Hubschrauber habe für die Strecke Langenhagen-Oldendorf nur 14 Minuten gebraucht. Dennoch gelang es den Freiwilligen, eine Wiese rechtzeitig auszuleuchten. Zeitweise kümmerten sich zwei Notarztteams um den Schwerverletzten. Er wurde mit dem Hubschrauber nach Hannover geflogen, wo er in einer Spezialklinik behandelt wird. Zivile Beamte des Kriminal-Dauerdienstes (KDD) Hannover befragten das Opfer – so gut es eben ging – im Krankenhaus, stellten die Bekleidung des Mannes sicher. „Die Kollegen vom KDD haben nur ganz kurz mit dem 24-Jährigen sprechen können. Er hat ihnen einen Namen genannt“, sagte Stephanie Heineking-Kutschera. Die Ermittlungen dauern an.

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