Bielefeld Gefährliche Banden verbreiten Angst und Schrecken in Bielefeld Jürgen Mahncke Bielefeld. Die 22-jährige medizinische Fachangestellte ist stark traumatisiert. Sprechen fällt ihr schwer. Die Redaktion hat telefonisch den Kontakt mit der jungen Frau aufgenommen, die in der Nacht von Freitag auf Samstag Opfer eines Überfalls und dabei schwer verletzt wurde. Die Bielefelder Polizei spricht von einer gefährlichen Körperverletzung im Bereich Mauerstraße und Notpfortenstraße. Gegen 4 Uhr am frühen Samstagmorgen wurden die Einsatzkräfte zu einer Schlägerei gerufen. Beim Eintreffen der Beamten war eine beteiligte Personengruppe bereits flüchtig. Die vor Ort angetroffenen und verletzten Personen gaben an, dass die Aggression lediglich von der flüchtigen Gruppe ausging, so die Polizei. „Mein jüngerer Bruder und ich haben uns in der Nacht mit einem Taxi zu einer Döner-Bude an der Ecke Notpfortenstraße/Oberntorwall bringen lassen, weil wir noch Hunger hatten. Als wir das Fahrzeug verließen, ging es mir nicht gut. Ich wechselte die Straßenseite und musste mich übergeben. Ich sah dann, wie mein Bruder plötzlich von einer Personengruppe von rund sieben Männer körperlich attackiert zu Boden ging und dort weiter mit Fußtritten malträtiert wurde. Ich eilte ihm zu Hilfe, rief dabei einem Autofahrer zu, er möge die Polizei rufen. Ehe ich mich versah, erhielt ich ebenso mehrere Faustschläge, lag auf dem Boden und verlor kurzzeitig das Bewusstsein", erzählt das 22-jährige Opfer. Zwei Freunde der Geschwister, ein 17-jähriger und ein 21-jähriger Bielefelder, wurden ebenfalls durch Faustschläge verletzt, als sie zu Hilfe eilen wollten. Die Täter ließen von ihren Opfern ab und flüchteten, als die Polizei nahte. Die vier verletzten Bielefelder wurden vor Ort behandelt. Die 22-Jährige und der 17-Jährige wurden zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde die Frau nach eigenen Angaben wegen einer Gehirnerschütterung, einer Verletzung am Trommelfell und am Kiefer behandelt. Sie ist zurzeit arbeitsunfähig und sagte am Montagvormittag zu dem Geschehen aus. Die Täter sind unbekannt, eine genaue Beschreibung war dem Opfer wegen der kurzzeitigen Besinnungslosigkeit nicht möglich. Immer wieder kommt es in der Innenstadt zu Attacken von gewalttätigen Gruppierungen. Meistens trifft es Menschen, die arglos sind und von den Übergriffen überrascht werden. Am Sonntag verfolgte eine Personengruppe einen Jugendlichen und trat auf einen 16-jährigen Bielefelder ein. Dabei erlitt das Opfer schwere Verletzungen. Der Jugendliche stand kurz nach Mitternacht zusammen mit einem Freund und einer Freundin auf der Verteilerebene an der Stadtbahnhaltestelle Hauptbahnhof. Eine Gruppe von drei bis vier Personen trat an das Trio heran und sprach den 16-Jährigen an. Als der Bielefelder loslief, verfolgte die Gruppe ihn. Ein Täter zog dem Flüchtenden von hinten die Beine weg, so dass der 16-Jährige stürzte. Ein anderer Täter trat das Opfer gegen den Kopf. Anschließend flüchtete die Gruppe in Richtung Herbert-Hinnendahl-Straße. Zeugen riefen die Polizei und betreuten das Opfer. Ein Rettungswagen brachte den Schwerverletzten in ein Krankenhaus. Die Zeugen beschreiben die Täter als dunkelhäutig und 16 bis 18 Jahre alt. Ein Täter war 1,80 bis 1,85 Meter groß, schlank, mit dunklen kurzen Haaren und trug einen dunklen Hoodie. In beiden Fällen ging es um willkürliche, körperliche Gewalt und nicht um Eigentumsdelikte. Doch in Erinnerung ist auch ein Überfall vom 9. Oktober, bei dem einem Opfer das Handy geraubt wurde. Eine Gruppe von etwa 15 Personen hatte ein Quartett auf dem Niederwall angegriffen und verletzt. Nach einer wüsten Schlägerei fehlte einem Opfer das Telefon. Die Täter konnten unerkannt entkommen. Auch in diesem Fall fahndet die Polizei nach den Tätern.
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Gefährliche Banden verbreiten Angst und Schrecken in Bielefeld

Erschreckende Entwicklung in Bielefeld. © Symbolfoto

Bielefeld. Die 22-jährige medizinische Fachangestellte ist stark traumatisiert. Sprechen fällt ihr schwer. Die Redaktion hat telefonisch den Kontakt mit der jungen Frau aufgenommen, die in der Nacht von Freitag auf Samstag Opfer eines Überfalls und dabei schwer verletzt wurde. Die Bielefelder Polizei spricht von einer gefährlichen Körperverletzung im Bereich Mauerstraße und Notpfortenstraße.

Gegen 4 Uhr am frühen Samstagmorgen wurden die Einsatzkräfte zu einer Schlägerei gerufen. Beim Eintreffen der Beamten war eine beteiligte Personengruppe bereits flüchtig. Die vor Ort angetroffenen und verletzten Personen gaben an, dass die Aggression lediglich von der flüchtigen Gruppe ausging, so die Polizei.

„Mein jüngerer Bruder und ich haben uns in der Nacht mit einem Taxi zu einer Döner-Bude an der Ecke Notpfortenstraße/Oberntorwall bringen lassen, weil wir noch Hunger hatten. Als wir das Fahrzeug verließen, ging es mir nicht gut. Ich wechselte die Straßenseite und musste mich übergeben. Ich sah dann, wie mein Bruder plötzlich von einer Personengruppe von rund sieben Männer körperlich attackiert zu Boden ging und dort weiter mit Fußtritten malträtiert wurde. Ich eilte ihm zu Hilfe, rief dabei einem Autofahrer zu, er möge die Polizei rufen. Ehe ich mich versah, erhielt ich ebenso mehrere Faustschläge, lag auf dem Boden und verlor kurzzeitig das Bewusstsein", erzählt das 22-jährige Opfer. Zwei Freunde der Geschwister, ein 17-jähriger und ein 21-jähriger Bielefelder, wurden ebenfalls durch Faustschläge verletzt, als sie zu Hilfe eilen wollten.

Auch vor Frauen machen die brutalen Schläger nicht Halt (s. Video). - © NW
Auch vor Frauen machen die brutalen Schläger nicht Halt (s. Video). - © NW

Die Täter ließen von ihren Opfern ab und flüchteten, als die Polizei nahte. Die vier verletzten Bielefelder wurden vor Ort behandelt. Die 22-Jährige und der 17-Jährige wurden zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde die Frau nach eigenen Angaben wegen einer Gehirnerschütterung, einer Verletzung am Trommelfell und am Kiefer behandelt. Sie ist zurzeit arbeitsunfähig und sagte am Montagvormittag zu dem Geschehen aus. Die Täter sind unbekannt, eine genaue Beschreibung war dem Opfer wegen der kurzzeitigen Besinnungslosigkeit nicht möglich.

Immer wieder kommt es in der Innenstadt zu Attacken von gewalttätigen Gruppierungen. Meistens trifft es Menschen, die arglos sind und von den Übergriffen überrascht werden.

Am Sonntag verfolgte eine Personengruppe einen Jugendlichen und trat auf einen 16-jährigen Bielefelder ein. Dabei erlitt das Opfer schwere Verletzungen. Der Jugendliche stand kurz nach Mitternacht zusammen mit einem Freund und einer Freundin auf der Verteilerebene an der Stadtbahnhaltestelle Hauptbahnhof. Eine Gruppe von drei bis vier Personen trat an das Trio heran und sprach den 16-Jährigen an. Als der Bielefelder loslief, verfolgte die Gruppe ihn.

Hilferuf bei Facebook. - © Stefan Gerold
Hilferuf bei Facebook. - © Stefan Gerold

Ein Täter zog dem Flüchtenden von hinten die Beine weg, so dass der 16-Jährige stürzte. Ein anderer Täter trat das Opfer gegen den Kopf. Anschließend flüchtete die Gruppe in Richtung Herbert-Hinnendahl-Straße. Zeugen riefen die Polizei und betreuten das Opfer. Ein Rettungswagen brachte den Schwerverletzten in ein Krankenhaus. Die Zeugen beschreiben die Täter als dunkelhäutig und 16 bis 18 Jahre alt. Ein Täter war 1,80 bis 1,85 Meter groß, schlank, mit dunklen kurzen Haaren und trug einen dunklen Hoodie.

In beiden Fällen ging es um willkürliche, körperliche Gewalt und nicht um Eigentumsdelikte. Doch in Erinnerung ist auch ein Überfall vom 9. Oktober, bei dem einem Opfer das Handy geraubt wurde. Eine Gruppe von etwa 15 Personen hatte ein Quartett auf dem Niederwall angegriffen und verletzt. Nach einer wüsten Schlägerei fehlte einem Opfer das Telefon. Die Täter konnten unerkannt entkommen. Auch in diesem Fall fahndet die Polizei nach den Tätern.

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