Gauselmann-Gruppe wird Betreiber von staatlichen Spielbanken in NRW Lena Kley,Sigrun Müller-Gerbes Espelkamp. Die Entscheidung über den Verkauf von vier staatlichen Spielbanken ist gefallen: Die Gauselmann-Gruppe aus Espelkamp erhält den Zuschlag. Das gibt der Konzern selbst bekannt. Demnach soll der notarielle Kaufvertrag bereits besiegelt worden sein. "Die Übernahme bedarf noch der Zustimmung durch die Kartellbehörden", sagt Unternehmenssprecher Mario Hoffmeister. Die verkauften Westspiel-Spielbanken liegen in Bad Oeynhausen, Dortmund-Hohensyburg, Duisburg und Aachen. In Minden gibt es keine dieser Art. Zudem hat die Gauselmann-Gruppe die Möglichkeit, noch zwei weitere Spielbanken in NRW zu eröffnen - wo genau ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt.  Damit ist ein Bieterverfahren um die Westspiel-Gruppe zu Ende, das die schwarz-gelbe Koalition bereits 2018 angestoßen hatte – gegen den heftigen Widerstand der Opposition. 2019 hatte die Landesregierung den Gesetzesentwurf beschlossen, nach dem das staatliche Monopol in ein privates Monopol überführt werden sollte. Schon damals hatte die Gauselmann-Gruppe Interesse gezeigt. „Wir haben nie von uns aus gesagt, dass wir die Spielbanken in NRW kaufen wollen. Das wurde immer von außen an uns herangetragen. Wenn sich die gesetzliche Grundlage in NRW ändert und es Ausschreibungen geben wird, beteiligen wir uns natürlich", hatte Paul Gauselmann gesagt. Das Landesministerium hatte damals angegeben, dass die Konzession im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung vergeben werden solle. Was ist mit den Angestellten? David Schnabel, Geschäftsführer der Merkur Spielbanken, dem Tochterunternehmen der Gauselmann-Gruppe, äußerte sich auch zur Personalsituation: "Wir handeln nach dem Prinzip 'Never change a winning team', was bedeutet, dass wir auch weiterhin auf die fachspezifischen Erfahrungen und das Engagement des gesamten Westspiel-Teams bauen werden. Ohne die neuen Kolleginnen und Kollegen könnten wir die bestehenden und die zwei neu geplanten Standorte gar nicht betreiben." In der Vergangenheit hatte es heftige Debatten um den Verkauf gegeben. Das Land hatte argumentiert, die Spielbanken seien defizitär, Kritiker bestritten das: Das Glücksspiel sei in Wirklichkeit hoch rentabel, hieß es beispielsweise von den Betriebsräten, die sich vehement gegen die Privatisierung stemmten. Dass das Ergebnis von Westspiel in der Vergangenheit im Minus gelegen habe, sei nur auf die Spielbankabgabe zurückzuführen, die dem Land Millionen in die Kassen spült. 2019 lag der Brutto-Spielertrag aller vier Casinos bei rund 117 Millionen Euro, 59 Millionen flossen in die Spielbankabgabe. Über den Kaufpreis, den Gauselmann zahlt, wurde noch nichts bekannt.

Gauselmann-Gruppe wird Betreiber von staatlichen Spielbanken in NRW

Die Zentrale der Gauselmann-Gruppe in Espelkamp. © Joern Spreen-Ledebur

Espelkamp. Die Entscheidung über den Verkauf von vier staatlichen Spielbanken ist gefallen: Die Gauselmann-Gruppe aus Espelkamp erhält den Zuschlag. Das gibt der Konzern selbst bekannt. Demnach soll der notarielle Kaufvertrag bereits besiegelt worden sein.

"Die Übernahme bedarf noch der Zustimmung durch die Kartellbehörden", sagt Unternehmenssprecher Mario Hoffmeister. Die verkauften Westspiel-Spielbanken liegen in Bad Oeynhausen, Dortmund-Hohensyburg, Duisburg und Aachen. In Minden gibt es keine dieser Art. Zudem hat die Gauselmann-Gruppe die Möglichkeit, noch zwei weitere Spielbanken in NRW zu eröffnen - wo genau ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt. 

Damit ist ein Bieterverfahren um die Westspiel-Gruppe zu Ende, das die schwarz-gelbe Koalition bereits 2018 angestoßen hatte – gegen den heftigen Widerstand der Opposition. 2019 hatte die Landesregierung den Gesetzesentwurf beschlossen, nach dem das staatliche Monopol in ein privates Monopol überführt werden sollte. Schon damals hatte die Gauselmann-Gruppe Interesse gezeigt. „Wir haben nie von uns aus gesagt, dass wir die Spielbanken in NRW kaufen wollen. Das wurde immer von außen an uns herangetragen. Wenn sich die gesetzliche Grundlage in NRW ändert und es Ausschreibungen geben wird, beteiligen wir uns natürlich", hatte Paul Gauselmann gesagt. Das Landesministerium hatte damals angegeben, dass die Konzession im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung vergeben werden solle.

Was ist mit den Angestellten?

David Schnabel, Geschäftsführer der Merkur Spielbanken, dem Tochterunternehmen der Gauselmann-Gruppe, äußerte sich auch zur Personalsituation: "Wir handeln nach dem Prinzip 'Never change a winning team', was bedeutet, dass wir auch weiterhin auf die fachspezifischen Erfahrungen und das Engagement des gesamten Westspiel-Teams bauen werden. Ohne die neuen Kolleginnen und Kollegen könnten wir die bestehenden und die zwei neu geplanten Standorte gar nicht betreiben."

In der Vergangenheit hatte es heftige Debatten um den Verkauf gegeben. Das Land hatte argumentiert, die Spielbanken seien defizitär, Kritiker bestritten das: Das Glücksspiel sei in Wirklichkeit hoch rentabel, hieß es beispielsweise von den Betriebsräten, die sich vehement gegen die Privatisierung stemmten. Dass das Ergebnis von Westspiel in der Vergangenheit im Minus gelegen habe, sei nur auf die Spielbankabgabe zurückzuführen, die dem Land Millionen in die Kassen spült. 2019 lag der Brutto-Spielertrag aller vier Casinos bei rund 117 Millionen Euro, 59 Millionen flossen in die Spielbankabgabe. Über den Kaufpreis, den Gauselmann zahlt, wurde noch nichts bekannt.

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