Gabriele Voigt-Papke und Stefanie Titzsch aus Hüllhorst legen zwei neue Wanderführer vor Heike von Schulz Hüllhorst (nw). Was tun, wenn das Coronavirus Reisepläne durchkreuzt und einen quasi ausgebremst? „Eigentlich wäre ich jetzt in Neuseeland“, sagt Gabriele Voigt-Papke. Anstatt ihre nach Übersee ausgewanderte Schwester zu besuchen, legt die Hüllhorsterin nun zwei druckfrische Wanderführer vor. Gabriele Voigt-Papke hat das getan, was sie gerne tut: die Welt erkunden und darüber schreiben. Dank Corona führten sie ihre Touren in die Natur vor der Haustür und in der Region. Mitten im Corona-Lockdown im Frühjahr erhielt sie einen Anruf von Stefanie Titzsch. Die junge Frau wäre beinahe ihre Schwiegertochter und ist zu einer guten Freundin geworden. „Ich muss mal raus, Gabriele. Wollen wir zusammen die Externsteine im Teutoburger Wald besuchen?“, fragte sie am Ostersonntag. Aus dem Ausflug zu den Externsteinen wurde eine spontane sieben Kilometer lange Wanderung durch das Silberbachtal und auf den Velmerstot in Lippe. Und es entstand die Idee, einen gemeinsamen Wanderführer über die Hermannshöhen im Teutoburger Wald und das Eggegebirge zu schreiben. Was Gabriele Voigt-Papke gepackt hat, hat auch Stefanie Titzsch erwischt: die Lust am Wandern. Immer donnerstags, auch sonntags den ganzen Sommer über schnürten die 64-jährige Rentnerin und erfahrene Buchautorin und die 36-jährige Branch-Store-Managerin die Wanderstiefel. Jetzt sind die beiden Führer mit den Titeln „Traumhafte Wanderungen auf den Hermannshöhen – 22 Erlebnis-Touren im Teutoburger Wald und Eggegebirge“ und „Traumhafte Wanderungen im Wiehengebirge – Auf Wittekindsweg und Mühlensteig von Osnabrück nach Minden“ im Buchhandel zu haben. Gabriele Voigt-Papke hat die Touren geplant und im Internet recherchiert. Dann ging es mit gepacktem Rucksack und kritischem Blick ab in die Natur. Unterwegs haben die beiden Frauen die bestehenden Wanderwege überprüft und beschreiben in dem Führer ausführlich viele Details, die für Wanderer hilfreich und informativ sind. „Uns sind Erlebnisse wichtig, denn reine Waldtouren können wir überall haben“, so Voigt-Papke. Als Beispiel nennt sie den Nieheimer Kunstpfad. „Gerade noch am Rand des südlichen Eggegebirges gelegen, hat es diese schöne Tour in den Wanderführer geschafft“, sagt sie. Von den 30 Touren zwischen vier und zwölfeinhalb Kilometer, die die beiden in drei Monaten gelaufen sind, haben es sechs nicht ins Buch geschafft, erläutert sie. Ob der Viaduktwanderweg in Altenbeken mit Eisenbahngeschichte, die Teutoschleife mit Canyon-Blick bei Lengerich oder eine Tour durch die bizarre Felslandschaft der Dörenther Klippen bei Ibbenbüren – Gabriele Voigt-Papke und Stefanie Titzsch führen ihre Leser zu beliebten Sehenswürdigkeiten auf der Strecke. Auch das Archäologische Museum Oerlinghausen, das Hermannsdenkmal in Detmold oder der Vogelpark Heiligenkirchen können unterwegs besucht werden. „Mitte Juni hatte Stefanie Urlaub. Da sind wir 183 Kilometer in 13 Tagen gewandert“, berichtet die Autorin und erinnert sich nur zu gut an eine schmerzhafte Reizung der Achillesferse wegen Überbelastung. Aber das bremste sie nicht aus. Im Vorspann gibt sie Tipps für den Rucksack: „Das Handy ist ein Muss. Außerdem sollte man immer genug Wasser dabei haben und auch Pflaster für Blasen.“ Für den Wanderführer „Traumhafte Wanderungen im Wiehengebirge“ konnte Gabriele Voigt-Papke Material aus ihren älteren Publikationen nutzen, in denen sie speziell Wanderungen für Hundebesitzer beschrieben hat. „In dem Buch zum Wiehengebirge sind zwei Fernwanderwege beschrieben und eine nicht so kräftezehrende Alternative aufgezeigt. Dazu gibt es Highlights an den Strecken wie das steinerne Meer, die Schwarzkreidegrube, Teufels Backofen und Teufels Teigtrog sowie die Saurierspuren und einige mehr. Im Mühlenkreis bin ich viele Touren von Preußisch Oldendorf bis zum Wittekindshof in Bad Oeynhausen und auch einen Teil des Jakobsweges gelaufen“, beschreibt sie ihre Arbeit. Vom Cover über Layout bis zu Fotos und Karten zeichnet sie für alles verantwortlich. Viele der Bilder hat auch Stefanie Titzsch aufgenommen. Was treibt die gelernte Reisekauffrau und Ergotherapeutin im Ruhestand an? „Ich hatte im Dezember einen Rückenwirbelbruch und es wurde Osteoporose festgestellt. Ich laufe viel, um Knochendichte und Muskelmasse aufzubauen“, sagt Gabriele Voigt-Papke. Als besonderes Erlebnis bleibt ihr die Rundtour „Schweinische Begegnungen an der Diedrichsburg“ bei Melle in Erinnerung, wo sie auf Tuchfühlung mit Wildschweinen ging. Über ihre Lieblingstouren wollen die beiden Frauen in ihrem nächsten Wanderführer berichten.

Gabriele Voigt-Papke und Stefanie Titzsch aus Hüllhorst legen zwei neue Wanderführer vor

Gabriele Voigt-Papke aus Hüllhorst hat den Rucksack gepackt und macht sich auf den Weg, um neue Rundwanderwege für ihre Leser zu erkunden. © Foto: Heike von Schulz

Hüllhorst (nw). Was tun, wenn das Coronavirus Reisepläne durchkreuzt und einen quasi ausgebremst? „Eigentlich wäre ich jetzt in Neuseeland“, sagt Gabriele Voigt-Papke. Anstatt ihre nach Übersee ausgewanderte Schwester zu besuchen, legt die Hüllhorsterin nun zwei druckfrische Wanderführer vor. Gabriele Voigt-Papke hat das getan, was sie gerne tut: die Welt erkunden und darüber schreiben.

Dank Corona führten sie ihre Touren in die Natur vor der Haustür und in der Region. Mitten im Corona-Lockdown im Frühjahr erhielt sie einen Anruf von Stefanie Titzsch. Die junge Frau wäre beinahe ihre Schwiegertochter und ist zu einer guten Freundin geworden. „Ich muss mal raus, Gabriele. Wollen wir zusammen die Externsteine im Teutoburger Wald besuchen?“, fragte sie am Ostersonntag. Aus dem Ausflug zu den Externsteinen wurde eine spontane sieben Kilometer lange Wanderung durch das Silberbachtal und auf den Velmerstot in Lippe. Und es entstand die Idee, einen gemeinsamen Wanderführer über die Hermannshöhen im Teutoburger Wald und das Eggegebirge zu schreiben. Was Gabriele Voigt-Papke gepackt hat, hat auch Stefanie Titzsch erwischt: die Lust am Wandern.

Immer donnerstags, auch sonntags den ganzen Sommer über schnürten die 64-jährige Rentnerin und erfahrene Buchautorin und die 36-jährige Branch-Store-Managerin die Wanderstiefel. Jetzt sind die beiden Führer mit den Titeln „Traumhafte Wanderungen auf den Hermannshöhen – 22 Erlebnis-Touren im Teutoburger Wald und Eggegebirge“ und „Traumhafte Wanderungen im Wiehengebirge – Auf Wittekindsweg und Mühlensteig von Osnabrück nach Minden“ im Buchhandel zu haben.

Gabriele Voigt-Papke hat die Touren geplant und im Internet recherchiert. Dann ging es mit gepacktem Rucksack und kritischem Blick ab in die Natur. Unterwegs haben die beiden Frauen die bestehenden Wanderwege überprüft und beschreiben in dem Führer ausführlich viele Details, die für Wanderer hilfreich und informativ sind. „Uns sind Erlebnisse wichtig, denn reine Waldtouren können wir überall haben“, so Voigt-Papke. Als Beispiel nennt sie den Nieheimer Kunstpfad. „Gerade noch am Rand des südlichen Eggegebirges gelegen, hat es diese schöne Tour in den Wanderführer geschafft“, sagt sie. Von den 30 Touren zwischen vier und zwölfeinhalb Kilometer, die die beiden in drei Monaten gelaufen sind, haben es sechs nicht ins Buch geschafft, erläutert sie.

Ob der Viaduktwanderweg in Altenbeken mit Eisenbahngeschichte, die Teutoschleife mit Canyon-Blick bei Lengerich oder eine Tour durch die bizarre Felslandschaft der Dörenther Klippen bei Ibbenbüren – Gabriele Voigt-Papke und Stefanie Titzsch führen ihre Leser zu beliebten Sehenswürdigkeiten auf der Strecke. Auch das Archäologische Museum Oerlinghausen, das Hermannsdenkmal in Detmold oder der Vogelpark Heiligenkirchen können unterwegs besucht werden.

„Mitte Juni hatte Stefanie Urlaub. Da sind wir 183 Kilometer in 13 Tagen gewandert“, berichtet die Autorin und erinnert sich nur zu gut an eine schmerzhafte Reizung der Achillesferse wegen Überbelastung. Aber das bremste sie nicht aus. Im Vorspann gibt sie Tipps für den Rucksack: „Das Handy ist ein Muss. Außerdem sollte man immer genug Wasser dabei haben und auch Pflaster für Blasen.“

Für den Wanderführer „Traumhafte Wanderungen im Wiehengebirge“ konnte Gabriele Voigt-Papke Material aus ihren älteren Publikationen nutzen, in denen sie speziell Wanderungen für Hundebesitzer beschrieben hat. „In dem Buch zum Wiehengebirge sind zwei Fernwanderwege beschrieben und eine nicht so kräftezehrende Alternative aufgezeigt. Dazu gibt es Highlights an den Strecken wie das steinerne Meer, die Schwarzkreidegrube, Teufels Backofen und Teufels Teigtrog sowie die Saurierspuren und einige mehr. Im Mühlenkreis bin ich viele Touren von Preußisch Oldendorf bis zum Wittekindshof in Bad Oeynhausen und auch einen Teil des Jakobsweges gelaufen“, beschreibt sie ihre Arbeit. Vom Cover über Layout bis zu Fotos und Karten zeichnet sie für alles verantwortlich. Viele der Bilder hat auch Stefanie Titzsch aufgenommen.

Was treibt die gelernte Reisekauffrau und Ergotherapeutin im Ruhestand an? „Ich hatte im Dezember einen Rückenwirbelbruch und es wurde Osteoporose festgestellt. Ich laufe viel, um Knochendichte und Muskelmasse aufzubauen“, sagt Gabriele Voigt-Papke. Als besonderes Erlebnis bleibt ihr die Rundtour „Schweinische Begegnungen an der Diedrichsburg“ bei Melle in Erinnerung, wo sie auf Tuchfühlung mit Wildschweinen ging. Über ihre Lieblingstouren wollen die beiden Frauen in ihrem nächsten Wanderführer berichten.

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