Freude auf China: Familie Süchting aus Rehren wandert berufsbedingt für drei Jahre aus Kerstin Lange Rehren (szlz). „Ich mag Sushi. Das schmeckt lecker“, stellt die vierjährige Emilia Süchting fest und versucht sich daran, mit Stäbchen zu essen. Ihr Bruder Theo (3) macht es ihr nach, hat aber noch etwas mehr zu kämpfen. „Aber das sind doch schon gute Voraussetzungen für unsere Auswanderungspläne nach China, oder?“, stellt Jennifer Süchting (33) lachend fest. Ihr Ehemann Dr. Martin Süchting (37) hat ein Jobangebot seiner Firma erhalten, im chinesischen Zhuhai ein weiteres Werk für Triebwerkaufbereitungen mit zu errichten. „Wir haben uns das überlegt und festgestellt, dass jetzt die beste Zeit für ein solches Abenteuer ist, und so haben wir zugesagt“, sagt Martin Süchting. Jetzt laufen die Vorbereitungen, denn schon Ende Juni geht der Flug und dann kehrt die Familie dem Auetal für mindestens drei Jahre den Rücken. „Es gibt wahnsinnig viel vorzubereiten und zu bedenken. Aber wir freuen uns auf die Zeit“, erzählt die junge Mutter. Schon vor drei Jahren war die Familie in China, da allerdings noch ohne Theo und nur für drei Monate. „Das wird jetzt alles anders, denn neben acht Koffern, die wir in der Business Class mitnehmen dürfen, können wir auch bis zu 400 Kilo Luftfracht vorab verpacken“, so Jennifer Süchting. Zehn Umzugskartons sollen alleine mit Spielzeug gefüllt werden. Jeder soll etwas mitnehmen was hilft sich heimisch in dem fernen Land zu fühlen. „Klar werden wir Fotos einpacken, aber auch das Lieblings-Fußball-T-Shirt oder unsere täglich genutzten Tassen und Teller“, erzählt Jennifer Süchting. Bei den Anziehsachen müssten sie genau überlegen, denn dort herrsche ja ein völlig anderes Klima. Und sehr viel Organisationskram sei noch zu erledigen, stellt die junge Mutter fest: „Abmeldungen bei der Gemeinde, dem Kindergarten, bei der Krankenkasse und vieles mehr.“ Den Kindern haben die Eltern selbstverständlich längst erzählt, dass sie gemeinsam für drei Jahre auswandern werden und dass das Leben in China sehr viel anders werden wird, verstanden haben es die Kleinen wohl noch nicht so richtig. Durch die Firma ihres Mannes werde im Rahmen des Entsendungsvertrages schon fast alles in China geregelt. Die Familie erwartet eine große Vierzimmerwohnung in dem liebenswerten Stadt Zhuhai die quasi gegenüber von Hongkong liegt. „Allerdings wird sich die Wohnung ganz sicher in einem Hochhaus befinden und dann können die Kinder nicht einfach vor die Tür und in den Garten laufen“, weiß die junge Mutter. „Aber daran werden sie sich gewöhnen.“ Emilia und Theo werden in China einen internationalen Kindergarten beziehungsweise eine Vorschule besuchen. Dort lernen sie dann Kinder von anderen Auswanderern kennen. Die Bedingungen werden allerdings ungewohnt sein, denn die internationalen Kindergärten gleichen Hochsicherheitstrakt mit Schranke und Anmeldung. Die Kinder müssen Uniformen tragen und es wird nur englisch gesprochen. „Aber das lernen die Kleinen sicher sehr schnell“, so Martin Süchting. Die Eltern sprechen perfekt Englisch. Chinesisch muss die Familie nicht sprechen können, aber etwas lernen wollen sie es auf jeden Fall. „Mit den Kindern lernen wir, sich vorzustellen und die Zahlen und Farben, und wir üben die Sprache über eine App“, erzählt Jennifer Süchting. Schließlich wolle man in China nicht nur mit den Auswandererfamilien zusammen sein, sondern auch das Land erkunden. „Das Leben in China ist derzeit viel entspannter als hier, denn die Restaurants, Kinos und Shoppingmals sind geöffnet, Corona fast kein Thema mehr“, weiß Martin Süchting. Der 37-Jährige freut sich auch auf das Essen in China. „Das ist viel gesünder, denn es wird mit viel Gemüse und weniger Kohlenhydraten gekocht und Zucker wird ebenfalls sehr wenig genutzt.“ Die Familie will häufig essen gehen und vieles ausprobieren. „Wir wollen die Expat-Blase so oft wie möglich verlassen“, sagt Martin Süchting. Das bedeutet, dass man weniger Zeit mit anderen Auswanderern verbringen möchte und viel von den Chinesen und ihrem Land erfahren möchte. Die Familie hofft auch, dass sie in den drei Jahren in China viele Reisen unternehmen kann. Einen chinesischen Führerschein müssen die Süchtings noch machen, da der deutsche Führerschein nicht anerkannt wird. Allerdings reicht ein schriftlicher Test. Aber nicht alles wird rosig werden in China, das weiß die Familie Süchting auch: „Zum Beispiel die Überwachung und die Kontrollen. Daran wird man sich gewöhnen und die Videokameras gedanklich ausblenden müssen“, so Jennifer Süchting. Die junge Mutter wird in China zunächst nicht arbeiten. Sie hat bei ihrem Arbeitgeber Elternzeit eingereicht und möchte eventuell einen Aushilfsjob in einer Schule annehmen oder über eins der Partnerprogramme für Auswanderer ein Fernstudium absolvieren. „Aber vor allem möchte ich erst einmal für meine Kinder und meinen Mann da sein“, so Jennifer Süchting. Im Mai absolviert die Familie noch ein interkulturelles Training als Vorbereitung auf die Zeit in China und dann soll es Ende Juni losgehen.

Freude auf China: Familie Süchting aus Rehren wandert berufsbedingt für drei Jahre aus

Die Kinder Emilia (rechts) und Theo versuchen schon einmal zu Hause, mit Stäbchen zu essen. Foto: pr © pr

Rehren (szlz). „Ich mag Sushi. Das schmeckt lecker“, stellt die vierjährige Emilia Süchting fest und versucht sich daran, mit Stäbchen zu essen. Ihr Bruder Theo (3) macht es ihr nach, hat aber noch etwas mehr zu kämpfen.

„Aber das sind doch schon gute Voraussetzungen für unsere Auswanderungspläne nach China, oder?“, stellt Jennifer Süchting (33) lachend fest.

Ihr Ehemann Dr. Martin Süchting (37) hat ein Jobangebot seiner Firma erhalten, im chinesischen Zhuhai ein weiteres Werk für Triebwerkaufbereitungen mit zu errichten.

Freuen sich auf das Abenteuer China: Jennifer (von links) Theo, Emilia und Dr. Martin Süchting aus Rehren. Foto: pr - © pr
Freuen sich auf das Abenteuer China: Jennifer (von links) Theo, Emilia und Dr. Martin Süchting aus Rehren. Foto: pr - © pr

„Wir haben uns das überlegt und festgestellt, dass jetzt die beste Zeit für ein solches Abenteuer ist, und so haben wir zugesagt“, sagt Martin Süchting. Jetzt laufen die Vorbereitungen, denn schon Ende Juni geht der Flug und dann kehrt die Familie dem Auetal für mindestens drei Jahre den Rücken.

„Es gibt wahnsinnig viel vorzubereiten und zu bedenken. Aber wir freuen uns auf die Zeit“, erzählt die junge Mutter. Schon vor drei Jahren war die Familie in China, da allerdings noch ohne Theo und nur für drei Monate.

„Das wird jetzt alles anders, denn neben acht Koffern, die wir in der Business Class mitnehmen dürfen, können wir auch bis zu 400 Kilo Luftfracht vorab verpacken“, so Jennifer Süchting. Zehn Umzugskartons sollen alleine mit Spielzeug gefüllt werden.

Jeder soll etwas mitnehmen was hilft sich heimisch in dem fernen Land zu fühlen. „Klar werden wir Fotos einpacken, aber auch das Lieblings-Fußball-T-Shirt oder unsere täglich genutzten Tassen und Teller“, erzählt Jennifer Süchting. Bei den Anziehsachen müssten sie genau überlegen, denn dort herrsche ja ein völlig anderes Klima.

Und sehr viel Organisationskram sei noch zu erledigen, stellt die junge Mutter fest: „Abmeldungen bei der Gemeinde, dem Kindergarten, bei der Krankenkasse und vieles mehr.“

Den Kindern haben die Eltern selbstverständlich längst erzählt, dass sie gemeinsam für drei Jahre auswandern werden und dass das Leben in China sehr viel anders werden wird, verstanden haben es die Kleinen wohl noch nicht so richtig.

Durch die Firma ihres Mannes werde im Rahmen des Entsendungsvertrages schon fast alles in China geregelt. Die Familie erwartet eine große Vierzimmerwohnung in dem liebenswerten Stadt Zhuhai die quasi gegenüber von Hongkong liegt. „Allerdings wird sich die Wohnung ganz sicher in einem Hochhaus befinden und dann können die Kinder nicht einfach vor die Tür und in den Garten laufen“, weiß die junge Mutter. „Aber daran werden sie sich gewöhnen.“

Emilia und Theo werden in China einen internationalen Kindergarten beziehungsweise eine Vorschule besuchen. Dort lernen sie dann Kinder von anderen Auswanderern kennen. Die Bedingungen werden allerdings ungewohnt sein, denn die internationalen Kindergärten gleichen Hochsicherheitstrakt mit Schranke und Anmeldung. Die Kinder müssen Uniformen tragen und es wird nur englisch gesprochen. „Aber das lernen die Kleinen sicher sehr schnell“, so Martin Süchting. Die Eltern sprechen perfekt Englisch. Chinesisch muss die Familie nicht sprechen können, aber etwas lernen wollen sie es auf jeden Fall. „Mit den Kindern lernen wir, sich vorzustellen und die Zahlen und Farben, und wir üben die Sprache über eine App“, erzählt Jennifer Süchting.

Schließlich wolle man in China nicht nur mit den Auswandererfamilien zusammen sein, sondern auch das Land erkunden.

„Das Leben in China ist derzeit viel entspannter als hier, denn die Restaurants, Kinos und Shoppingmals sind geöffnet, Corona fast kein Thema mehr“, weiß Martin Süchting. Der 37-Jährige freut sich auch auf das Essen in China. „Das ist viel gesünder, denn es wird mit viel Gemüse und weniger Kohlenhydraten gekocht und Zucker wird ebenfalls sehr wenig genutzt.“ Die Familie will häufig essen gehen und vieles ausprobieren. „Wir wollen die Expat-Blase so oft wie möglich verlassen“, sagt Martin Süchting.

Das bedeutet, dass man weniger Zeit mit anderen Auswanderern verbringen möchte und viel von den Chinesen und ihrem Land erfahren möchte. Die Familie hofft auch, dass sie in den drei Jahren in China viele Reisen unternehmen kann. Einen chinesischen Führerschein müssen die Süchtings noch machen, da der deutsche Führerschein nicht anerkannt wird. Allerdings reicht ein schriftlicher Test.

Aber nicht alles wird rosig werden in China, das weiß die Familie Süchting auch: „Zum Beispiel die Überwachung und die Kontrollen. Daran wird man sich gewöhnen und die Videokameras gedanklich ausblenden müssen“, so Jennifer Süchting.

Die junge Mutter wird in China zunächst nicht arbeiten. Sie hat bei ihrem Arbeitgeber Elternzeit eingereicht und möchte eventuell einen Aushilfsjob in einer Schule annehmen oder über eins der Partnerprogramme für Auswanderer ein Fernstudium absolvieren. „Aber vor allem möchte ich erst einmal für meine Kinder und meinen Mann da sein“, so Jennifer Süchting.

Im Mai absolviert die Familie noch ein interkulturelles Training als Vorbereitung auf die Zeit in China und dann soll es Ende Juni losgehen.

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