Flüchtling droht in Hövelhof mit Sprengung eines Restaurants Ralph Meyer Hövelhof (nw). Ein schmächtiger Mann in einem Taliban-Kaftan sorgt seit einigen Wochen mit einem sehr auffälligen Verhalten für Angst und Unsicherheit in Hövelhof im Kreis Paderborn. Der 32-jährige Ali S. aus Pakistan, der seit einigen Monaten in der Unterkunft an der Bielefelder Straße wohnt, droht seit Wochen damit, in Hövelhof Häuser in die Luft zu sprengen. Am 25. April erscheint er in der Pizzeria "Bei Rupi" am Alten Markt, und kündigt der indischen Wirtin an, Haus und Lokal am Fronleichnamstag, 26. Mai, in die Luft zu jagen. In der Gaststätte werden auch indische Gerichte angeboten. Wirtin Rupi Sandhu versteht die Welt nicht mehr. Natürlich hat sie Angst und bereits angekündigt, an diesem Tag das Haus nicht zu betreten. Auch viele Hövelhofer, die die Drohung mitbekamen, fühlen sich verängstigt. Nach den Äußerungen von S. wird die Polizei eingeschaltet und Ali S. wird in Absprache mit dem Ordnungsamt in die Psychiatrie zwangseingewiesen. Während das Gesundheitsamt nach Informationen von nw.de von einer psychischen Störung ausgeht, verlässt S. bereits nach drei Tagen die Landesklinik wieder. Eine erneute Zwangseinweisung lehnt das Amtsgericht ab. Dagegen hat die Gemeinde Beschwerde beim Landgericht eingelegt. Bürgermeister ist machtlos Bei Bürgermeister Michael Berens mehren sich Anrufe besorgter Bürger, die sich vor dem Pakistani fürchten, doch der Verwaltungschef kann nur machtlos auf Polizei und Justiz verweisen. S. wird von seinen Mitbewohnern als Einzelgänger beschrieben. Er soll erklärt haben, "er werde von Millionen Spinnen befehligt". Am Mittwoch ist S. nach Berlin gefahren - mit Taschen voller Geld, so heißt es in Hövelhof. Thorsten Peters von der Bundespolizei bestätigt, dass am Donnerstagmorgen um 4.25 Uhr "ein 32-jähriger Pakistani" am Berliner Hauptbahnhof festgenommen wurde. "Er machte einen verwirrten Eindruck und wurde einem Arzt vorgestellt. Der hat ihn aufgrund einer psychischen Erkrankung in ein Berliner Krankenhaus eingewiesen", sagt der Beamte. Auch der Staatsschutz ermittelt gegen S.

Flüchtling droht in Hövelhof mit Sprengung eines Restaurants

Hövelhof (nw). Ein schmächtiger Mann in einem Taliban-Kaftan sorgt seit einigen Wochen mit einem sehr auffälligen Verhalten für Angst und Unsicherheit in Hövelhof im Kreis Paderborn.

Drohgeste: Ali S. bei seinem Auftritt an der Gaststätte "Bei Rupi" am Alten Markt. Dieses Bild nahm ein Gast auf. - © Privat
Drohgeste: Ali S. bei seinem Auftritt an der Gaststätte "Bei Rupi" am Alten Markt. Dieses Bild nahm ein Gast auf. - © Privat

Der 32-jährige Ali S. aus Pakistan, der seit einigen Monaten in der Unterkunft an der Bielefelder Straße wohnt, droht seit Wochen damit, in Hövelhof Häuser in die Luft zu sprengen. Am 25. April erscheint er in der Pizzeria "Bei Rupi" am Alten Markt, und kündigt der indischen Wirtin an, Haus und Lokal am Fronleichnamstag, 26. Mai, in die Luft zu jagen. In der Gaststätte werden auch indische Gerichte angeboten.

Wirtin Rupi Sandhu versteht die Welt nicht mehr. Natürlich hat sie Angst und bereits angekündigt, an diesem Tag das Haus nicht zu betreten. Auch viele Hövelhofer, die die Drohung mitbekamen, fühlen sich verängstigt. Nach den Äußerungen von S. wird die Polizei eingeschaltet und Ali S. wird in Absprache mit dem Ordnungsamt in die Psychiatrie zwangseingewiesen. Während das Gesundheitsamt nach Informationen von nw.de von einer psychischen Störung ausgeht, verlässt S. bereits nach drei Tagen die Landesklinik wieder. Eine erneute Zwangseinweisung lehnt das Amtsgericht ab. Dagegen hat die Gemeinde Beschwerde beim Landgericht eingelegt.

Bürgermeister ist machtlos

Bei Bürgermeister Michael Berens mehren sich Anrufe besorgter Bürger, die sich vor dem Pakistani fürchten, doch der Verwaltungschef kann nur machtlos auf Polizei und Justiz verweisen.

S. wird von seinen Mitbewohnern als Einzelgänger beschrieben. Er soll erklärt haben, "er werde von Millionen Spinnen befehligt".

Am Mittwoch ist S. nach Berlin gefahren - mit Taschen voller Geld, so heißt es in Hövelhof. Thorsten Peters von der Bundespolizei bestätigt, dass am Donnerstagmorgen um 4.25 Uhr "ein 32-jähriger Pakistani" am Berliner Hauptbahnhof festgenommen wurde. "Er machte einen verwirrten Eindruck und wurde einem Arzt vorgestellt. Der hat ihn aufgrund einer psychischen Erkrankung in ein Berliner Krankenhaus eingewiesen", sagt der Beamte. Auch der Staatsschutz ermittelt gegen S.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Regionales