Feuerwehr rettet Dutzende Tiere bei Großfeuer in Bückeburg-Evesen Leonhard Behmann Bückeburg-Evesen (szlz). Es ist 5.30 Uhr, als am frühen gestrigen Morghen Sirenen heulen und Blaulichter aufblitzen. Feuerwehrleute rücken aus. Die Fahrer der Löschfahrzeuge drücken aufs Gas – kurz zuvor ist bei der Regionalleitstelle in Stadthagen ein Notruf aus Evesen eingegangen: Flammen wüten zu diesem Zeitpunkt auf einem größeren Bauernhof an der Eveser Straße. Ein Funkenregen geht nieder. Tiere sind in Gefahr – und Nachbargebäude. Es sind dramatische Minuten. Niemand weiß zu diesem Zeitpunkt, ob es den Freiwilligen aus gelingen wird, Schlimmeres zu verhindern. Der Dachstuhl brennt in voller Ausdehnung; der Großbrand breitet sich rasend schnell aus. Mit einem Großaufgebot an Kräften geht die Feuerwehr gegen die Flammen vor. Es gelingt, die Tiere zu retten. Feuerwehrleute hätten die Bewohner des Bauernhofes dabei unterstützt, 15 Hühner und zehn Kaninchen aus der Scheune in einen sicheren Bereich zu bringen, sagt der dankbare Eigentümer. Menschen sind nicht verletzt worden. Schläuche werden in Windeseile ausgerollt, Pumpen angeworfen, Tanklöschfahrzeuge, Hydranten und die Bückeburger Aue angezapft. Jeder Handgriff sitzt. Viel Wasser ist nötig bei diesem Kampf gegen die Feuersbrunst. Die Backsteinscheune, die über das Dach mit dem Wohnhaus verbunden ist, steht lichterloh in Flammen. Das Feuer findet reichlich Nahrung – Stroh brennt. Der Brand breitet sich rasend schnell aus, frisst sich vom Dachstuhl der Scheune über einen Giebelanbau in Richtung Haus. Die Leitstelle hat Großalarm ausgelöst. Neben dem Löschzug West, der sich aus den Ortswehren Evesen, Cammer und Röcke zusammensetzt, sind auch auch zwei Löschzüge der Feuerwehr Bückeburg-Stadt sowie die Einsatzleitgruppe der Stadtfeuerwehr nach Evesen geschickt worden. Die Ehrenamtlichen nehmen das Feuer von zwei Seiten in die Zange. Riegelstellung nennen das die Fachleute. Einsatzleiter Torsten Lukazyk lässt sofort die Drehleiter aus Bückeburg in Stellung bringen. Mit reichlich Wasser aus einem Wenderohr wird das Wohnhaus geschützt. Der Wasserwerfer zeigt Wirkung, gleichzeitig spritzen Feuerwehrleute aus mehreren Rohren Wasser in die brennende Scheune. Durch das schnelle Eingreifen gelingt es den Einsatzkräften, ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus zu verhindern. Nur etwas Rauch sei in das Gebäude gezogen, heißt es. Auf den Boden der Scheune sei Stroh gelagert worden. Das erschwere die Löscharbeiten, erklärt Gumin. Auch mehr als fünf Stunden nach Brandausbruch sind noch viele Einsatzkräfte in Evesen um Einsatz, um versteckte Glutnester aufzuspüren und zu löschen. Spezialisten der Hygiene-Gruppe der Stadtfeuerwehr verpackten die mit giftigem Brandrauch kontaminierten Uniformen in luftdicht verschließbare Tüten. Stundenlang – vom Morgengrauen bis zum Mittag – sind Feuerleute unermüdlich im Einsatz. Schließlich wird ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks Bückeburg angefordert – es geht um zwei Fragen: Besteht Einsturzgefahr? Muss die Scheune eingerissen werden? „Der THW-Fachmann soll die Statik des Gebäudes untersuchen“, erklärt der Feuerwehrsprecher. Nach der Inspektion steht laut Gumin fest: „Es besteht akute Einsturzgefahr. Die Brandruine darf nicht betreten werden.“ Die Nachlöscharbeiten werden deshalb hauptsächlich von der Drehleiter aus fortgesetzt. Einem aufmerksamen Nachbarn ist es nach Angaben von Polizeihauptkommissar Matthias Auer zu verdanken, dass das Feuer nicht noch größeren Schaden angerichtet und Mensch und Tiere nicht zu Schaden kamen. Der 52 Jahre alte Mann hatte eigenen Angaben zufolge „Schreie“ gehört und nach dem Rechten geschaut und den Eigentümer gewarnt. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich vier Personen im Haus aufgehalten haben. Der Eigentümer sagte, er sei vom Klopfen an der Tür aufgewacht.

Feuerwehr rettet Dutzende Tiere bei Großfeuer in Bückeburg-Evesen

Die Scheune des Bauernhofes in Bückeburg-Evesen steht lichterloh in Flammen, zahlreiche Feuerwehrleute sind im Einsatz, um ein Ausbreiten der Flammen auf andere Gebäude zu verhindern. Mehrere Dutzend Tiere wurde aus Ställen gerettet. Foto: Leonhard Behmann © leonhard behmann

Bückeburg-Evesen (szlz). Es ist 5.30 Uhr, als am frühen gestrigen Morghen Sirenen heulen und Blaulichter aufblitzen. Feuerwehrleute rücken aus. Die Fahrer der Löschfahrzeuge drücken aufs Gas – kurz zuvor ist bei der Regionalleitstelle in Stadthagen ein Notruf aus Evesen eingegangen: Flammen wüten zu diesem Zeitpunkt auf einem größeren Bauernhof an der Eveser Straße. Ein Funkenregen geht nieder. Tiere sind in Gefahr – und Nachbargebäude.

Es sind dramatische Minuten. Niemand weiß zu diesem Zeitpunkt, ob es den Freiwilligen aus gelingen wird, Schlimmeres zu verhindern. Der Dachstuhl brennt in voller Ausdehnung; der Großbrand breitet sich rasend schnell aus.

Mit einem Großaufgebot an Kräften geht die Feuerwehr gegen die Flammen vor. Es gelingt, die Tiere zu retten. Feuerwehrleute hätten die Bewohner des Bauernhofes dabei unterstützt, 15 Hühner und zehn Kaninchen aus der Scheune in einen sicheren Bereich zu bringen, sagt der dankbare Eigentümer. Menschen sind nicht verletzt worden.

Schläuche werden in Windeseile ausgerollt, Pumpen angeworfen, Tanklöschfahrzeuge, Hydranten und die Bückeburger Aue angezapft. Jeder Handgriff sitzt. Viel Wasser ist nötig bei diesem Kampf gegen die Feuersbrunst. Die Backsteinscheune, die über das Dach mit dem Wohnhaus verbunden ist, steht lichterloh in Flammen. Das Feuer findet reichlich Nahrung – Stroh brennt. Der Brand breitet sich rasend schnell aus, frisst sich vom Dachstuhl der Scheune über einen Giebelanbau in Richtung Haus.

Die Leitstelle hat Großalarm ausgelöst. Neben dem Löschzug West, der sich aus den Ortswehren Evesen, Cammer und Röcke zusammensetzt, sind auch auch zwei Löschzüge der Feuerwehr Bückeburg-Stadt sowie die Einsatzleitgruppe der Stadtfeuerwehr nach Evesen geschickt worden. Die Ehrenamtlichen nehmen das Feuer von zwei Seiten in die Zange. Riegelstellung nennen das die Fachleute. Einsatzleiter Torsten Lukazyk lässt sofort die Drehleiter aus Bückeburg in Stellung bringen. Mit reichlich Wasser aus einem Wenderohr wird das Wohnhaus geschützt. Der Wasserwerfer zeigt Wirkung, gleichzeitig spritzen Feuerwehrleute aus mehreren Rohren Wasser in die brennende Scheune. Durch das schnelle Eingreifen gelingt es den Einsatzkräften, ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus zu verhindern. Nur etwas Rauch sei in das Gebäude gezogen, heißt es. Auf den Boden der Scheune sei Stroh gelagert worden. Das erschwere die Löscharbeiten, erklärt Gumin. Auch mehr als fünf Stunden nach Brandausbruch sind noch viele Einsatzkräfte in Evesen um Einsatz, um versteckte Glutnester aufzuspüren und zu löschen. Spezialisten der Hygiene-Gruppe der Stadtfeuerwehr verpackten die mit giftigem Brandrauch kontaminierten Uniformen in luftdicht verschließbare Tüten.

Stundenlang – vom Morgengrauen bis zum Mittag – sind Feuerleute unermüdlich im Einsatz. Schließlich wird ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks Bückeburg angefordert – es geht um zwei Fragen: Besteht Einsturzgefahr? Muss die Scheune eingerissen werden? „Der THW-Fachmann soll die Statik des Gebäudes untersuchen“, erklärt der Feuerwehrsprecher. Nach der Inspektion steht laut Gumin fest: „Es besteht akute Einsturzgefahr. Die Brandruine darf nicht betreten werden.“ Die Nachlöscharbeiten werden deshalb hauptsächlich von der Drehleiter aus fortgesetzt.

Einem aufmerksamen Nachbarn ist es nach Angaben von Polizeihauptkommissar Matthias Auer zu verdanken, dass das Feuer nicht noch größeren Schaden angerichtet und Mensch und Tiere nicht zu Schaden kamen. Der 52 Jahre alte Mann hatte eigenen Angaben zufolge „Schreie“ gehört und nach dem Rechten geschaut und den Eigentümer gewarnt. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich vier Personen im Haus aufgehalten haben. Der Eigentümer sagte, er sei vom Klopfen an der Tür aufgewacht.

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