Feuer vernichtet Drogen-Plantage: Polizei ermittelt gegen vier Verdächtige Hameln (szlz). Nachdem am Samstagnachmittag bei Löscharbeiten in einer ehemaligen Gaststätte in Groß Berkel eine Drogenplantage entdeckt worden war, hat die Polizei Ermittlungen gegen vier Menschen eingeleitet. Es bestehe ein einfacher Tatverdacht gegen drei Männer und eine Frau, teilte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera am Mittwoch auf Nachfrage der Dewezet und nach Rücksprache mit der ermittelnden Staatsanwältin in Hannover mit. Noch während Feuerwehrleute gegen Flammen, Hitze und Rauch kämpften, hatten Polizeibeamte einen 26-Jährigen vorläufig festgenommen. Bei ihm sei zunächst der Haftgrund „Fluchtgefahr“ begründet worden, erklärte Heineking-Kutschera. „Da die Verdachtsmomente gegen ihn nicht ausreichen, wurde der junge Mann am Sonntag wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.“ Die Ermittlungen in diesem spektakulären Fall haben die Drogenfahnder des 2. Fachkommissariats des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln übernommen. Inzwischen konnten sich Kriminaltechniker im ehemaligen Saal der Gaststätte umschauen und in dem Haus Spuren sichern. Dabei stellten die Ermittler fest, dass die Cannabis-Plantage doppelt so groß ist, wie zunächst angenommen. Neben professioneller Technik stießen die Polizisten auf die Überreste von zirka 1.500 Pflanzen. Eigentümer des Gebäudes sind nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft ein 59 Jahre alter Mann und dessen Ehefrau (62). Beide leben in dem Haus. „Eine zweite Wohnung wird von dem 32 Jahre alten Sohn bewohnt“, sagte die Behördensprecherin. Die Eigentümer sagten den Polizeibeamten, sie hätten die Räume vermietet. Der Mieter sei ihnen „nicht näher bekannt“, sagte Heineking-Kutschera. „Er konnte deshalb von den Kollegen nicht ermittelt und befragt werden.“ Im Zuge der Nachforschungen habe sich ein Tatverdacht gegen die drei Personen und gegen einen weiteren Sohn des Ehepaares ergeben, hieß es. Der 26-Jährige, der in Handschellen abgeführt worden war, soll derzeit nicht amtlich in Deutschland gemeldet sein, sich jedoch nach Angaben seiner Eltern hin und wieder in der Bundesrepublik aufhalten. Unklar ist noch, wodurch das Feuer entstanden ist. Die Cannabis-Plantage wurde offenbar be- und entlüftet – zum Teil mit großen und langen Schläuchen. Am Samstag um 16.29 Uhr waren mehrere Feuerwehren zur Dorfstraße gerufen worden. Die Alarmmeldung lautete: „Explosion in einem Wohnhaus!“ Zu diesem Zeitpunkt drang beißender schwarzer Qualm aus Lüftungsschlitzen und Ritzen. Zahlreiche Anrufer hatten Notrufe abgesetzt. Im ehemaligen Saal der Gaststätte stießen Feuerwehrleute auf die Indoor-Drogenplantage. In dem Anbau war alles verkohlt, lag eine Rußschicht auf Pflanzen und Lüftungsanlagen. Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke geht davon aus, dass es zunächst gebrannt hat und später zu einer Durchzündung gekommen ist. Gemeint ist die explosionsartige Verbrennung von sehr heißen Brandgasen. Das könnte erklären, weshalb Zeugen dem Leitstellen-Disponenten eine Explosion gemeldet haben.

Feuer vernichtet Drogen-Plantage: Polizei ermittelt gegen vier Verdächtige

Blick in das Drogenhaus – eine explosionsartige Verbrennung von heißen Brandgasen hat die große Cannabis-Plantage zerstört. Foto: Feuerwehr © Feuerwehr

Hameln (szlz). Nachdem am Samstagnachmittag bei Löscharbeiten in einer ehemaligen Gaststätte in Groß Berkel eine Drogenplantage entdeckt worden war, hat die Polizei Ermittlungen gegen vier Menschen eingeleitet. Es bestehe ein einfacher Tatverdacht gegen drei Männer und eine Frau, teilte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera am Mittwoch auf Nachfrage der Dewezet und nach Rücksprache mit der ermittelnden Staatsanwältin in Hannover mit.

Noch während Feuerwehrleute gegen Flammen, Hitze und Rauch kämpften, hatten Polizeibeamte einen 26-Jährigen vorläufig festgenommen. Bei ihm sei zunächst der Haftgrund „Fluchtgefahr“ begründet worden, erklärte Heineking-Kutschera. „Da die Verdachtsmomente gegen ihn nicht ausreichen, wurde der junge Mann am Sonntag wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.“

Die Ermittlungen in diesem spektakulären Fall haben die Drogenfahnder des 2. Fachkommissariats des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln übernommen.

Inzwischen konnten sich Kriminaltechniker im ehemaligen Saal der Gaststätte umschauen und in dem Haus Spuren sichern. Dabei stellten die Ermittler fest, dass die Cannabis-Plantage doppelt so groß ist, wie zunächst angenommen. Neben professioneller Technik stießen die Polizisten auf die Überreste von zirka 1.500 Pflanzen.

Eigentümer des Gebäudes sind nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft ein 59 Jahre alter Mann und dessen Ehefrau (62). Beide leben in dem Haus. „Eine zweite Wohnung wird von dem 32 Jahre alten Sohn bewohnt“, sagte die Behördensprecherin. Die Eigentümer sagten den Polizeibeamten, sie hätten die Räume vermietet. Der Mieter sei ihnen „nicht näher bekannt“, sagte Heineking-Kutschera. „Er konnte deshalb von den Kollegen nicht ermittelt und befragt werden.“

Im Zuge der Nachforschungen habe sich ein Tatverdacht gegen die drei Personen und gegen einen weiteren Sohn des Ehepaares ergeben, hieß es. Der 26-Jährige, der in Handschellen abgeführt worden war, soll derzeit nicht amtlich in Deutschland gemeldet sein, sich jedoch nach Angaben seiner Eltern hin und wieder in der Bundesrepublik aufhalten.

Unklar ist noch, wodurch das Feuer entstanden ist. Die Cannabis-Plantage wurde offenbar be- und entlüftet – zum Teil mit großen und langen Schläuchen.

Am Samstag um 16.29 Uhr waren mehrere Feuerwehren zur Dorfstraße gerufen worden. Die Alarmmeldung lautete: „Explosion in einem Wohnhaus!“ Zu diesem Zeitpunkt drang beißender schwarzer Qualm aus Lüftungsschlitzen und Ritzen. Zahlreiche Anrufer hatten Notrufe abgesetzt. Im ehemaligen Saal der Gaststätte stießen Feuerwehrleute auf die Indoor-Drogenplantage. In dem Anbau war alles verkohlt, lag eine Rußschicht auf Pflanzen und Lüftungsanlagen. Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke geht davon aus, dass es zunächst gebrannt hat und später zu einer Durchzündung gekommen ist. Gemeint ist die explosionsartige Verbrennung von sehr heißen Brandgasen. Das könnte erklären, weshalb Zeugen dem Leitstellen-Disponenten eine Explosion gemeldet haben.

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