Fast 300.000 Euro erbeutet und verloren: Bank-Einbrecher wird angeklagt Ilja Regier Espelkamp/Lübbecke. Bei einem Einbruch in eine Filiale der Volksbank Lübbecker Land haben die Täter im Januar zahlreiche Geldscheine unmittelbar vor der Bank fallen lassen, ehe sie sich einer der Automatenknacker mit der Mitarbeiterin eines Sicherheitsdienstes und der alarmierten Polizei eine Verfolgungsjagd lieferte. Die Polizei schnappte den Mann im Fluchtwagen. Nun muss sich der 52-Jährige aus Düsseldorf am 17. Juni wegen des Verdachts des Diebstahls in einem besonders schweren Fall vor dem Bielefelder Landgericht verantworten. Dabei solll der Angeklagte knapp 290.000 Euro erbeutet haben. Von den zwei anderen Komplizen fehlt weiter jede Spur. Die Staatsanwaltschaft beziffert den Schaden an dem Gebäude und den Geldautomaten auf 74.000 Euro. Mann ließ sich widerstandslos festzunehmen Aufgefallen ist der Einbruch an der Lohhorststraße in Frotheim am 26. Januar um 4 Uhr morgens, als die Mitarbeiterin des Wachdienstes bei ihrer routinemäßigen Kontrolle der Bank auf ein offenes Fenster stieß. Während die Frau nach dem Rechten schauen wollte, bemerkte sie, wie eine dunkel gekleidete Person los rannte, in einen in der Nähe abgestellten Mercedes sprang und in Richtung Diepenauer Straße davon fuhr. Geistesgegenwärtig nahm die Frau mit ihrem Wagen die Verfolgung auf und alarmierte die Polizei, die sich ebenso an die Fersen des Flüchtenden heftete. Um 4.15 Uhr gelang es den Beamten in einem Streifenwagen, den Mercedes knapp sechs Kilometer entfernt in Gehlenbeck zu stoppen und den damals 51-jährigen Fahrer widerstandslos festzunehmen. Anschließend brachte man ihn ins Polizeigewahrsam nach Minden. Wegen des dringenden Tatverdachts beantragte die Staatsanwaltschaft Bielefeld Untersuchungshaft. Geldscheine lagen verstreut auf der Straße Am Tatort stellten die Kriminalbeamten fest, dass an dem Einbruch offenbar mehrere Täter beteiligt waren. Die Unbekannten waren laut den Ermittlungen über das Dach des Gebäudes in das Innere der Volksbank eingedrungen. Hier knackten sie mit Gewalt einen Geldautomaten und entwendeten die 290.000 Euro. Ein beträchtlicher Teil der Beute landete allerdings nicht in den Taschen der Automatenknacker, sondern auf der Straße: Die Polizisten stellten vor dem Bankgebäude zahlreiche 20-Euro-Scheine sicher, die wild verstreut auf der Straße lagen. Auch das Fluchtfahrzeug sowie das mutmaßliche Tatwerkzeug, welches im Bereich der Volksbank aufgefunden wurde, beschlagnahmten die Ermittler. Das Bielefelder Landgericht hat vier Termine für den Prozess festgelegt. Am 30. Juni könnte das Urteil gesprochen werden.

Fast 300.000 Euro erbeutet und verloren: Bank-Einbrecher wird angeklagt

Bei ihrer Flucht verloren die Täter mehrere Geldscheine. © Polizei Minden-Lübbecke

Espelkamp/Lübbecke. Bei einem Einbruch in eine Filiale der Volksbank Lübbecker Land haben die Täter im Januar zahlreiche Geldscheine unmittelbar vor der Bank fallen lassen, ehe sie sich einer der Automatenknacker mit der Mitarbeiterin eines Sicherheitsdienstes und der alarmierten Polizei eine Verfolgungsjagd lieferte. Die Polizei schnappte den Mann im Fluchtwagen. Nun muss sich der 52-Jährige aus Düsseldorf am 17. Juni wegen des Verdachts des Diebstahls in einem besonders schweren Fall vor dem Bielefelder Landgericht verantworten.

Dabei solll der Angeklagte knapp 290.000 Euro erbeutet haben. Von den zwei anderen Komplizen fehlt weiter jede Spur. Die Staatsanwaltschaft beziffert den Schaden an dem Gebäude und den Geldautomaten auf 74.000 Euro.

Mann ließ sich widerstandslos festzunehmen

Aufgefallen ist der Einbruch an der Lohhorststraße in Frotheim am 26. Januar um 4 Uhr morgens, als die Mitarbeiterin des Wachdienstes bei ihrer routinemäßigen Kontrolle der Bank auf ein offenes Fenster stieß. Während die Frau nach dem Rechten schauen wollte, bemerkte sie, wie eine dunkel gekleidete Person los rannte, in einen in der Nähe abgestellten Mercedes sprang und in Richtung Diepenauer Straße davon fuhr.

Geistesgegenwärtig nahm die Frau mit ihrem Wagen die Verfolgung auf und alarmierte die Polizei, die sich ebenso an die Fersen des Flüchtenden heftete. Um 4.15 Uhr gelang es den Beamten in einem Streifenwagen, den Mercedes knapp sechs Kilometer entfernt in Gehlenbeck zu stoppen und den damals 51-jährigen Fahrer widerstandslos festzunehmen. Anschließend brachte man ihn ins Polizeigewahrsam nach Minden. Wegen des dringenden Tatverdachts beantragte die Staatsanwaltschaft Bielefeld Untersuchungshaft.

Geldscheine lagen verstreut auf der Straße

Am Tatort stellten die Kriminalbeamten fest, dass an dem Einbruch offenbar mehrere Täter beteiligt waren. Die Unbekannten waren laut den Ermittlungen über das Dach des Gebäudes in das Innere der Volksbank eingedrungen. Hier knackten sie mit Gewalt einen Geldautomaten und entwendeten die 290.000 Euro.

Ein beträchtlicher Teil der Beute landete allerdings nicht in den Taschen der Automatenknacker, sondern auf der Straße: Die Polizisten stellten vor dem Bankgebäude zahlreiche 20-Euro-Scheine sicher, die wild verstreut auf der Straße lagen. Auch das Fluchtfahrzeug sowie das mutmaßliche Tatwerkzeug, welches im Bereich der Volksbank aufgefunden wurde, beschlagnahmten die Ermittler.

Das Bielefelder Landgericht hat vier Termine für den Prozess festgelegt. Am 30. Juni könnte das Urteil gesprochen werden.

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