Missbrauch Fall Lügde: Mitarbeiter des Kreises Hameln-Pyrmont verweigern Aussage Einige fürchten wohl, dass Ermittlungen gegen sie wieder aufgenommen werden könnten. Düsseldorf/Lügde. In der kommenden Woche hätten Mitarbeiter des Kreises Hameln-Pyrmont vor dem Untersuchungsausschuss des NRW-Landtages erklären sollen, warum Hinweisen auf die Pädophilie des Haupttäters im Missbrauchsskandal Lügde, Andreas V., nicht nachgegangen wurde. Nach Informationen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung verweigern mehrere Mitarbeiter jedoch die Aussage. In einem Schreiben der gemeinsamen Anwältin von vier Jugendamtsmitarbeitern heißt es, dass sie von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen würden. Das bremst die Untersuchungen des Landes. Eine Mitarbeiterin will aussagen Denn, so begründet die Anwältin, es habe gegen diese Mitarbeiter schon Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegeben. Diese seien eingestellt worden. Allerdings bestehe bei dieser Art der Einstellung immer die Gefahr, "dass aufgrund der Zeugenaussage das Verfahren wieder aufgenommen wird". Eine fünfte Mitarbeiterin will wohl aussagen. Allerdings nur was die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises Lippe auf nordrhein-westfälischer Seite beziehen. "Fragen, die allein eine Beurteilung des Verhaltens niedersächsischer Behörden zum Gegenstand haben, sind unzulässig", ließ sie dem Landtag mitteilen.
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Fall Lügde: Mitarbeiter des Kreises Hameln-Pyrmont verweigern Aussage

Wie sich herausstellte wurden auf einem Campingplatz in Lügde über Jahrzehnte zahlreiche Kinder sexuell missbraucht (Symbolbild). © Pixabay

Düsseldorf/Lügde. In der kommenden Woche hätten Mitarbeiter des Kreises Hameln-Pyrmont vor dem Untersuchungsausschuss des NRW-Landtages erklären sollen, warum Hinweisen auf die Pädophilie des Haupttäters im Missbrauchsskandal Lügde, Andreas V., nicht nachgegangen wurde.

Nach Informationen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung verweigern mehrere Mitarbeiter jedoch die Aussage. In einem Schreiben der gemeinsamen Anwältin von vier Jugendamtsmitarbeitern heißt es, dass sie von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen würden. Das bremst die Untersuchungen des Landes.

Eine Mitarbeiterin will aussagen

Denn, so begründet die Anwältin, es habe gegen diese Mitarbeiter schon Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegeben. Diese seien eingestellt worden. Allerdings bestehe bei dieser Art der Einstellung immer die Gefahr, "dass aufgrund der Zeugenaussage das Verfahren wieder aufgenommen wird".

Eine fünfte Mitarbeiterin will wohl aussagen. Allerdings nur was die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises Lippe auf nordrhein-westfälischer Seite beziehen. "Fragen, die allein eine Beurteilung des Verhaltens niedersächsischer Behörden zum Gegenstand haben, sind unzulässig", ließ sie dem Landtag mitteilen.

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