Ermittlung gegen Internetfirma Anklage wegen Betrugs endet mit Zahlung einer Geldauflage Von Jobst Lüdeking Detmold/Herford (nw). Internet-Abzocke nennen es Verbraucherschützer: Da werden über Firmen in den Arabischen Emiraten Gratisprogramme kostenpflichtig angeboten und angebliche Besucher der Seiten über Inkassodienste gemahnt. Oder aber es werden per Internet Filmabos offeriert. Als Repräsentantin einer dieser Internetfirmen, die sich auf Filme spezialisiert hat, war 2008 eine Bad Salzuflerin (44) ins Visier der Detmolder Staatsanwaltschaft geraten. Empfänger von Mahnschreiben hatten Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Betrugs. Beim Landgericht wurde das Verfahren aber gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt. Das bestätigte der stellvertretende Sprecher der Behörde, Staatsanwalt Christopher Imig.Die rechtliche Lage gilt als kompliziert und nicht eindeutig. Neben den Anzeigeerstattern, die sich betrogen fühlen, kontert der Anwalt der 44-Jährigen, Detlev Binder, "gibt es zahlreiche Menschen, die mit den Filmangeboten sehr zufrieden und jahrelang Kunden des Unternehmens sind. Die hätten wir als Zeugen gehört."Doch unabhängig vom Detmolder Fall taucht der Name der 44-Jährigen nun bei einem Ermittlungsverfahren der Wirtschaftsabteilung der Staatsanwaltschaft Hannover wieder auf. Diese ermittelte gegen das mutmaßliche Nachfolgeunternehmen des Herforder Inkassodienstes Collector und hat rund eine Million Euro auf den Konten der Firma "L&H" eingefroren. Vermieterin von "L&H" ist die 44-jährige Bad Salzuflerin, so die Ermittler.

Ermittlung gegen Internetfirma

Detmold/Herford (nw). Internet-Abzocke nennen es Verbraucherschützer: Da werden über Firmen in den Arabischen Emiraten Gratisprogramme kostenpflichtig angeboten und angebliche Besucher der Seiten über Inkassodienste gemahnt. Oder aber es werden per Internet Filmabos offeriert.

Als Repräsentantin einer dieser Internetfirmen, die sich auf Filme spezialisiert hat, war 2008 eine Bad Salzuflerin (44) ins Visier der Detmolder Staatsanwaltschaft geraten. Empfänger von Mahnschreiben hatten Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Betrugs. Beim Landgericht wurde das Verfahren aber gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt. Das bestätigte der stellvertretende Sprecher der Behörde, Staatsanwalt Christopher Imig.

Die rechtliche Lage gilt als kompliziert und nicht eindeutig. Neben den Anzeigeerstattern, die sich betrogen fühlen, kontert der Anwalt der 44-Jährigen, Detlev Binder, "gibt es zahlreiche Menschen, die mit den Filmangeboten sehr zufrieden und jahrelang Kunden des Unternehmens sind. Die hätten wir als Zeugen gehört."

Doch unabhängig vom Detmolder Fall taucht der Name der 44-Jährigen nun bei einem Ermittlungsverfahren der Wirtschaftsabteilung der Staatsanwaltschaft Hannover wieder auf. Diese ermittelte gegen das mutmaßliche Nachfolgeunternehmen des Herforder Inkassodienstes Collector und hat rund eine Million Euro auf den Konten der Firma "L&H" eingefroren. Vermieterin von "L&H" ist die 44-jährige Bad Salzuflerin, so die Ermittler.

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