Einbruchsversuch wie in Hollywood: Täter graben Tunnel zur Volksbank Ekkehard Wind,Mareike Patock Spenge. Einbruchsversuch wie in Hollywood: Unbekannte Täter haben einen ein Meter breiten und acht Meter langen Tunnel zum Volksbank-Gebäude an der Poststraße in Spenge gegraben, um ganz offensichtlich dort einzubrechen. Durch eine Absackung von Pflastersteinen in einer Autozufahrt neben dem Bankgebäude flog der Einbruchsversuch auf. Die Kripo ist vor Ort und ermittelt. „So etwas noch nicht erlebt" "32 Jahre bin ich bei der Bank, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt", sagt Volker Stein. Der Regionalgebietsleiter der Volksbank Herford-Mindener Land schaut hinunter in das Erdloch direkt neben dem Bankgebäude und schüttelt ungläubig den Kopf. Unten sind Holzbohlen zu erkennen, mit denen die unbekannten Täter ihren gegrabenen Tunnel gegen das Einstürzen abgesichert haben. Die Täter haben ganz offensichtlich schon länger ihren Coup vorbereitet. "Das gräbt man nicht in einem Tag", sagt ein Polizeibeamter. "Hollywoodreif ist das Ganze." Hochprofessionelles Bohrgerät Durch einen Zufall ist die ganze Sache ans Tageslicht gekommen. Volker Stein: "In der Zufahrt direkt neben dem Bankgebäude war das Pflaster ein wenig abgesackt." Als das Loch größer wurde, habe man zunächst vermutet, ein Kanal sei schadhaft. Doch die Stadt Spenge konnte keinen defekten Kanal feststellen. Als man dann an diesem Dienstag genauer nachschaute und einen Kleinbagger einsetzte, stießen die Arbeiter in rund zwei Meter Tiefe auf den geheimnisvollen Tunnel. Darin entdeckten sie nach Informationen der NW hochprofessionelles Bohrgerät. Mit einem Kernbohrer haben die Täter offenbar ihren Tunnel vorangetrieben, der schon eine beträchtliche Länge hatte. Schloss ausgetauscht Die Frage war, von wo aus die Täter ihren Einbruchsversuch an der Spenger Poststraße gestartet haben. Schnell war klar, dass der unterirdische Zugang eigentlich nur von dem benachbarten Trafo-Häuschen des Unternehmens Westfalen Weser erfolgt sein kann. Die Polizei informierte das Unternehmen, die sogleich einen Mitarbeiter vorbeischickte, der den Beamten Zugang zum Trafo-Häuschen verschaffen sollte. Doch ins Häuschen kamen die Beamten zunächst nicht. "Der Schlüssel passt nicht. Da hat jemand das Schloss aufgebohrt und ausgetauscht", stellte der Mitarbeiter von Westfalen Weser fest. "So etwas erlebt man sonst nur im Fernsehen" Die Ermittlungen in dem spektakulären Einbruchsversuch übernahm noch am Nachmittag die Kripo, die Spuren sicherte. "So etwas erlebt man sonst nur im Fernsehen. Das ist Wahnsinn", sagte Volksbank-Mitarbeiter Volker Stein. "Vielleicht hatten die Täter vor, Pfingsten in Ruhe in die Bank zu gelangen", mutmaßt er. "Die Täter waren mit ihrem Vorhaben nicht erfolgreich", sagte Andreas Kelch, Pressesprecher der Volksbank Herford-Mindener Land. "Dementsprechend konnte auch nichts gestohlen werden." Das sei schon ein außergewöhnlicher Fall, den "wir so noch nicht hatten". Von dort aus hätten die Täter keinen Zugang zum Tresorraum oder den Schließfächern gehabt. Die Geschäftsstellen der Volksbank seien grundsätzlich gut gegen Einbruch und Vandalismus abgesichert. "Unsere Vorkehrungen werden laufend überprüft und aktualisiert." Die Bank lagere kein Bargeld in größeren Mengen in der Geschäftsstelle.

Einbruchsversuch wie in Hollywood: Täter graben Tunnel zur Volksbank

In rund drei Meter Tiefe verläuft der Tunnel, den Unbekannte zur Volksbank gegraben haben. © Ekkehard Wind

Spenge. Einbruchsversuch wie in Hollywood: Unbekannte Täter haben einen ein Meter breiten und acht Meter langen Tunnel zum Volksbank-Gebäude an der Poststraße in Spenge gegraben, um ganz offensichtlich dort einzubrechen. Durch eine Absackung von Pflastersteinen in einer Autozufahrt neben dem Bankgebäude flog der Einbruchsversuch auf. Die Kripo ist vor Ort und ermittelt.

So etwas noch nicht erlebt"

"32 Jahre bin ich bei der Bank, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt", sagt Volker Stein. Der Regionalgebietsleiter der Volksbank Herford-Mindener Land schaut hinunter in das Erdloch direkt neben dem Bankgebäude und schüttelt ungläubig den Kopf. Unten sind Holzbohlen zu erkennen, mit denen die unbekannten Täter ihren gegrabenen Tunnel gegen das Einstürzen abgesichert haben. Die Täter haben ganz offensichtlich schon länger ihren Coup vorbereitet. "Das gräbt man nicht in einem Tag", sagt ein Polizeibeamter. "Hollywoodreif ist das Ganze."

Hochprofessionelles Bohrgerät

Durch einen Zufall ist die ganze Sache ans Tageslicht gekommen. Volker Stein: "In der Zufahrt direkt neben dem Bankgebäude war das Pflaster ein wenig abgesackt." Als das Loch größer wurde, habe man zunächst vermutet, ein Kanal sei schadhaft. Doch die Stadt Spenge konnte keinen defekten Kanal feststellen.

Als man dann an diesem Dienstag genauer nachschaute und einen Kleinbagger einsetzte, stießen die Arbeiter in rund zwei Meter Tiefe auf den geheimnisvollen Tunnel. Darin entdeckten sie nach Informationen der NW hochprofessionelles Bohrgerät. Mit einem Kernbohrer haben die Täter offenbar ihren Tunnel vorangetrieben, der schon eine beträchtliche Länge hatte.

Schloss ausgetauscht

Die Frage war, von wo aus die Täter ihren Einbruchsversuch an der Spenger Poststraße gestartet haben. Schnell war klar, dass der unterirdische Zugang eigentlich nur von dem benachbarten Trafo-Häuschen des Unternehmens Westfalen Weser erfolgt sein kann.

Die Polizei informierte das Unternehmen, die sogleich einen Mitarbeiter vorbeischickte, der den Beamten Zugang zum Trafo-Häuschen verschaffen sollte. Doch ins Häuschen kamen die Beamten zunächst nicht. "Der Schlüssel passt nicht. Da hat jemand das Schloss aufgebohrt und ausgetauscht", stellte der Mitarbeiter von Westfalen Weser fest.

"So etwas erlebt man sonst nur im Fernsehen"

Die Ermittlungen in dem spektakulären Einbruchsversuch übernahm noch am Nachmittag die Kripo, die Spuren sicherte. "So etwas erlebt man sonst nur im Fernsehen. Das ist Wahnsinn", sagte Volksbank-Mitarbeiter Volker Stein. "Vielleicht hatten die Täter vor, Pfingsten in Ruhe in die Bank zu gelangen", mutmaßt er.

"Die Täter waren mit ihrem Vorhaben nicht erfolgreich", sagte Andreas Kelch, Pressesprecher der Volksbank Herford-Mindener Land. "Dementsprechend konnte auch nichts gestohlen werden."

Das sei schon ein außergewöhnlicher Fall, den "wir so noch nicht hatten". Von dort aus hätten die Täter keinen Zugang zum Tresorraum oder den Schließfächern gehabt. Die Geschäftsstellen der Volksbank seien grundsätzlich gut gegen Einbruch und Vandalismus abgesichert. "Unsere Vorkehrungen werden laufend überprüft und aktualisiert." Die Bank lagere kein Bargeld in größeren Mengen in der Geschäftsstelle.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Regionales