"Drogensau Luise" lebt im Museum weiter Weltweit einzigartiges Anschauungsobjekt Nienburg (lkp). Wildschwein Luise war ein Medienstar. Als "Drogensau" schnüffelt die Bache in den 80ern im Auftrag der niedersächsischen Polizei. Jetzt erhielt das Tier einen Platz im Polizeimuseum Nienburg. Ausgestopft und ausgestellt wurde allerdings nicht die tatsächliche Luise, sondern eine Nachfahrin. Der Förderverein des Museums ließ Luises Artgenossin präparieren, um die ungewöhnliche Geschichte des wohl weltweit einzigartigen Drogensuchschweins möglichst realistisch zu darstellen.Die niedersächsische Polizei hatte Luise von 1984 bis 1987 als Suchtier für Rauschgift und Sprengstoff ausgebildet und eingesetzt. Als weltweit erstes Polizeischwein bewies sie, dass sich Schweine mit ihrem außergewöhnlichen Geruchsvermögen ebenso wie Hunde als Suchtmittelspürtiere für den Polizeidienst eignen. Und mehr noch: Anders als bei Hunden erlahmt bei Wildschweinen auch bei großer Hitze der Such- und Wühltrieb nicht. Luise war in der Lage, zwei Spatenstiche tief vergrabene Verstecke mit Drogen oder Sprengstoff zu finden und ließ sich auch von Verstecken in einem Misthaufen nicht abschrecken.Nach ersten Medienberichten konnte die Drogensau jedoch immer weniger auf Drogensuche gehen, sondern wurde in der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Schließlich wurde sie Mutter und starb Polizeiangaben zufolge in hohem Alter in einem Tierpark.

"Drogensau Luise" lebt im Museum weiter

Nienburg (lkp). Wildschwein Luise war ein Medienstar. Als "Drogensau" schnüffelt die Bache in den 80ern im Auftrag der niedersächsischen Polizei. Jetzt erhielt das Tier einen Platz im Polizeimuseum Nienburg.

Medienstar: Als Drogensau war Wildschwein Luise nur drei Jahre für die Polizei im Einsatz. Ein ausgestopftes Tier zeigt im Polizeimuseum Nienburg die erstaunliche Geschichte. - © Foto: Polizei
Medienstar: Als Drogensau war Wildschwein Luise nur drei Jahre für die Polizei im Einsatz. Ein ausgestopftes Tier zeigt im Polizeimuseum Nienburg die erstaunliche Geschichte. - © Foto: Polizei

Ausgestopft und ausgestellt wurde allerdings nicht die tatsächliche Luise, sondern eine Nachfahrin. Der Förderverein des Museums ließ Luises Artgenossin präparieren, um die ungewöhnliche Geschichte des wohl weltweit einzigartigen Drogensuchschweins möglichst realistisch zu darstellen.

Die niedersächsische Polizei hatte Luise von 1984 bis 1987 als Suchtier für Rauschgift und Sprengstoff ausgebildet und eingesetzt. Als weltweit erstes Polizeischwein bewies sie, dass sich Schweine mit ihrem außergewöhnlichen Geruchsvermögen ebenso wie Hunde als Suchtmittelspürtiere für den Polizeidienst eignen. Und mehr noch: Anders als bei Hunden erlahmt bei Wildschweinen auch bei großer Hitze der Such- und Wühltrieb nicht. Luise war in der Lage, zwei Spatenstiche tief vergrabene Verstecke mit Drogen oder Sprengstoff zu finden und ließ sich auch von Verstecken in einem Misthaufen nicht abschrecken.

Nach ersten Medienberichten konnte die Drogensau jedoch immer weniger auf Drogensuche gehen, sondern wurde in der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Schließlich wurde sie Mutter und starb Polizeiangaben zufolge in hohem Alter in einem Tierpark.

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