Deutsche Bahn lehnt Wünsche der Stadt Rinteln für die Sanierung des Bahnhofs ab Cornelia Kurth Rinteln (szlz). Auf die Änderungs-Anfragen der Stadt rund um die Pläne zur Sanierung des Rintelner Bahnhofs hat die Bahn nun eine Rückmeldung gegeben. Die Planung, die im August zur öffentlichen Auslegung bereitsteht, nimmt die Anregungen aus Rinteln kaum auf. Der Wunsch, die historische Bahnsteigüberdachung wenigstens teilweise zu erhalten, wurde abgelehnt, so teilte es Baudezernent Stefan Eggert-Edeler in der letzten Bauausschusssitzung mit. Das Dach sei ein Seriendach und nicht als Denkmal gelistet, schon deshalb, weil eine Reihe von Instandsetzungsarbeiten es mit der Zeit zu sehr verändert hätten, so die Rückmeldung der Bahn. Auch eine Unterführung Richtung Friedrichstraße sei nicht Sache der Bahn, zumal die Barrierefreiheit insgesamt ausreichend gesichert sei. Prinzipiell wäre so eine Unterführung zwar als Anschlussprojekt denkbar, in der gegenwärtigen Planung aber nicht vorgesehen. Auch ein angefragter zusätzlicher Fahrstuhl wurde aus der Variantenplanung gestrichen, ebenso wie zusätzliche Fahrradstellplätze. Deren Errichtung läge in kommunaler Hand, möglicherweise könnte man hier Fördermittel aus dem Bike + Ride-Programm erhalten, das das Bundesumweltministerium in Kooperation mit der Deutschen Bahn durchführt. Was die Anregung des Naturschutzbunds betrifft, das im Laufe der Jahre entstandene Biotop am Bahnsteig zu erhalten, so werde die Stadt sich da noch genauer kundig machen und dann bei der Bahn entsprechend nachfragen. Auch beim geplanten neuen Bahnübergang im Galgenfeld sieht die Bahn keinen Handlungsbedarf. Die Stadt hatte angemerkt, dass eine zusätzliche Schranke die Sicherheit von Fußgängern erhöhen würde, da sie dann keine gefährliche Abkürzung mehr nutzen könnten. Vonseiten der Bahn heißt es dazu, der geplante Übergang genüge allen Vorschriften für sichere Überwege, eine versehentliche falsche Nutzung werde durch bauliche Abgrenzungen genügend verhindert. Eine weitere Schranke würde den Bau einer zusätzlichen Überwachungsanlage nach sich ziehen, mit der Folge einer Verzögerung der Bauplanung. Die Bahn habe bei der Verwaltung angefragt, ob man einer Planung ohne Vollschranken zustimme. Das würde die Stadt gern tun, so Eggert-Edeler.

Deutsche Bahn lehnt Wünsche der Stadt Rinteln für die Sanierung des Bahnhofs ab

Die Stadt Rinteln hatte gegenüber der Deutschen Bahn zahlreiche Änderungswünsche angemerkt, die nun größtenteils nicht berücksichtigt werden sollen. Foto: szlz © tol

Rinteln (szlz). Auf die Änderungs-Anfragen der Stadt rund um die Pläne zur Sanierung des Rintelner Bahnhofs hat die Bahn nun eine Rückmeldung gegeben. Die Planung, die im August zur öffentlichen Auslegung bereitsteht, nimmt die Anregungen aus Rinteln kaum auf.

Der Wunsch, die historische Bahnsteigüberdachung wenigstens teilweise zu erhalten, wurde abgelehnt, so teilte es Baudezernent Stefan Eggert-Edeler in der letzten Bauausschusssitzung mit. Das Dach sei ein Seriendach und nicht als Denkmal gelistet, schon deshalb, weil eine Reihe von Instandsetzungsarbeiten es mit der Zeit zu sehr verändert hätten, so die Rückmeldung der Bahn.

Auch eine Unterführung Richtung Friedrichstraße sei nicht Sache der Bahn, zumal die Barrierefreiheit insgesamt ausreichend gesichert sei. Prinzipiell wäre so eine Unterführung zwar als Anschlussprojekt denkbar, in der gegenwärtigen Planung aber nicht vorgesehen.

Auch ein angefragter zusätzlicher Fahrstuhl wurde aus der Variantenplanung gestrichen, ebenso wie zusätzliche Fahrradstellplätze. Deren Errichtung läge in kommunaler Hand, möglicherweise könnte man hier Fördermittel aus dem Bike + Ride-Programm erhalten, das das Bundesumweltministerium in Kooperation mit der Deutschen Bahn durchführt.

Was die Anregung des Naturschutzbunds betrifft, das im Laufe der Jahre entstandene Biotop am Bahnsteig zu erhalten, so werde die Stadt sich da noch genauer kundig machen und dann bei der Bahn entsprechend nachfragen.

Auch beim geplanten neuen Bahnübergang im Galgenfeld sieht die Bahn keinen Handlungsbedarf. Die Stadt hatte angemerkt, dass eine zusätzliche Schranke die Sicherheit von Fußgängern erhöhen würde, da sie dann keine gefährliche Abkürzung mehr nutzen könnten. Vonseiten der Bahn heißt es dazu, der geplante Übergang genüge allen Vorschriften für sichere Überwege, eine versehentliche falsche Nutzung werde durch bauliche Abgrenzungen genügend verhindert. Eine weitere Schranke würde den Bau einer zusätzlichen Überwachungsanlage nach sich ziehen, mit der Folge einer Verzögerung der Bauplanung. Die Bahn habe bei der Verwaltung angefragt, ob man einer Planung ohne Vollschranken zustimme. Das würde die Stadt gern tun, so Eggert-Edeler.

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